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Weihnachtsmann beim Aikido in Kiel


Nachdem wir am letzten Freitag nach dem Training noch gemütlich zu einer Jahresabschlussfeier zusammengekommen waren, hat uns heute mal wieder der Weihnachtsmann im Training besucht. Dabei hat er nicht nur ein paar Leckereien aus seinem Jutesack hervorgezaubert, sondern auch gleich gezeigt, wie man sich wehrt, wenn jemand einem die wieder abnehmen will.
Auch wer die Hände voller Geschenktüten hat, kann durch geschickte Bewegungen wieder die Kontrolle über die Situation übernehmen und Uke elegant in die Ecke befördern. Apropos Uke: Einige tarnen sich inzwischen anscheinend als niedliche Weihnachtselfen. Beim Wurf fallen die Tarnkappen dann aber runter und man kann sie doch noch erkennen ...
An diesem Freitag ist noch einmal Training, danach ist erstmal Pause, bis es am 09. Januar 2009 (Freitag) bei den Großen und am 12. Januar 2009 (Montag) beim Nachwuchs wieder weitergeht. Euch allen fröhliche Feiertage und einen gesunden Start ins neue Jahr!

Jubiläumslehrgang: 20 Jahre Aikido-Club Harburg


Am 13. Dezember 1988 gründete Kai Kleeberg zusammen mit einigen anderen den Aikido-Club Harburg. Bis heute ist der Verein zu einem der größten in Norddeutschland angewachsen. Nach dem ersten Generationswechsel wird der ACH nun von Stefan Diercks geleitet. Ein paar Tage zu früh feierte der Verein am 15. November mit einem großen Lehrgang - fast 50 Leute waren auf der Matte - sein 20-jähriges Jubiläum.
Als Stefan mich anrief und fragte, ob ich bereit wäre, zum Jubiläumslehrgang zu kommen und mich an das vordere Mattenende zu stellen, habe ich mich sehr gefreut, denn mit diversen Leuten, die aus dem ACH stammen, habe ich schon so manch nettes Training und so manch netten Abend verbracht. Und auch wenn nicht alle Gesichter da waren, auf die ich mich gefreut hatte - leer war es in der Halle wirklich nicht. Wie erwartet hat das Training sehr viel Spaß gemacht - mir zumindest. ;-)
Die angenehme Athmosphäre in der Halle lag nicht nur an den freundlichen Birkenholzpaneelen, sondern daran, dass alle mit großem Eifer versuchten, das Gezeigte nachzuvollziehen. In der ersten Trainingseinheit ging es vor allem um die Kontrolle über den Uke - auch wenn man in der Technik unterwegs mal falsch abgebogen war oder beim Verhebeln die Hände frei brauchte.
Nach einer gemütlichen Kuchenpause fanden wir uns für das zweite Training wieder auf der Matte ein. Diesmal ging es darum, einen gemeinsamen Bewegungsfluss mit dem Uke auch über die einzelne Technik hinaus zu finden.
Nicht nur bei den aikidotechnischen Experimenten kam man sich näher, auch so manche Spielerei brachte die Leute aus den verschiedenen eingeladenen Vereinen zusammen. Am Ende des Trainings hatte man so viele verschiedene Leute mal in der Hand gehabt.
Ziemlich fix ging die Zeit vorbei. Nach den "Formalitäten" (Danke!) kam der eigentlich interessante Teil: Der ACH hatte neben einem leckeren Vorspeisenbuffet einen Koch eingeflogen, der den ganzen Abend eine Leckerei nach der anderen (und Shrimps) aus dem Wok zauberte. In gemütlichem Ambiente klang der Abend bei diversen netten und interessanten Gesprächen aus. Vielen Dank den Harburger Aikidoka für den schönen Tag! Ein weiterer Bericht vom gleichen Lehrgang ist bei der HTBU verfügbar.

Aikido-Lehrgang mit Martin Glutsch in Flensburg


Gestern und heute fand in Flensburg ein Aikido-Lehrgang bei der dortigen Uni-Gruppe statt. In der Flensburger Campus-Halle konnten die Aikidoka um Ines Heindl mehr als genug Teilnehmer auf der Matte begrüßen. Kein Wunder, denn mit Martin Glutsch aus Baden-Württemberg hatte ein Lehrer den weiten Weg auf sich genommen, der zweifelsfrei zum (nicht nur) technischen Kapital der deutschen Aikido-Szene gehört. Einige unserer Kieler Aikidoka hatten Martin im letzten Jahr bereits in Kaltenkirchen erlebt und waren entsprechend begeistert, dass es ihn wieder in den Norden verschlagen hatte. Fast wäre der Lehrgang noch abgesagt worden, begrüßte Martin uns. Vor einigen Wochen hatte er sich den Fuß gebrochen. Trotzdem ging er auf die Matte - und wer nichts wusste und nicht genau hinschaute, konnte den Gips unterm Hakama auch nicht erkennen. Die Bewegungen, die Martin zeigte, waren ruhig, schnörkellos und auf den Punkt wie immer. Auch als Uke hatte man überhaupt nicht den Eindruck, dass da irgendwie weniger Kontrolle gewesen wäre. Zuschauer hätten wahrscheinlich bei unseren Versuchen, das Gezeigte nachzuvollziehen, eher auf das ein oder andere Gipsbein bei uns getippt. :-) Am Samstag gab es zunächst einige wunderbar nach nichts aussehende Übungen, um Kontakt zum Zentrum des Partners aufbauen und wahrnehmen zu können, aus denen sich nach einem Atemi noch ganz nebenbei ein Kaiten Nage entwickelte. Darauf baute Martin dann Techniken zur Abwehr von Jo Tsuki auf. Sein Auge fürs Detail offenbarten die kleinen Korrekturen, die man nur noch umsetzen musste, um etwa den gleichen Effekt mit viel weniger Kraftaufwand zu erreichen - sehr spannend und nebenbei auch angenehm schweißtreibend. Nach dem Training hatten Ines und ihre fleißigen Helferinnen noch leckere Sachen in ihrem Institut vorbereitet. Da wir zwischenfuhren, haben wir vom Abendprogramm aber leider nichts mitbekommen. Vom Candlelight-Dinner mit lauter gesunden Sachen und Stromausfall wurde uns von den anderen Aikidoka aber sehr positiv berichtet. Am Sonntag hatten wir dann alle einen Stab in der Hand. Martin übte mit uns zum Warmwerden einige Grundformen des Aikijo. Danach zeigte er die erste Sequenz der 31-Jo-Kata, die wir Schritt für Schritt nachvollzogen, um anschließend ebenso häppchenweise die Anwendung im Kumijo zu erarbeiten. Und das war so spannend, dass ich am Sonntag keine Bilder mehr gemacht habe. Nach Gruppenbild, gemeinsamen Mattenabbau und erfrischender Dusche gab es noch Kaffee und Kuchen - ein inhaltlich wie organisatorisch ausgesprochen angenehmer Lehrgang. Allen, die daran mitgewirkt haben, daher nochmal ein herzliches Dankeschön vom Aikido in Kiel! Noch eine gute Nachricht zum Schluß: Die Vorbereitungen laufen, um Martin auch im nächsten Jahr zu einem Lehrgang ins schöne Schleswig-Holstein zu bekommen. Nachtrag: Einen weiteren Bericht mit weiteren Bildern gibt es auf den Seiten des AVSH: Flensburger Dunkel.

Aikijo unter freiem Himmel


 Die Halle war am Mittwoch gesperrt, also sind wir raus in den Garten. Da das Fallen im Grass meist grüne Flecken hinterläßt, die aus dem Keikogi auch nicht wirklich gut wieder rausgehen, haben wir uns ein wenig handliches Holz geschnappt, um ein paar Formen mit dem Jo zu üben. Es war wirklich sehr sonnig, weshalb auf den meisten Bildern die Aikidoka mit ihren weißen Klamotten leuchten wie die Außerirdischen. Bei der Form, mit der wir am Mittwoch angefangen haben, handelt es sich um eine lockere Verknüpfung von Grundformen, bei denen eine Partnerin oder ein Partner gegenüber jeweils (punkt-) gespiegelt die gleichen Bewegungen macht. Das erleichtert das Finden des Rythmus, auch die Abfolge der Bewegungen lernt sich so leichter. Und es macht unheimlich Spaß, vor allem unter freiem Himmel. Hoffentlich ist im Sommer das Wetter gut, denn während der Ferien sind die Hallen leider komplett dicht. Eine Ausweichmöglichkeit wäre, zumindest einmal die Woche mit dem Holz durch den Garten zu turnen. Das Training mit Waffen ist eine gute Ergänzung für die waffenlose Körperarbeit. Viele Bewegungen entsprechen sich, Koordinationsvermögen und Präzisionsgefühl werden geschult. Insbesondere für die Abwehr bewaffneter Angreifer ist es unerlässlich, mit den Waffen auch selbst halbwegs umgehen zu können, damit z.B. die Distanzen richtig eingeschätzt werden. Nicht unbedingt das richtige Distanzgefühl hatte ein Zuschauer: Irgenwie haben die kleinen Tierchen mich wohl ganz doll lieb, zumindest ist der ganze Garten derzeit voller Marienkäfer und der hier flog eben auf mich. Er (oder sie?) ist mir nachher im Keikogi noch den Rücken runtergekrabbelt. Sowas kitzelt ein wenig und die Leute sind auch gut amüsiert, wenn man versucht, den kleinen Krabbelkäfer da wieder rauszubugsieren. Auch wenn es beim Aikijo genauso wie im Taijutsu darum geht, die Angriffsenergie aufzunehmen und umzulenken, sollte man mindestens hier doch schon wissen, wie man einen Schlag blockt und wie sich das anfühlt. Von dieser statischen Grundform ausgehend kann man sich dann immer weicher vorarbeiten. Pay hat mir seinen Jo (Eiche, geölt) dann hier gelassen, der kommt in den Kamin. Nach dem Training hatten einige Leute erfreulicherweise noch etwas Zeit, so dass wir bei Baguettes, Salaten etc. wieder neue Kräfte tanken und ein wenig schnacken konnten. Nächstes Mal wird das besser geplant und der Grill von den Schlingpflanzen befreit.

Hallensperrung am Mittwoch


Am Mittwoch, 02. Juli 2008, ist die Halle am Ravensberg wegen einer Schulveranstaltung gesperrt, so dass dort kein Training stattfinden kann. Wer im Training noch nicht mitbekommen hat, welches Alternativprogramm eingeplant ist, fragt bitte nach. :-) Ansonsten bitte schonmal vormerken, dass demnächst Sommerferien sind und dann sechs Wochen lang leider kein Training stattfinden kann. Direkt im Anschluss an die Sommerferien findet dann am 07. September in Kiel der "Tag des Sports" statt, bei dem wir auch wieder mit von der Partie sind. Nachtrag: Majo fragt, woher das Bild stammt: hier und hier :-)