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Neue Graduierungen beim PSV Kiel


Einen ersten Erfolg gab es schon vor einigen Wochen in der Jugendgruppe. Als Steffi dort Fynn auf die Mitte der Matte bat und ihn eine Technik nach der anderen vorzeigen ließ, war schnell klar, Fynn macht heute seine erste Aikido-Prüfung. Würfe und Hebeltechniken aus verschiedenen Angriffen wollte Steffi sehen, dazu noch ein wenig Fallschule. Schließlich gab sie das Ergebnis bekannt: Fynn ist nun 5. Kyu Aikido. Und die vielen Lehrgänge, die er seitdem schon besucht hat, lassen darauf schließen, dass seine erste wohl auch nicht seine letzte Prüfung war. Nicht ganz so klar war den Erwachsenen, dass es sich um Prüfungen handelte, als Markus neulich einige Techniken sehr intensiv üben ließ und bei bestimmten Leuten sehr genau hinsah, einige Formen extra einforderte und auch immer wieder erinnerte: "Denk an Tenkan". Während die Kieler Aikidoka sonst auch immer wieder Verschnaufpausen im Training haben, wenn neue Techniken gezeigt und erklärt werden, sagte Markus an zwei Freitagen im Mai nur die Namen der Techniken an und schaute dann, was wohl dabei herauskam. Dabei wurde - rein zufällig - einmal das gesamte Prüfungsprogramm abgefragt und gezeigt. Tja, und heraus kam das hier: Im ersten Schwung bestanden Flo, Katja und Rene die Prüfung zum 5. Kyu Aikido, gestern im zweiten Schwung bestanden nun Angela, Caroline und Felix die Prüfung zum 4. Kyu Aikido. Allen sieben neu graduierten Aikidoka herzlichen Glückwunsch! :o)

Ein Bokken selbst schnitzen


Damit es nachher nicht heißt, keiner hätte was gesagt: Am 14./15. August 2010 (von 14:00 - 14:00 Uhr) besteht die Möglichkeit, sich bei einem Workshop im Kieler Vorort Kronshagen ein Bokuto, oft eher als Bokken bekannt, im Rahmen eines Workshops unter Leitung von Markus Hansen selbst herzustellen. Neben einer Einführung in unterschiedliche Formen der Schwerter verschiedener Schulen (z.B. Krümmung der Klinge, Ausarbeitung der Spitze), die jeweiligen Eigenschaften verschiedener Hölzer und Öle und einige Werkzeuge und Bearbeitungstechniken sowie dem eigentlichen Schneiden der Bokuto / Bokken ist auch ein morgendliches Aikido-Training mit den Erzeugnissen am Strand der Kieler Förde geplant. Die Kosten für Material, Werkzeug (zum Mitnehmen) und Verpflegung (wir wollen grillen) werden 120 Euro betragen. Wer will, kann sich zusätzlich noch ein T-Shirt mit dem Workshop-Logo anschaffen. Einige Plätze sind noch frei, weitere Informationen gibt es hier: Bokuto Workshop Kiel 2010.

Hallennutzung wieder freigegeben!


Laut einem Bericht der SHZ dürfen die von uns für das Aikido-Training genutzen Sporthallen der Berufsschule Am Ravensberg sowie der Gutenbergschule ab Freitag wieder genutzt werden. Die Sperrungen der Hallen aufgrund entwaiger Beeinträchtigungen der Statik durch eine erhöhte Schneelast auf den Dächern wurden aufgehoben. Damit findet das Aikido-Training in Kiel ab Morgen wieder wie gewohnt statt.

Jubiläumslehrgang mit Martin Glutsch in Kaltenkirchen


Während sich anscheinend die halbe Welt von Tief "Daisy" in Schnee eindecken ließ, machten einige Kieler Aikidoka sich am Wochenende auf, um das Aikido-Jahr 2010 mit einem Lehrgang zu beginnen. Die Aikido-Gruppe in Kaltenkirchen wurde vor fünf Jahren von Rolf Steenbock und Elke Kölln-Möckelmann gegründet und hat sich unter ihrer Leitung seitdem ganz anständig entwickelt. Zum fünfjährigen Jubiläum haben die Kaltenkirchener einen Lehrgang auf die Beine gestellt, der weit über Schleswig-Holstein hinaus für Andrang sorgte. Neben der bekannt guten Organisation von Elke und Rolf dürfte vor allem Martin Glutsch daran Anteil gehabt haben, der als Lehrer aus Baden-Württemberg anreiste und die ca. 100 Lehrgangsteilnehmer begeisterte.
Für uns Kieler war der Lehrgang in mehrfacher Hinsicht ein Vorgeschmack auf unseren nächsten Kieler-Woche-Lehrgang, den wir am 26./27. Juni 2010 zum zwölften Mal ausrichten werden. Auch bei uns in Kiel wird Martin Glutsch als Lehrer auf der Matte stehen, so dass wir (mindestens diejenigen, die ihn noch nicht kannten) von ihm an diesem Wochenende einen technischen Vorgeschmack präsentiert bekamen. Aber auch der Zuspruch des Publikums gab uns einen ersten Eindruck davon, was organisatorisch in diesem Jahr wohl auf uns zukommt.
In den letzten Jahren durften wir Martin Glutsch bereits auf Lehrgängen in (ebenfalls) Kaltenkirchen und Flensburg erleben. An Martins Technik gab es auch an diesem Wochenende wie gewohnt nichts auszusetzen, im Gegenteil wusste er erneut durch winzige Details und kleine aber feine Bewegungen zu faszinieren. Waren wir am ersten Tag des Lehrganges vorrangig damit beschäftigt, durch kurze Zentrumsbewegungen Führung über die Uke zu erlangen, ging es am zweiten Tag allein um Aikijo und Jo-Dori, d.h. Übungsformen mit Stäben. Viel zu schnell war auch das Training am Sonntag wieder zu Ende. Nachdem wir uns bei den Veranstaltern für die Organisation und bei Martin für das schöne Training bedankt hatten, machten wir uns auf den Heimweg durch das winterliche Schleswig-Holstein. Im Juni, wenn Martin zu uns nach Kiel kommt, liegt dann hoffentlich kein Schnee mehr. Aber so genau weiß man das hier in Kiel ja nie. Nachtrag: Es gibt vom gleichen Lehrgang auch Berichte von Tina und Andreas aus Hamburg.

Aikido-Landeslehrgang mit Markus Hansen in Berlin


Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! - Das war das Motto unseres Wochenend-Ausflugs. Der Aikido-Verband Berlin-Brandenburg hatte Markus Hansen als Lehrer zu einem Landeslehrgang eingeladen. Daher machten wir - Markus, Pay, Sven und ich - uns am Samstag Vormittag auf, um dann doch viel zu früh in Berlin aufzuschlagen und noch ein bißchen die Stadt zu erkunden.
Dann hieß es aber um 15:30 Uhr "rauf auf die Matte", die mit insgesamt 33 Aikidoka mehr als gut gefüllt war. Zuerst standen ein bißchen lockeres Aufwärmtraining von Pay und dann zwei kurze Techniken zum Einrollen auf dem Lehrgangsprogramm. Schon dabei wurde deutlich, warum die Berliner Markus als Lehrer eingeladen hatten - seine plastischen Erklärungen kamen sichtbar gut an.
Die Technik irimi nage wird sicher vielen in Erinnerung bleiben mit der alten Cowboy-, Postkutschen- und schöne-Frauen-Geschichte, die das Gleichgewichtsbrechen des Ukes sehr schön verdeutlichte. Häufiger wurde uns Kielern dann die Frage gestellt, ob Markus immer so passende Bilder und Denkhilfen für Bewegungen in seinem Aikido-Training einbaut. Ja, das kann man wohl sagen, was sich auch in der Technik shiho nage und der Assoziation des Kuchenteig-Ausleckens zeigte.
Doch selbst wenn mal eine Technik nicht so sauber und präzise ausgeführt wird, ist noch einiges zu retten, wie in den nächsten Techniken deutlich wurde. Dabei kamen unerfahrene Aikidoka wie auch alte Hasen voll auf ihre Kosten, da die meisten Bewegungen vielen bekannt waren, jedoch in einer anderen Kombination bzw. Schwerpunktlegung von allen fleißig geübt wurden. Was mir besonders gefallen hat, war, dass jeder mit jedem traininert hat, so dass man sich immer wieder auf andere Partner mit anderen Handgelenken und Zentren einstellen durfte und musste.
Um 18:00 Uhr war dann schon wieder Schluss mit der ersten Trainingseinheit, doch viele von uns blieben noch zusammen, um ein nahe gelegenes indisches Restaurant zu besuchen. Nach dieser sehr leckeren Stärkung ging es für uns Kieler zu Roger Zieger nach Hause, der uns für diese Nacht beherbergte. Vielen Dank, auch für das leckere Frühstück an euch, Barbara und Roger.
Nach einer mehr oder weniger ausgeruhten Nacht ging es am nächsten Tag um 10 Uhr auf der Matte weiter mit vielen Assoziationen und einprägsamen Erklärungen. Dabei zeigte uns Markus Bewegungen, die uns auf den ersten Blick unbekannt vorkamen. "Eigentlich steht nur der Uke andersrum" waren dann Markus Anmerkungen. Und als wir dann die Techniken mit der "richtigen" Uke-Position sahen, zeichneten sich in einigen Gesichtern Aha-Erlebnisse ab. Durch diese Reihenfolge, zuerst die "unbekannten" Bewegungen, dann die bekannten Techniken wie irimi nage oder ude kime nage, übten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die "neuen" Bewegungsformen in der Art und Weise, wie Markus sie vorne mit wechselnden Ukes zeigte, und nicht wie sie es schon immer ausgeführt hatten. Dann konnten sie das, worauf es Markus diesmal ankam, z.B. dass das Zentrum beim Abwurf in Abwurfrichtung zeigt, auch besser in ihre schon gelernten Formen einbauen.
Obwohl ich am Sonntag ein wenig angeschlagen war, gingen die zweieinhalb Stunden wie im Fluge vorbei. Nachdem sich die Lehrgangsleiterin Beate Heger mit einem Geschenk und sehr netten Worten bei Markus bedankt hatte, mussten wir uns von den vielen neuen Gesichtern, die nicht nur aus Berlin und Brandenburg, sondern auch aus Thüringen und Sachsen angereist waren, schon wieder verabschieden. Nach dem obligatorischen Mattenabbauen und Duschen hatte der gastgebende Verein Aikido Berlin-Charlottenburg noch ein leckeres Büffet mit vielen Leckereien (Kuchen, Scones und Obst) und Getränken zusammengestellt. So wurde noch das eine oder andere Gespräch geführt, bevor auf uns wieder eine vierstündige Autofahrt wartete. Vielen Dank auch für diese Köstlichkeiten und die Ausrichtung dieses Lehrganges, der uns Kielern eine Menge Freude bereitet hat und bei dem wir nette Mattenbekanntschaften gemacht haben!