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Sport gegen Gewalt - Aikido-Aktion an der IGS Hassee in Kiel
Die Mädchen und Jungs aus der 5b hatten am Tag vorher schon ein Judo-Training gehabt und waren nun anscheinend ganz heiß auf die nächste Portion japanische Kampfkunst. Nach den üblichen Erklärungen, warum wir einen komischen Rock - den hakama - anhaben, und dem Gekicher, als ich erwähnte, dass der vom Judo dann wohl in Unterwäsche rumgelaufen ist, kam reishiki, Etikette, an die Reihe. Sich koordiniert hinsetzen und dabei aufrecht bleiben, die Unterschiede zwischen Brust- und Bauchatmung fühlen, zur Ruhe kommen, sich respektvoll voreinander verbeugen - all dies war zwar offensichtlich ungewohnt, klappte aber schon echt gut. Auch Gesa Gurski und ihr Kollege Arne Bollert, die als Team die Klasse leiten, kamen auf die Matte und machten mit.
Mit einem kleinen Lauf- und Reaktionsspiel haben wir die Kids erstmal auf Betriebstemperatur gebracht - mit durchschnittlich 11 Jahren hat man übrigens noch erstaunlich viel Energie. Steffi und ich zeigten den Kids dann, wie Aikido ausschaut. Zunächst warf Steffi mich ein wenig durch die Gegend, danach erklärten wir ein paar Techniken, die die Kids miteinander selbst ausprobierten. Auch die Sache mit dem Partnerwechsel klappte echt gut - eine Kampfkunst wie Aikido kann man schließlich nicht lernen, wenn man sie immer nur mit der gleichen Person übt. Zum Vorzeigen schnappte ich mir dann auch mal ein paar Schülerinnen und Schüler. Begeisterung im Publikum gab es dann aber insbesondere, als ich ein paar Details von kote mawashi am Handgelenk eines Sportlehrers erläuterte. Klar, das wollten alle gleich ausprobieren.
Kleine Vorführungen, wie Aikido aussieht, wenn man es schon eine Weile macht, wechselten sich mit Aikido zum Selbermachen ab. Ziemlich fix waren die zwei Stunden dann auch rum. Wie war das noch? Aufstellung, linkes Knie, rechtes Knie, Zehen ablegen, Hinsetzen und dabei aufrecht bleiben, gar nicht so einfach. Jetzt mal in den Körper reinhorchen, wie fühlen sich die Handgelenke an? Wenn wir statt eines Hebels zugeschlagen hätten, wäre der Schmerz dann auch weg gewesen, als die Technik vorbei war? Wieder bewusst atmen, wieder die respektvolle Verbeugung. Und richtig wieder aufstehen will auch gelernt sein. Da die Kids sich nachher ziemlich herzlich von uns verabschiedet haben, gehen wir davon aus, dass es ihnen auch irgendwie Spaß gemacht hat. Steffi und ich hatten jedenfalls unseren Spaß. ^^
Die Bilder lassen sich diesmal nicht großklicken, aber auf den Seiten der IGS Hassee im Lernnetz betrachten. Vielen Dank an Gesa für die Einladung und die Fotos!
Geschrieben von Markus Hansen
um
21:57
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Montag, 2. März 2009
Aikido-Lehrgang mit Karl Köppel in Malente
Am letzten Wochenende fand in Malente ein Lehrgang mit Bundestrainer Karl Köppel aus Aalen statt. Mit fast 100 Anmeldungen - trotz der Teilnahmebeschränkung ab 1. Kyu Aikido - war der Lehrgang hoffnungslos überbucht, aber erfreulicherweise konnten wir Kieler Aikidoka drei der gut fünfzig Plätze ergattern. Bereits am Freitag fuhren Steffi, Pay und ich zum Sport- und Bildungszentrum des Landessportverbandes Schleswig-Holstein. Im Obergeschoß des Neubaus gibt es ein Dojo mit 256m2 Matte, im Bettenhaus Doppelzimmer mit Dusche/WC und im Altbau eine kleine Kneipe. Nachdem die Zimmer verteilt und die Betten bezogen waren, gab es eine erste Mahlzeit und danach das erste Training.
Stabtechniken (Jo-dori und Jo-nage) und Bewegungsverwandschaften standen auf dem Programm, das Karl mit uns in knapp zehn Stunden Unterricht methodisch durch ging. Die gleichen Techniken zeigte Karl ohne Waffen, mit Messer und Jo. Die unterschiedlichen Reichweiten und immanenten Gefahren erfordern dabei eigene Ansätze beispielsweise im Distanzverhalten und im Timing. Gleichzeitig erlaubt der etwa durch eine Waffe geänderte Blickwinkel, die Technik neu zu erfahren und eben diese Erfahrung auch in die Ausführung in den anderen Varianten einfließen zu lassen. Bei uns floß zunächst vor allem eines: Schweiß. Karl hielt uns gut in Schwung, stand dabei stets parat und gab Korrekturen, die genau so präzise saßen wie seine Techniken, an denen wir uns versuchten.
Neben dem sehr guten Unterricht machte die ausgesprochen angenehme Atmospähre den Lehrgang zu einem besonderen Erlebnis. Alle Aikidoka waren gut drauf - nach dem abendlichen Training saß man noch gemütlich beisammen, kloppte eine Runde Skat, schnackte mit netten Leuten ordentlich einen aus und sorgte für einen Ausgleich der Flüssigkeitsverluste - nach jedem Training waren die Keikogi klatschnass geschwitzt. Nach dem letzten Training konnte man sogar aus meinem Gürtel die Feuchtigkeit auswringen.
Zum Fotografieren kam ich bei dem spannenden Training fast nicht. Außerdem hatte ich versehentlich einen Farbfilter auf der Linse vergessen, so dass der Weißabgleich leider nicht ganz stimmig ist. Aber dafür habe ich bei einem sehr guten Lehrer mit vielen netten Leuten sehr gut trainiert. Ich denke, den anderen ging es ebenso - ihr könnt ja in den Kommentaren ergänzen.
Nachtrag: Einen weiteren Bericht vom gleichen Lehrgang gibt es beim AVSH, der den Lehrgang ausgerichtet hat. Auf den Bildern dort, die Ulrich aufgenommen hat, kann man insbesondere Pay als Uke erkennen. Wenn man genau hinschaut, kann man auch Steffi und mich finden.
Stabtechniken (Jo-dori und Jo-nage) und Bewegungsverwandschaften standen auf dem Programm, das Karl mit uns in knapp zehn Stunden Unterricht methodisch durch ging. Die gleichen Techniken zeigte Karl ohne Waffen, mit Messer und Jo. Die unterschiedlichen Reichweiten und immanenten Gefahren erfordern dabei eigene Ansätze beispielsweise im Distanzverhalten und im Timing. Gleichzeitig erlaubt der etwa durch eine Waffe geänderte Blickwinkel, die Technik neu zu erfahren und eben diese Erfahrung auch in die Ausführung in den anderen Varianten einfließen zu lassen. Bei uns floß zunächst vor allem eines: Schweiß. Karl hielt uns gut in Schwung, stand dabei stets parat und gab Korrekturen, die genau so präzise saßen wie seine Techniken, an denen wir uns versuchten.
Neben dem sehr guten Unterricht machte die ausgesprochen angenehme Atmospähre den Lehrgang zu einem besonderen Erlebnis. Alle Aikidoka waren gut drauf - nach dem abendlichen Training saß man noch gemütlich beisammen, kloppte eine Runde Skat, schnackte mit netten Leuten ordentlich einen aus und sorgte für einen Ausgleich der Flüssigkeitsverluste - nach jedem Training waren die Keikogi klatschnass geschwitzt. Nach dem letzten Training konnte man sogar aus meinem Gürtel die Feuchtigkeit auswringen.
Zum Fotografieren kam ich bei dem spannenden Training fast nicht. Außerdem hatte ich versehentlich einen Farbfilter auf der Linse vergessen, so dass der Weißabgleich leider nicht ganz stimmig ist. Aber dafür habe ich bei einem sehr guten Lehrer mit vielen netten Leuten sehr gut trainiert. Ich denke, den anderen ging es ebenso - ihr könnt ja in den Kommentaren ergänzen.
Nachtrag: Einen weiteren Bericht vom gleichen Lehrgang gibt es beim AVSH, der den Lehrgang ausgerichtet hat. Auf den Bildern dort, die Ulrich aufgenommen hat, kann man insbesondere Pay als Uke erkennen. Wenn man genau hinschaut, kann man auch Steffi und mich finden.
Dienstag, 9. September 2008
Aikido beim Tag des Sports 2008
Nach den Sommerferien haben wir nicht nur unseren normalem Trainingsbetrieb wieder aufgenommen: Wie üblich hat der Landessportverband Schleswig-Holstein am ersten Sonntag im September in Kiel auf dem Gelände am Winterbeker Weg den Tag des Sports veranstaltet. Auch unsere Gruppe war vor Ort und beteiligte sich am Stand des AVSH unter Leitung von Matthias Ahrens.
Leider könnten die Budo-Disziplinen sich in diesem Jahr nicht wie sonst unter freiem Himmel präsentieren, sondern waren vom LSV in die Brest-Halle abgeschoben worden. Da sich dorthin kaum jemand verlief, gab es so gut wie keine "Laufkundschaft" - nur Leute, die schon vorher wussten, wo sie hin wollten, tauchten dort auf. Mag sein, dass Matthias und ich im Bikini nicht so rüberkommen wie die Mädels vom Beach Volleyball, trotzdem war unsere diesjährige Positionierung ziemlich enttäuschend. Um zumindest ein wenig Aufmerksamkeit zu erzeugen, haben wir Kieler uns ein paar Stäbe geschnappt und uns damit vor die Tür begeben, während Matthias mit den inzwischen eingetroffenen Barmstedter Aikidoka in der Halle auf den Matten trainierte.
Als wir mit unseren Stäben gerade die frische Morgenluft in der Landschaft verteilten, wurden die "Offiziellen" über das Gelände geführt. Auf dem Weg in die Brest-Halle luscherte die Gruppe schon neugierig zu uns rüber - als sie wieder raus kamen, habe ich mir Martin Kayenburg, den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages, geschnappt, ihm einen Stab in die Hand gedrückt und er hat den Spaß auch mitgemacht. Unter den wachsamen Augen von Lothar Hay, dem Innenminister des Landes, haben wir dann zusammen eine erste Jo-Übung probiert. Axel hat dabei fix seine Digicam rausgezogen und dieses kleine Video (draufklicken!) aufgenommen:
Am frühen Nachmittag füllte es sich etwas in der Halle, als ein paar wenige Besucher hereinschneiten. Gegen 14:00 Uhr hatten wir dann im Hans-Hansen-Saal (in diesem Jahr nicht auf der Bühne) eine Vorführung. Matthias schnappte sich das Micro und schickte uns auf die Matte, damit er kommentieren konnte, was wir zeigten. Neben ein paar Show-Einlagen der Dan-Träger konnten auch die Kyu-Grade und insbesondere die Kids aus Barmstedt ihr Aikido zeigen.
Dank Axel, Bente und dem anderen Markus haben wir auch davon ein wenig Bildmaterial. Da die Licht-Situation in dem Raum nicht ideal war, sind leider nicht alle Aufnahmen etwas geworden - manche Aikidoka bewegen sich einfach zu fix für die leicht verlängerten Belichtungszeiten. :-)
Nach der Vorführung wurde es nochmals merklich leerer, so dass die beiden noch folgenden Aikido-Vorführungen mit der ganzen Gruppe - gerade im Vergleich zu den Vorjahren - leider kaum Beachtung fanden.
Vielen Dank nochmal allen, die sich die Zeit genommen haben, um mit aufzubauen, mitzumachen und wieder mit aufzuräumen - insbesondere an Matthias für die Organisation und Axel, Bente und Markus für Bilder und Videos! Im nächsten Jahr müssen wir unbedingt daran denken, ein vollständiges Gruppenbild zu machen.
Leider könnten die Budo-Disziplinen sich in diesem Jahr nicht wie sonst unter freiem Himmel präsentieren, sondern waren vom LSV in die Brest-Halle abgeschoben worden. Da sich dorthin kaum jemand verlief, gab es so gut wie keine "Laufkundschaft" - nur Leute, die schon vorher wussten, wo sie hin wollten, tauchten dort auf. Mag sein, dass Matthias und ich im Bikini nicht so rüberkommen wie die Mädels vom Beach Volleyball, trotzdem war unsere diesjährige Positionierung ziemlich enttäuschend. Um zumindest ein wenig Aufmerksamkeit zu erzeugen, haben wir Kieler uns ein paar Stäbe geschnappt und uns damit vor die Tür begeben, während Matthias mit den inzwischen eingetroffenen Barmstedter Aikidoka in der Halle auf den Matten trainierte.
Als wir mit unseren Stäben gerade die frische Morgenluft in der Landschaft verteilten, wurden die "Offiziellen" über das Gelände geführt. Auf dem Weg in die Brest-Halle luscherte die Gruppe schon neugierig zu uns rüber - als sie wieder raus kamen, habe ich mir Martin Kayenburg, den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages, geschnappt, ihm einen Stab in die Hand gedrückt und er hat den Spaß auch mitgemacht. Unter den wachsamen Augen von Lothar Hay, dem Innenminister des Landes, haben wir dann zusammen eine erste Jo-Übung probiert. Axel hat dabei fix seine Digicam rausgezogen und dieses kleine Video (draufklicken!) aufgenommen:
Am frühen Nachmittag füllte es sich etwas in der Halle, als ein paar wenige Besucher hereinschneiten. Gegen 14:00 Uhr hatten wir dann im Hans-Hansen-Saal (in diesem Jahr nicht auf der Bühne) eine Vorführung. Matthias schnappte sich das Micro und schickte uns auf die Matte, damit er kommentieren konnte, was wir zeigten. Neben ein paar Show-Einlagen der Dan-Träger konnten auch die Kyu-Grade und insbesondere die Kids aus Barmstedt ihr Aikido zeigen.
Dank Axel, Bente und dem anderen Markus haben wir auch davon ein wenig Bildmaterial. Da die Licht-Situation in dem Raum nicht ideal war, sind leider nicht alle Aufnahmen etwas geworden - manche Aikidoka bewegen sich einfach zu fix für die leicht verlängerten Belichtungszeiten. :-)
Nach der Vorführung wurde es nochmals merklich leerer, so dass die beiden noch folgenden Aikido-Vorführungen mit der ganzen Gruppe - gerade im Vergleich zu den Vorjahren - leider kaum Beachtung fanden.
Vielen Dank nochmal allen, die sich die Zeit genommen haben, um mit aufzubauen, mitzumachen und wieder mit aufzuräumen - insbesondere an Matthias für die Organisation und Axel, Bente und Markus für Bilder und Videos! Im nächsten Jahr müssen wir unbedingt daran denken, ein vollständiges Gruppenbild zu machen.

















