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Bokuto-Workshop bei Markus Hansen am 14./15. August 2010
Sommerferien - da macht man doch kein Aikido, da die Hallen geschlossen sind? Fast richtig. Dafür trifft man sich in Markus Garten, um ein Bokuto (den meisten wohl als Bokken bekannt) anzufertigen. Aber alles der Reihe nach.Nachdem Markus Hansen darüber in seinem Blog berichtet und schon auf dem einen oder anderen Lehrgang im Frühling von mehreren Leuten wegen seines selbst gefertigten Schwertes angesprochen wurde, konnte er nach einiger Zeit zu einem Workshop überredet werden. So war die Idee geboren und sollte nun auch ausgeführt werden. Also spendierte Markus seine Zeit, sein Wissen und seinen Garten und wir, dreizehn Aikidoka aus verschiedenen Teilen Deutschlands, unsere Geduld und Aufmerksamkeit.
Wir trafen uns am Samstag Nachmittag und bekamen Werkzeug, Holz, gute Ratschläge und Zeitvorgaben („in zwei Stunden hat Musashi aus einem Ruder ein Bokuto geschnitzt, viel Spaß“) in die Hand gedrückt. Wir machten uns an die Arbeit. Zwei Stunden? Nach zwei Stunden konnte man so langsam erkennen, dass es kein Baseball-Schläger werden sollte, doch so richtig zufrieden schaute noch keiner aus. Und deshalb arbeiteten wir gewissenhaft, in aller Stille weiter. Nichts außer dem Abschneiden und Fallen der Holzspäne sowie dem prasselnden Regen auf dem Pavillondach war zu hören, eine fast meditative Ruhe. Doch irgendwann lockte der Grillgeruch die Ersten aus dem Pavillon und verschaffte dem ein oder anderen Handgelenk und Arm eine kleine Verschnaufpause.
Zwischen den leckeren Würstchen, Fleischstücken, Salaten und Broten wurde immer weiter gearbeitet, doch irgendwann brachen die ersten Aikidoka auf, um die harte Bank gegen ein schön weiches Sofa oder Bett zu tauschen. Ich habe mir erzählen lassen, dass einige erst um Mitternacht von ihrem Bokuto abgelassen haben und von Markus ins Bett geschickt wurden – so etwas kennt man doch eigentlich nur von Kinder- und Jugend-Lehrgängen ...
Am nächsten Morgen war auch keine Zeit zum Ausschlafen, denn wir trafen uns um 8:30 Uhr am Falckensteiner Strand zum Aikido-Training mit dem Schwert. Leider hatte bis dahin nur einer ein Exemplar zustande gebracht, das jetzt hätte eingesetzt werden können. Die anderen nahmen ihre alten Schwerter und es wurden verschiedene Angriffs- und die entsprechenden Abwehrbewegungen geübt. Training am Strand ist immer wieder schön (wahrscheinlich besonders für unsere Besucherinnen und Besucher aus der Nähe von Trier und Dresden) – mit Kreuzfahrtschiffen als Hintergrund, viel Platz und schwergängigem Sand, der bei jeder Bewegung mitgeschoben werden wollte.
Nach dieser schön(en) anstrengenden Trainingseinheit ging es wieder zurück in Markus Garten – während die meisten noch an ihren Schwertern arbeiteten, wurde nebenbei wieder der Grill angeworfen und das Fleisch und die Würstchen flambiert. Die meisten waren auch dann noch nicht mit ihren Arbeiten zufrieden, aber die Motivation, das Bokuto zu Hause fertig zu stellen, war deutlich zu hören. So langsam klang dann auch dieser Workshop aus und wir machten uns auf den Heimweg.
Hier habe ich nicht nur gelernt, wie viel Arbeit in so einem eigenen Bokuto steckt, sondern neue nette Menschen kennengelernt und alte wiedergetroffen. Ich hoffe, wir sehen uns auf Aikido-Lehrgängen (zum Beispiel im Oktober in Kiel oder im November in Hamburg) mal wieder.
Weitere Berichte vom gleichen Workshop gibt es von Tina im Blog Rosa Hakama sowie von Damian im Blog Lightmaster's Life. Außerdem gab es anläßlich des Workshops auch ein Audio-Interview mit Markus Hansen.
Dienstag, 29. Juni 2010
12. Kieler-Woche-Lehrgang mit Martin Glutsch
Insgesamt 417 Quadratmeter Mattenfläche hatten wir schließlich in der Kieler Bresthalle ausgelegt - und atmeten einmal tief durch. Über 80 Aikidoka hatten sich für unseren diesjährigen Aikido-Lehrgang zur Kieler Woche angemeldet. Nun konnten Sie kommen. Nachdem wir es in der letzten Woche noch geschafft hatten, alle Teilnehmer davon zu informieren, dass die Holsteinhalle doch nicht zur Verfügung stand und wir ausweichen mussten, stellten wir knapp zwei Stunden vor Trainingsbeginn fest, dass wir nicht so viele Matten aus Preetz dazu bekommen hatten, wie geplant. Nun hieß es schnell improvisieren - vielen Dank an die Aikidoka aus Segeberg und Nahe für die superschnelle und unkomplizierte Hilfe! Als Lehrer konnten wir in diesem Jahr Martin Glutsch aus Böblingen gewinnen. Mit ihm hatten wir schon länger versucht, einen passenden Termin zu finden, was nun endlich von Erfolg gekrönt war. Nachdem er bereits einige Tage vor dem Lehrgang mit seiner Frau Gaby angereist war und am Freitag unser Aikido-Training in Kiel geleitet hatte, waren wir PSV-Aikidoka schon sehr gespannt auf den Lehrgang.
Ebenso gespannt waren offensichtlich auch viele andere, wie die hohe Anmeldezahl von Aikidoka, die immerhin acht verschiedenen Aikido-Verbänden angehörten, andeutete. Aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern hatten sie den Weg nach Kiel gefunden, was sicher am sehr guten Ruf von Martin Glutsch lag, dessen Aikido beeindruckend schnörkellos auf den Punkt kommt, dabei dennoch geschmeidig ist und ohne großen Einsatz von Körperkraft auskommt. "Du musst es absichtsloser machen," war dann auch ein häufiger gehörter Hinweis von ihm. Für konstruktives Feedback nahm er sich bei den Kyu-Graden ebenso die Zeit wie bei den schon etwas fortgeschritteneren Dan-Trägern, so dass alle auf ihrem Niveau etwas dazulernen konnten.
Am Samstag gab es zwei Trainingseinheiten. Die Kieler Aikidoka hatten nach jedem Training ein kleines Buffet und eine Bar mit Apfelsaft und Mineralwasser zum Flüssigkeitsausgleich vorbereitet. Beim traditionellen Gang über die Kieler Woche am Samstag Abend wurde dann mit anderen Flüssigkeiten und diversen Spezialitäten vom internationalen Markt das Ernährungsprogramm abgerundet. Diejenigen Teilnehmer, die nicht zwischenfuhren, konnten dann in der Halle übernachten.
Auch bei der letzten Trainingseinheit am Sonntag Morgen konnte Martin Glutsch mit (seines Erachtens) ganz einfachen Aikido-Techniken uns und unsere Gäste faszinieren. Viele Aikidoka, die ihn noch nicht kannten, sprachen mich nach dem Training darauf an, wie beeindruckend sie seinen technischen Ansatz fanden. "Es sieht wirklich so aus, als ob er nichts macht, er steht einfach immer nur an der richtigen Stelle."
Zum Trainingsende bedankten wir uns mit einem Geschenk bei Martin, der uns nicht nur sehr spannende Techniken sondern insbesondere einen sehr guten Unterricht präsentiert hatte. Dann wurden die Reste des Buffets verspeist und die Matten in die Transporter verladen. Nicht nur von Martin fiel der Abschied schwer und entsprechend herzlich aus, daher hoffen wir auch im nächsten Jahr wieder auf zahlreiche Teilnehmer. Der 13. Kieler-Woche-Lehrgang wird am 18./19. Juni 2011 mit Roger Zieger aus Berlin als Lehrer stattfinden.
Vielen Dank allen, die mit angepackt haben, sowie an Rolf und Tina für die Fotos. - Tina hat ebenfalls einen Bericht im Rosa Hakama veröffentlicht. Über weitere Kommentare von anderen Teilnehmern würden wir uns freuen!
Sonntag, 2. Mai 2010
Aikido-Jugendlehrgang in Hamburg am 01. Mai 2010
Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Hamburg, bei strömendem Regen kehrten Sven, Fynn, Gregor und ich wieder zurück. Aber an uns lag's nicht - wir hatten unseren Spaß gehabt. Wir waren in Hamburg Bramfeld gewesen, wo der Aikido-Verband Hamburg einen Lehrgang für Jugendliche organisiert hatte. Als Lehrer waren Agnes Schröder von der HTBU und ich, Markus Hansen vom PSV Kiel, eingesetzt. Knapp 30 Jungbagaluten aus Hamburg und vereinzelt auch aus Schleswig-Holstein hatten sich in der Halle des Bramfelder SV eingefunden, um sich mit dem Thema "David gegen Goliath" auseinanderzusetzen, das Agnes und ich ganz unbiblisch ausgestalteten. "Man muss nicht größer und stärker sein" war der einfache Tenor, der sich durch die Techniken zog, die wir abwechselnd präsentierten und erläuterten.
Da Agnes sich gerade auf Nidan vorbereitet, wo sie viele Techniken auf den Knien zeigen muss, fiel es ihr nicht sonderlich schwer, sich in die Rolle der kleineren Übungspartnerin hineinzuversetzen. Und damit ich auch jemanden hatte, der mich überragt, hatte ich extra vorher jemandem Bescheid gesagt, der einen Kopf größer ist, damit er sich zu diesem Lehrgang anmelden konnte.
Nach einigen etwas wilderen Spielen zum Aufwärmen übernahm Agnes die Gruppe und zeigte die ersten Techniken, die dann von unseren Nachwuchstalenten in zum Teil recht freier Interpretation probiert wurden. Kein Problem, denn außer Agnes und mir waren auch noch Andreas und Sven mit auf der Matte, um Hinweise und Korrekturen zu geben, so dass schließlich alle die gezeigten Aikido-Übungen nachvollziehen konnten.
Nun war ich an der Reihe. Dafür hatte ich meinen reizenden Assistenten Horst-Rüdiger mitgenommen, ein niedliches kleines, schon leicht ausgeblichenes Frotteekrokodil. Horst-Rüdiger zeigte den erheiterten Lehrgangsteilnehmern (und den noch erheiteteren Fotografen am Mattenrand), dass es eben gerade nicht darum geht, mit viel Kraft zu arbeiten, sondern man bei einigen Aikido-Techniken viel mehr erreichen kann, wenn man diese Kraft weg lässt und die Angreifer über den Haufen kuschelt.
Nach dieser Runde gab es zunächst eine Mittagspause. Die Vereinsgaststätte des BSV hatte Nudeln und "Zubehör" in verschiedenen Varianten vorbereitet, so dass alle unabhängig von ihren Ernährungsgewohnheiten etwas zu futtern finden konnten. Diese Stärkung war auch nötig, denn am Nachmittag stand noch ein weiteres Training auf dem Programm. Zuvor fand allerdings die Jugendversammlung des Aikido-Verbandes Hamburg statt, von der ich allerdings nur mitbekommen habe, dass Andreas Kalbitz, der auch den Lehrgang organisiert hatte, als Jugendleiter wiedergewählt wurde. Herzlichen Glückwunsch an Andreas, der nach meinem Eindruck dort einen wirklich guten Job macht. :o)
Auch die zweite Aikido-Trainingseinheit wurde von Agnes begonnen. Der kaiten nage, den wir am Morgen im Stand geprobt hatten, wurde nun in hanmi hantachi waza trainiert. Dabei befindet sich die Person, die die Technik ausführt, im Kniesitz seiza, während der Angreifer steht und munter auf einen zugetobt kommt. Zum Glück hatten wir shikko, die mehr oder weniger geschickte Fortbewegung im Kniesitz, vorher noch geübt. Außerdem gab es von Agnes noch eine Abwehr gegen ungewolltes Umarmen, die uns Bundestrainer Karl Köppel erst wenige Wochen vorher bei einem anderen Lehrgang in Hamburg gezeigt hatte und die hervorragend ins Prorgamm passte.
Nun übernahm Horst-Rüdiger wieder den Unterricht. Noch einmal wurde der kote mawashi oder auch nikyo geübt, mit leicht verändertem Fokus. Wer - trotz des Gekichers - ganz genau hinhörte, konnte die Murmel aus dem Handgelenk in den Ellenbogen und dann in die Schulter rollen hören, bevor sie ins Zentrum plumpste. :o)
Zum Abschluss wurde es etwas ruhiger, denn wir übten te kagami, einen Handhebel, in suwari waza - eine Übungsform, bei der beide Partner am Boden sitzen und sich ganz ohne störende Füße, die irgendwo hin müssen, darauf konzentrieren können, die Aikido-Bewegungen zu erforschen. Dann war die Zeit auch schon um. Andreas, der auch diesen Lehrgang wieder erstklassig gemanaget hatte, bedankte sich bei den beiden Lehrern, und dann war Abschied angesagt. Zumindest bis zum nächsten Lehrgang.
Nachtrag: Es gibt einen weiteren Bericht bei der HTBU und noch einen beim Bramfelder SV.
Sonntag, 10. Januar 2010
Jubiläumslehrgang mit Martin Glutsch in Kaltenkirchen
Während sich anscheinend die halbe Welt von Tief "Daisy" in Schnee eindecken ließ, machten einige Kieler Aikidoka sich am Wochenende auf, um das Aikido-Jahr 2010 mit einem Lehrgang zu beginnen. Die Aikido-Gruppe in Kaltenkirchen wurde vor fünf Jahren von Rolf Steenbock und Elke Kölln-Möckelmann gegründet und hat sich unter ihrer Leitung seitdem ganz anständig entwickelt. Zum fünfjährigen Jubiläum haben die Kaltenkirchener einen Lehrgang auf die Beine gestellt, der weit über Schleswig-Holstein hinaus für Andrang sorgte. Neben der bekannt guten Organisation von Elke und Rolf dürfte vor allem Martin Glutsch daran Anteil gehabt haben, der als Lehrer aus Baden-Württemberg anreiste und die ca. 100 Lehrgangsteilnehmer begeisterte.
Für uns Kieler war der Lehrgang in mehrfacher Hinsicht ein Vorgeschmack auf unseren nächsten Kieler-Woche-Lehrgang, den wir am 26./27. Juni 2010 zum zwölften Mal ausrichten werden. Auch bei uns in Kiel wird Martin Glutsch als Lehrer auf der Matte stehen, so dass wir (mindestens diejenigen, die ihn noch nicht kannten) von ihm an diesem Wochenende einen technischen Vorgeschmack präsentiert bekamen. Aber auch der Zuspruch des Publikums gab uns einen ersten Eindruck davon, was organisatorisch in diesem Jahr wohl auf uns zukommt.
In den letzten Jahren durften wir Martin Glutsch bereits auf Lehrgängen in (ebenfalls) Kaltenkirchen und Flensburg erleben. An Martins Technik gab es auch an diesem Wochenende wie gewohnt nichts auszusetzen, im Gegenteil wusste er erneut durch winzige Details und kleine aber feine Bewegungen zu faszinieren. Waren wir am ersten Tag des Lehrganges vorrangig damit beschäftigt, durch kurze Zentrumsbewegungen Führung über die Uke zu erlangen, ging es am zweiten Tag allein um Aikijo und Jo-Dori, d.h. Übungsformen mit Stäben.
Viel zu schnell war auch das Training am Sonntag wieder zu Ende. Nachdem wir uns bei den Veranstaltern für die Organisation und bei Martin für das schöne Training bedankt hatten, machten wir uns auf den Heimweg durch das winterliche Schleswig-Holstein. Im Juni, wenn Martin zu uns nach Kiel kommt, liegt dann hoffentlich kein Schnee mehr. Aber so genau weiß man das hier in Kiel ja nie.
Nachtrag: Es gibt vom gleichen Lehrgang auch Berichte von Tina und Andreas aus Hamburg.
Für uns Kieler war der Lehrgang in mehrfacher Hinsicht ein Vorgeschmack auf unseren nächsten Kieler-Woche-Lehrgang, den wir am 26./27. Juni 2010 zum zwölften Mal ausrichten werden. Auch bei uns in Kiel wird Martin Glutsch als Lehrer auf der Matte stehen, so dass wir (mindestens diejenigen, die ihn noch nicht kannten) von ihm an diesem Wochenende einen technischen Vorgeschmack präsentiert bekamen. Aber auch der Zuspruch des Publikums gab uns einen ersten Eindruck davon, was organisatorisch in diesem Jahr wohl auf uns zukommt.
In den letzten Jahren durften wir Martin Glutsch bereits auf Lehrgängen in (ebenfalls) Kaltenkirchen und Flensburg erleben. An Martins Technik gab es auch an diesem Wochenende wie gewohnt nichts auszusetzen, im Gegenteil wusste er erneut durch winzige Details und kleine aber feine Bewegungen zu faszinieren. Waren wir am ersten Tag des Lehrganges vorrangig damit beschäftigt, durch kurze Zentrumsbewegungen Führung über die Uke zu erlangen, ging es am zweiten Tag allein um Aikijo und Jo-Dori, d.h. Übungsformen mit Stäben.
Viel zu schnell war auch das Training am Sonntag wieder zu Ende. Nachdem wir uns bei den Veranstaltern für die Organisation und bei Martin für das schöne Training bedankt hatten, machten wir uns auf den Heimweg durch das winterliche Schleswig-Holstein. Im Juni, wenn Martin zu uns nach Kiel kommt, liegt dann hoffentlich kein Schnee mehr. Aber so genau weiß man das hier in Kiel ja nie.
Nachtrag: Es gibt vom gleichen Lehrgang auch Berichte von Tina und Andreas aus Hamburg.
Geschrieben von Markus Hansen
um
22:27
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Montag, 9. November 2009
Aikido-Landeslehrgang mit Markus Hansen in Berlin
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! - Das war das Motto unseres Wochenend-Ausflugs. Der Aikido-Verband Berlin-Brandenburg hatte Markus Hansen als Lehrer zu einem Landeslehrgang eingeladen. Daher machten wir - Markus, Pay, Sven und ich - uns am Samstag Vormittag auf, um dann doch viel zu früh in Berlin aufzuschlagen und noch ein bißchen die Stadt zu erkunden.
Dann hieß es aber um 15:30 Uhr "rauf auf die Matte", die mit insgesamt 33 Aikidoka mehr als gut gefüllt war. Zuerst standen ein bißchen lockeres Aufwärmtraining von Pay und dann zwei kurze Techniken zum Einrollen auf dem Lehrgangsprogramm. Schon dabei wurde deutlich, warum die Berliner Markus als Lehrer eingeladen hatten - seine plastischen Erklärungen kamen sichtbar gut an.
Die Technik irimi nage wird sicher vielen in Erinnerung bleiben mit der alten Cowboy-, Postkutschen- und schöne-Frauen-Geschichte, die das Gleichgewichtsbrechen des Ukes sehr schön verdeutlichte. Häufiger wurde uns Kielern dann die Frage gestellt, ob Markus immer so passende Bilder und Denkhilfen für Bewegungen in seinem Aikido-Training einbaut. Ja, das kann man wohl sagen, was sich auch in der Technik shiho nage und der Assoziation des Kuchenteig-Ausleckens zeigte.
Doch selbst wenn mal eine Technik nicht so sauber und präzise ausgeführt wird, ist noch einiges zu retten, wie in den nächsten Techniken deutlich wurde. Dabei kamen unerfahrene Aikidoka wie auch alte Hasen voll auf ihre Kosten, da die meisten Bewegungen vielen bekannt waren, jedoch in einer anderen Kombination bzw. Schwerpunktlegung von allen fleißig geübt wurden. Was mir besonders gefallen hat, war, dass jeder mit jedem traininert hat, so dass man sich immer wieder auf andere Partner mit anderen Handgelenken und Zentren einstellen durfte und musste.
Um 18:00 Uhr war dann schon wieder Schluss mit der ersten Trainingseinheit, doch viele von uns blieben noch zusammen, um ein nahe gelegenes indisches Restaurant zu besuchen. Nach dieser sehr leckeren Stärkung ging es für uns Kieler zu Roger Zieger nach Hause, der uns für diese Nacht beherbergte. Vielen Dank, auch für das leckere Frühstück an euch, Barbara und Roger.
Nach einer mehr oder weniger ausgeruhten Nacht ging es am nächsten Tag um 10 Uhr auf der Matte weiter mit vielen Assoziationen und einprägsamen Erklärungen. Dabei zeigte uns Markus Bewegungen, die uns auf den ersten Blick unbekannt vorkamen. "Eigentlich steht nur der Uke andersrum" waren dann Markus Anmerkungen. Und als wir dann die Techniken mit der "richtigen" Uke-Position sahen, zeichneten sich in einigen Gesichtern Aha-Erlebnisse ab. Durch diese Reihenfolge, zuerst die "unbekannten" Bewegungen, dann die bekannten Techniken wie irimi nage oder ude kime nage, übten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die "neuen" Bewegungsformen in der Art und Weise, wie Markus sie vorne mit wechselnden Ukes zeigte, und nicht wie sie es schon immer ausgeführt hatten. Dann konnten sie das, worauf es Markus diesmal ankam, z.B. dass das Zentrum beim Abwurf in Abwurfrichtung zeigt, auch besser in ihre schon gelernten Formen einbauen.
Obwohl ich am Sonntag ein wenig angeschlagen war, gingen die zweieinhalb Stunden wie im Fluge vorbei. Nachdem sich die Lehrgangsleiterin Beate Heger mit einem Geschenk und sehr netten Worten bei Markus bedankt hatte, mussten wir uns von den vielen neuen Gesichtern, die nicht nur aus Berlin und Brandenburg, sondern auch aus Thüringen und Sachsen angereist waren, schon wieder verabschieden. Nach dem obligatorischen Mattenabbauen und Duschen hatte der gastgebende Verein Aikido Berlin-Charlottenburg noch ein leckeres Büffet mit vielen Leckereien (Kuchen, Scones und Obst) und Getränken zusammengestellt. So wurde noch das eine oder andere Gespräch geführt, bevor auf uns wieder eine vierstündige Autofahrt wartete. Vielen Dank auch für diese Köstlichkeiten und die Ausrichtung dieses Lehrganges, der uns Kielern eine Menge Freude bereitet hat und bei dem wir nette Mattenbekanntschaften gemacht haben!
Dann hieß es aber um 15:30 Uhr "rauf auf die Matte", die mit insgesamt 33 Aikidoka mehr als gut gefüllt war. Zuerst standen ein bißchen lockeres Aufwärmtraining von Pay und dann zwei kurze Techniken zum Einrollen auf dem Lehrgangsprogramm. Schon dabei wurde deutlich, warum die Berliner Markus als Lehrer eingeladen hatten - seine plastischen Erklärungen kamen sichtbar gut an.
Die Technik irimi nage wird sicher vielen in Erinnerung bleiben mit der alten Cowboy-, Postkutschen- und schöne-Frauen-Geschichte, die das Gleichgewichtsbrechen des Ukes sehr schön verdeutlichte. Häufiger wurde uns Kielern dann die Frage gestellt, ob Markus immer so passende Bilder und Denkhilfen für Bewegungen in seinem Aikido-Training einbaut. Ja, das kann man wohl sagen, was sich auch in der Technik shiho nage und der Assoziation des Kuchenteig-Ausleckens zeigte.
Doch selbst wenn mal eine Technik nicht so sauber und präzise ausgeführt wird, ist noch einiges zu retten, wie in den nächsten Techniken deutlich wurde. Dabei kamen unerfahrene Aikidoka wie auch alte Hasen voll auf ihre Kosten, da die meisten Bewegungen vielen bekannt waren, jedoch in einer anderen Kombination bzw. Schwerpunktlegung von allen fleißig geübt wurden. Was mir besonders gefallen hat, war, dass jeder mit jedem traininert hat, so dass man sich immer wieder auf andere Partner mit anderen Handgelenken und Zentren einstellen durfte und musste.
Um 18:00 Uhr war dann schon wieder Schluss mit der ersten Trainingseinheit, doch viele von uns blieben noch zusammen, um ein nahe gelegenes indisches Restaurant zu besuchen. Nach dieser sehr leckeren Stärkung ging es für uns Kieler zu Roger Zieger nach Hause, der uns für diese Nacht beherbergte. Vielen Dank, auch für das leckere Frühstück an euch, Barbara und Roger.
Nach einer mehr oder weniger ausgeruhten Nacht ging es am nächsten Tag um 10 Uhr auf der Matte weiter mit vielen Assoziationen und einprägsamen Erklärungen. Dabei zeigte uns Markus Bewegungen, die uns auf den ersten Blick unbekannt vorkamen. "Eigentlich steht nur der Uke andersrum" waren dann Markus Anmerkungen. Und als wir dann die Techniken mit der "richtigen" Uke-Position sahen, zeichneten sich in einigen Gesichtern Aha-Erlebnisse ab. Durch diese Reihenfolge, zuerst die "unbekannten" Bewegungen, dann die bekannten Techniken wie irimi nage oder ude kime nage, übten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die "neuen" Bewegungsformen in der Art und Weise, wie Markus sie vorne mit wechselnden Ukes zeigte, und nicht wie sie es schon immer ausgeführt hatten. Dann konnten sie das, worauf es Markus diesmal ankam, z.B. dass das Zentrum beim Abwurf in Abwurfrichtung zeigt, auch besser in ihre schon gelernten Formen einbauen.
Obwohl ich am Sonntag ein wenig angeschlagen war, gingen die zweieinhalb Stunden wie im Fluge vorbei. Nachdem sich die Lehrgangsleiterin Beate Heger mit einem Geschenk und sehr netten Worten bei Markus bedankt hatte, mussten wir uns von den vielen neuen Gesichtern, die nicht nur aus Berlin und Brandenburg, sondern auch aus Thüringen und Sachsen angereist waren, schon wieder verabschieden. Nach dem obligatorischen Mattenabbauen und Duschen hatte der gastgebende Verein Aikido Berlin-Charlottenburg noch ein leckeres Büffet mit vielen Leckereien (Kuchen, Scones und Obst) und Getränken zusammengestellt. So wurde noch das eine oder andere Gespräch geführt, bevor auf uns wieder eine vierstündige Autofahrt wartete. Vielen Dank auch für diese Köstlichkeiten und die Ausrichtung dieses Lehrganges, der uns Kielern eine Menge Freude bereitet hat und bei dem wir nette Mattenbekanntschaften gemacht haben!
















































































