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Ukemi-Lehrgang mit Sandra Mittelstedt


Im vergangenen Jahr waren unsere Freunde vom Kieler Ju-Jutsu so lieb und ließen uns für die Dan-Vorbereitungen mit auf ihre Matten. Ju-Jutsu-Lehrer Marco Poppenhusen hatte daher erstmal einen Wunsch frei - und so lud er Sandra ein, einen Lehrgang zum geschmeidigen Aikido-Rollen zu unterrichten.


Auch wenn wir nur ein kleiner Haufen an einem Montag-Abend waren: Sandra hatte sich offensichtlich sehr strukturiert vorbereitet und schaffte es, den anwesenden Ju-Jutsuka und Aikidoka neue Impulse mit auf den Weg zu geben. Mit einem großen Fundus an Übungen, um bei Vorwärts- wie Rückwärtsrollen weich und kontrolliert im Fallen zu werden, konnte sie Lernfortschritte bei allen Anwesenden erreichen. Manch einer hatte auch ein kleines Aha-Erlebnis und rollte sicht- und hörbar weicher.


Nachdem die Einzelübungen auch mit erhöhten Schwieirgkeitsgraden wie dem Rollen über Hindernisse ganz passabel von der Hand gingen, zeigte Sandra weitere Übungen, bei denen langsam aber sicher immer mehr Fremdeinwirkung in die Fallbewegungen einflossen. Eine Kontaktaufnahme hier, ein kleiner Impuls dort, ein Führen in die Rolle und schließlich ein paar Grundtechniken rundeten das Bild ab. Am Ende des Abends kam dann noch eine Runde Kasihasi-Ball hinzu, bei der alle nochmal alle Rollübungen durchtesten konnten. 


Marco bedankte sich bei Sandra mit einem kleinen Präsent für ihren Einsatz. Der deutliche Applaus der Teilnehmenden und die strahlenden Gesichter waren dann schließlich Zeugnis eines guten Unterrichtes.

 

Fröhliches Jahresende!


In der letzten Trainingswoche hatten wir prominenten Besuch auf der Matte.

Kommt heil und gesund ins neue Jahr!

 

Dreimal Trainerlizenz Aikido


Am ersten Dezember-Wochenende legten drei fleißige Kieler Aikidoka in Bad Blankenburg, Thüringen, erfolgreich die Prüfung zum/zur Trainer/in C Breitensport Aikido des DOSB ab:
Sandra Mittelstedt, Chris Wohlert und Bente Albert vom PSV Kiel bzw. Budo-Klub Akamon.

Um die Prüfung ablegen zu können, hatten alle drei viel Zeit investiert: Neben 120 Stunden Ausbildung mussten auch ein Erste-Hilfe-Kurs sowie diverse Pflichtlehrgänge besucht werden. Dazu leisteten sie auch in ihrem Heim-Dojo zusätzliche Lehrproben ab. Am Ende der Ausbildung musste nun eine Klausur über fünf Themengebiete sowie eine Lehrprobe absolviert werden. 

Gleich nach Lehrprobe und Verkündung des Ergebnisses flitzten sie einmal raus an die frische Luft, wo der Stress wie Schneeflöckchen von ihnen abfiel.

Herzlichen Glückwunsch!

09. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Werner Conradi


Am 25. November trafen sich eifrige Aikidoka wie in jedem Herbst in Kiel zum Schietwetter-Lehrgang. Werner Conradi aus dem Süden Hamburgs hatte zu unserer Freude erneut als Lehrer zugesagt - und sogar aus Baden-Württemberg waren Leute angereist, um bei ihm zu trainieren.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es los. Werner zeigte uns schon bei der Aufwärm-Gymnastik, dass er auch mit inzwischen 70 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Auch bei den Techniken, die er uns im Laufe des Nachmittags zeigte, wurde dies deutlich. Ohne viel Schnickschnack beförderte er seine deutlich jüngeren Uke auf die Matte.

Für den Lehrgang hatte Werner sich zwei Angriffsarten rausgepickt. Er begann mit Techniken aus dem Angriff Ushiro-katate-tori-kubi-shime, bei dem von hinten eine Hand gefasst und der Hals gewürgt wird. Ude-osae, Kaiten-nage, Ude-garami ... Werner zeigte uns so manche Technik, die eine auf der anderen aufbauend daraus geübt wurden.

Als zweite Option hatte Werner Katate-ryote-tori, das Fassen eines Handgelenkes mit beiden Händen, vorbereitet. Auch hier baute er die Techniken methodisch aufeinander auf, so dass bei jedem Lernschritt nur eine weitere Kleinigkeit hinzu kam. Shiho-nage, Kokyu-nage, Irimi-nage, Ude-kime-nage ... in allen Formen zeigte Werner die Gemeinsamkeiten auf, die die Techniken miteinander verbinden und zu einem großen Ganzen machen.

Da der Trainingsfleiß sich nicht nur in Lernerfolgen sondern auch in Flüssigkeitsverlust niederschlug, gab es zwischendurch eine kleine Trinkpause, die auch für kleine Gespräche genutzt wurde. Zum Teil kennt man sich ja schon seit Jahren und freut sich, altbekannte und neue Gesichter zu entdecken. Nach wenigen Minuten fanden wir uns dann aber wieder auf der Matte ein, um Werners Ausführungen weiter zu folgen.

Auch der schönste Aikido-Lehrgang ist irgendwann zu Ende. Mit einem liebevoll ausgesuchten Geschenk bestehend aus Kaffee-Spezialitäten (diesmal auch vorgemahlen, lieber Werner), Honig, weiteren Leckereien und einem jüngst erschienenen Budo-Buch sowie mit reichlich lobenden Worten bedankte Markus sich bei Werner für einen wunderschönen Lehrgang. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto wurden schnell die Matten abgebaut, dann kamen alle noch bei einem leckeren Buffet und so manchem Klönschnack zusammen.

Vielen Dank an Sandra und Bente für die Unterstützung bei der Organisation, an Sven für die Bilder sowie an alle unsere Kieler Aikidoka für die Buffet-Beiträge und das Mit-Anpacken.

Yudanshakai


Da sich in unserer Aikido-Gruppe inzwischen eine "kritische Masse" an Aikido-Danen angesammelt hat, hatte Markus die Idee, ein neues Trainingsformat zu testen: den Yudanshakai. Anders als im normalen Training für alle sollten wir Yudansha hier im Vorfeld die Lehrthemen auswählen. Schnell kristallisierte sich der Wunsch heraus, neben Messertechniken und etwas mehr Kakari-geiko auch Hanmi-hantachi näher zu erforschen. Die Hausaufgabe, sich mittels bereitgestellter Texte vorzubereiten, erledigten alle vorbildlich.

Nach dem Aufwärmen erläuterte Markus in einer kurzen Einführung woher diese seltsamen Techniken auf den Knien historisch eigentlich kommen und wie das Ganze grundsätzlich funktioniert.

Da die Theorie noch keinen guten Aikidoka hervorgebracht hat, konnten wir nun fleißig üben – jeder für sich und später anhand von Techniken in immer wechselnden Konstellationen. Spannend dabei war neben der ungewohnten Nage-Arbeit auch der wiederkehrende Aspekt des Ukemi, das eben nicht nur das „Rollen“ bezeichnet. So wie leichte Unpräzisionen von Nage beim Hanmi-Hantachi sofort sichtbar werden, so wird auch ein schlechtes Ukemi sofort sichtbar und verhindert die korrekte und sinnvolle Ausführung der Technik.

Nachdem uns allen langsam die Beine schwer wurden, gingen wir zur Abwehr von Messerangriffen, dem zweiten Wunschthema, über. Hierbei besonders spannend war der präzise Fokus auf die Zentrumsausrichtung. Habe ich bei einem Kote-gaeshi ohne Messer noch Spielraum, meine nicht ganz präzise Ausrichtung zu korrigieren, so fehlt mir der Spielraum, wenn ein Messer mit im Spiel ist. Gleichzeitig fungierte das Messer aber auch als ideale Visualisierung der Prinzipien. Ma-ai, Musubi und Co. sind halt nicht ungefähre Möglichkeiten, sondern grundlegend für eine gute Technikausführung.

Viel zu schnell war unser erster Yudanshakai wieder vorbei. Aufgrund der positiven Resonanz wird es jedoch sicher nicht das letzte Mal bleiben – momentan laufen die Planungen für ein regelmäßiges Format. Lieber Markus, danke für dieses (mal wieder) zusätzliche Training und die viele Zeit und Mühe, die du in unsere Ausbildung und die strukturierte Weitergabe deines Wissens investierst. Lieber Marco, danke, dass wir deine Hallenzeit und die Tatami mal wieder so unkompliziert nutzen durften.