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Prüfungen im Aikido

Die Graduierungen im Aikido sind Rückmeldungen zum individuellen Fortschritt. Diese Graduierungen werden in der Regel durch Prüfungen erlangt. Die ersten Prüfungen erstrecken sich auf die fünf vorbereitenden Kyu-Grade, an die sich die Dan-Grade, die eigentlichen Stufen im Aikido, anschließen. Die Kyu-Grade werden dabei rückwärts gezählt, die Dan-Grade dann vorwärts. Die Prüfungen erstrecken sich vom 5. Kyu bis zum 5. Dan (höhere Dan-Grade werden dann verliehen). Der erste Aikido-Grad ist bei uns also der 5. Kyu, davor ist man ungraduiert (manchmal auch als 6. Kyu bezeichnet). Das Wort Kyu 級 bedeutet Klasse, das Wort Dan 段 bedeutet Stufe.

Während die Kyu-Prüfungen bei uns mit wenig Aufwand von Markus Hansen im Training abgenommen werden können, werden die Dan-Prüfungen auf Bundesebene organisiert, so dass eine Anmeldung über den Aikido-Lehrer im Vorfeld erforderlich ist. Wenn man soweit ist, den nächsten Grad zu erlangen, wird man vom Lehrer geprüft oder - sofern eine Anmeldung erforderlich ist - entsprechend angesprochen.

Voraussetzungen für Graduierungen

Die wichtigsten Voraussetzungen, um einen Aikido-Grad zu erlangen, sind Kontinuität und Ernsthaftigkeit. Es gibt nichts, was regelmäßiges und konzentriertes Training bei einem Aikido-Lehrer, auf den man sich einlässt, ersetzen könnte. Unser Aikido-Training in Kiel ist nicht auf Prüfungen ausgerichtet, denn es gibt sehr viel im Aikido zu entdecken, was sich nicht in Prüfungsprogrammen ausdrücken lässt. Im Vordergrund auf der Matte steht vielmehr die Arbeit an sich selbst. Die Graduierungen sind lediglich Begleiterscheinungen davon, die nicht im Fokus stehen. Neben dem regulären Training sollten auch unsere Aikido-Lehrgänge besucht werden. Weitere Lehrgänge mit Lehrern, die zu unserem Aikido gut passen, werden üblicherweise im Training von Markus empfohlen. Für Dan-Prüfungen ist zudem der Besuch bestimmter Lehrgänge verpflichtend nachzuweisen.

Ablauf einer Prüfung

Nach Aufruf betreten Prüfling und ggf. Uke die Matte und grüßen den oder die Prüfer durch Verbeugung im Stand. Anschließend wenden sich beide Partner zueinander und grüßen einander auf gleiche Weise. Uke geht nach vorn in Kamae, Nage reagiert und geht nach hinten in Kamae. Die vom Prüfer angesagten Techniken werden unter ständigem Wechsel von Seite (links/rechts), Position (ai-/gyaku-hanmi) und Eingang (irimi/tenkan) vorgeführt, ggf. auch in unterschiedlichen Variationen, bis ein Zeichen zur Beendigung gegeben wird. Falls erforderlich, verlangt der Prüfer besondere Ausführungsformen. Nach Beendigung der Prüfung bzw. des Teilfaches verbeugen sich die Partner (Nage und Uke) erst zueinander und dann gemeinsam zum Prüfer, bevor sie die Mattenfläche wieder verlassen.

Prüfungsinhalte

Prüfungsfächer sind - je nach angestrebtem Grad - die Fallschule (Ukemi-Waza), Wurftechniken (Nage-Waza), Hebeltechniken (Katame-Waza), die Abwehr freier Angriffe (Jiyu-Waza), vorgegebene Formen (Kata), Abwehr von Angriffen mit Waffen (Jo, Tanto, Bokuto), Techniken im Sitzen (Hanmi-hantachi-Waza, Suwari-Waza), verkettete Techniken (Kaeshi-Waza, Renzoku-Waza), Abwehr mehrerer Angreifer (Morote-Waza) und so weiter. Dan-Prüfungen enthalten auch theoretische Prüfungsfächer. Die genauen Prüfungsinhalte für einen Grad kann man bei seinem Aikido-Lehrer erfragen.

Die systematische Bearbeitung der Prüfungsinhalte dient dazu, dass sich Aikidoka auf ihrem Weg mit den einzelnen Aspekten tiefergehend auseinandersetzen. Bestandene Prüfungen werden im Aikido-Pass dokumentiert. Graduierungen, die in anderen Aikido-Organisationen abgelegt wurden, werden in der Regel einfach akzeptiert. Wer bei uns regelmäßig trainieren oder auch weitere Graduierungen erlangen möchte, sollte sich dann aber schon auf unser Aikido einlassen.

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