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Aikido-Jugendlehrgang in Hamburg am 01. Mai 2010
Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Hamburg, bei strömendem Regen kehrten Sven, Fynn, Gregor und ich wieder zurück. Aber an uns lag's nicht - wir hatten unseren Spaß gehabt. Wir waren in Hamburg Bramfeld gewesen, wo der Aikido-Verband Hamburg einen Lehrgang für Jugendliche organisiert hatte. Als Lehrer waren Agnes Schröder von der HTBU und ich, Markus Hansen vom PSV Kiel, eingesetzt. Knapp 30 Jungbagaluten aus Hamburg und vereinzelt auch aus Schleswig-Holstein hatten sich in der Halle des Bramfelder SV eingefunden, um sich mit dem Thema "David gegen Goliath" auseinanderzusetzen, das Agnes und ich ganz unbiblisch ausgestalteten. "Man muss nicht größer und stärker sein" war der einfache Tenor, der sich durch die Techniken zog, die wir abwechselnd präsentierten und erläuterten.
Da Agnes sich gerade auf Nidan vorbereitet, wo sie viele Techniken auf den Knien zeigen muss, fiel es ihr nicht sonderlich schwer, sich in die Rolle der kleineren Übungspartnerin hineinzuversetzen. Und damit ich auch jemanden hatte, der mich überragt, hatte ich extra vorher jemandem Bescheid gesagt, der einen Kopf größer ist, damit er sich zu diesem Lehrgang anmelden konnte.
Nach einigen etwas wilderen Spielen zum Aufwärmen übernahm Agnes die Gruppe und zeigte die ersten Techniken, die dann von unseren Nachwuchstalenten in zum Teil recht freier Interpretation probiert wurden. Kein Problem, denn außer Agnes und mir waren auch noch Andreas und Sven mit auf der Matte, um Hinweise und Korrekturen zu geben, so dass schließlich alle die gezeigten Aikido-Übungen nachvollziehen konnten.
Nun war ich an der Reihe. Dafür hatte ich meinen reizenden Assistenten Horst-Rüdiger mitgenommen, ein niedliches kleines, schon leicht ausgeblichenes Frotteekrokodil. Horst-Rüdiger zeigte den erheiterten Lehrgangsteilnehmern (und den noch erheiteteren Fotografen am Mattenrand), dass es eben gerade nicht darum geht, mit viel Kraft zu arbeiten, sondern man bei einigen Aikido-Techniken viel mehr erreichen kann, wenn man diese Kraft weg lässt und die Angreifer über den Haufen kuschelt.
Nach dieser Runde gab es zunächst eine Mittagspause. Die Vereinsgaststätte des BSV hatte Nudeln und "Zubehör" in verschiedenen Varianten vorbereitet, so dass alle unabhängig von ihren Ernährungsgewohnheiten etwas zu futtern finden konnten. Diese Stärkung war auch nötig, denn am Nachmittag stand noch ein weiteres Training auf dem Programm. Zuvor fand allerdings die Jugendversammlung des Aikido-Verbandes Hamburg statt, von der ich allerdings nur mitbekommen habe, dass Andreas Kalbitz, der auch den Lehrgang organisiert hatte, als Jugendleiter wiedergewählt wurde. Herzlichen Glückwunsch an Andreas, der nach meinem Eindruck dort einen wirklich guten Job macht. :o)
Auch die zweite Aikido-Trainingseinheit wurde von Agnes begonnen. Der kaiten nage, den wir am Morgen im Stand geprobt hatten, wurde nun in hanmi hantachi waza trainiert. Dabei befindet sich die Person, die die Technik ausführt, im Kniesitz seiza, während der Angreifer steht und munter auf einen zugetobt kommt. Zum Glück hatten wir shikko, die mehr oder weniger geschickte Fortbewegung im Kniesitz, vorher noch geübt. Außerdem gab es von Agnes noch eine Abwehr gegen ungewolltes Umarmen, die uns Bundestrainer Karl Köppel erst wenige Wochen vorher bei einem anderen Lehrgang in Hamburg gezeigt hatte und die hervorragend ins Prorgamm passte.
Nun übernahm Horst-Rüdiger wieder den Unterricht. Noch einmal wurde der kote mawashi oder auch nikyo geübt, mit leicht verändertem Fokus. Wer - trotz des Gekichers - ganz genau hinhörte, konnte die Murmel aus dem Handgelenk in den Ellenbogen und dann in die Schulter rollen hören, bevor sie ins Zentrum plumpste. :o)
Zum Abschluss wurde es etwas ruhiger, denn wir übten te kagami, einen Handhebel, in suwari waza - eine Übungsform, bei der beide Partner am Boden sitzen und sich ganz ohne störende Füße, die irgendwo hin müssen, darauf konzentrieren können, die Aikido-Bewegungen zu erforschen. Dann war die Zeit auch schon um. Andreas, der auch diesen Lehrgang wieder erstklassig gemanaget hatte, bedankte sich bei den beiden Lehrern, und dann war Abschied angesagt. Zumindest bis zum nächsten Lehrgang.
Nachtrag: Es gibt einen weiteren Bericht bei der HTBU und noch einen beim Bramfelder SV.
Sonntag, 7. Juni 2009
Jugendlehrgang in Hamburg am 06. Juni 2009
Am Samstag sind Sven und ich nach Hamburg aufgebrochen - Agnes Schröder und ich sollten dort einen Jugendlehrgang geben. Sven war neugierig, wie wir das so machen, und hat auch netterweise sofort zugesagt, uns zu assistieren. Denn: 30 Kids von niedlich bis hormonell herausgefordert :-) sind schwer zu bändigen (insbesondere, wenn die Leute vorn auf der Matte auch noch ein paar Flausen im Kopf haben). Sven hat auch die meisten Fotos gemacht. Im Dojo des Bramfelder SV wartete bereits Andreas Kalbitz, Jugendleiter im Aikido-Verband Hamburg. Andreas hatte die gesamte Organisation in Händen und daher auch alle Hände voll zu tun. Aber auch er kam mit auf die Matte und half uns mit der Meute, die nicht nur bei den Spielen wild über die Matte wuselte.
Thema des Lehrganges war kuzushi, die Gleichgewichtsbrechung beim Angreifer. Mit verschiedenen Übungen und Techniken sollten unsere Jungtalente verschiedene Methoden kennenlernen, wie man die Partnerin oder den Partner aus der Balance bringt. Agnes hatte es dabei übrigens recht leicht, unter mein Zentrum zu kommen.
Zwischen den beiden Trainingseinheiten am Vor- und am Nachmittag gab es ein Mittagessen (so viel Pizza auf einem Haufen ...) und eine kleine Verdauungspause. Danach ging es auf der Matte weiter, wenn auch erstmal etwas ruhiger im Sitzen. Um die Balance bei uke stören zu können, muss man nämlich die eigene erstmal haben. Das Gefühl dafür lässt sich mitunter leichter erlernen, wenn man die eigene Beweglichkeit zunächst ein wenig einschränkt.
Nicht nur Wurftechniken, bei denen die Partner geschickt abrollen sollen und bei denen deshalb die Gleichgewichtsbrechung besonders wichtig ist, kamen am Samstag in Hamburg dran. Auch bei den Hebeltechniken kann man viel mehr erreichen, wann man sich nicht nur auf den Gelenkhebel konzentriert, sondern den gesamten Körper des Angreifers so führt, dass man mit seiner Balance spielen kann. Apropos Spielen: Auch das kam natürlich nicht zu kurz.
Für mich war das ein lustiger Tag mit spannenden Leuten. Vielen Dank an Agnes, Andreas und Sven - und natürlich an die jungen Aikidoka aus Hamburg und Umgebung!
Nachtrag: Andreas hat seine Eindrücke auch zusammengefasst.
Samstag, 21. Februar 2009
Aikido-Lehrgänge in Schleswig-Holstein und Hamburg
Wie auf der Abteilungsversammlung angekündigt, hier eine kleine Übersicht über Aikido-Lehrgänge im schönen Schleswig-Holstein und unserem Vorort Hamburg. Die meisten mit uns befreundeten Vereine sind recht übersichtlich auf drei bis vier Organisationen verteilt, die ihre Lehrgänge auf den folgenden Seiten ankündigen: - Aikido-Lehrgänge bei uns in Kiel
- Lehrgänge beim Aikido-Verband Schleswig-Holstein
- Lehrgänge bei AVSH-Vereinen
- Lehrgänge beim Aikido-Verband Hamburg
- Lehrgänge bei der Aikido-Union Schleswig-Holstein
- außerdem: Aikido-Lehrgänge mit Markus Hansen
- außerdem: Bundeslehrgänge






































