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Sonne im Gesicht und Sand im Ohr


Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen – eine Seltenheit für einen Freitag-Nachmittag in Kiel. Beflügelt von diesem Naturschauspiel schnappte ich mir meine Aikido-Tasche und machte mich mit den anderen auf den Weg zum Training. Doch diesmal war das Ziel nicht die altbekannte Halle. Erwartet wurden wir von einem Markus in Keikogi und Sonnenbrille, der uns in Fluglotsenmanier die weitere Route zeigte: ab zum Strand!

Denn heute war es wieder Zeit für ein Strandtraining an der Ostsee. Wie letztes Jahr suchten wir uns einen schönen Platz am Falckensteiner Strand und grüßten auf ungewohntem Terrain an. Den Anfang läuteten Ausweichbewegungen aus Yokomen-Uchi ein, wo sich sofort die Eigenheiten des neuen Bodens bemerkbar machten und so manchen Nage zum Straucheln brachten. Spätestens bei der breiten Palette an Techniken und Angriffen, die uns Markus zum Üben überließ, wurde der gemeine Aikidoka zu kreativen Formen angeregt – sei es in Form von Sandstaub-Atemis oder bei Bodenhebeln mit dem Gesicht des Ukes in eine Sandburg hinein.

Nach zwei Stunden fleißigen Trainierens, währenddessen ebenfalls vorbeilaufende Passanten anfingen, die gezeigten Techniken mit sichtbarem Spaß auszuprobieren, beendete Markus das Training. Dabei schuf er noch eine Konkurrenz zum Sonnenschein, indem er eine bestandene Prüfung zum 5.Kyu verlauten ließ und somit Lara und Viktoria ein strahlendes Gesicht zauberte. 

Mit sandigen Ohren trotteten wir los, um die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen. Der Weg führte uns zu einem Schrebergarten, den Sandra und ihre Eltern freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Drei für die tolle Organisation. Bei Grill, Lagerfeuer und in gemeinsamer Runde fand dieses besondere Training letztlich seinen Abschluss. Hoffentlich auch im nächsten Jahr.