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Aikido-Lehrgang in Eutin mit Markus Hansen


Für den 16. Juli hatte uns Ralf Appel von der Aikido-Union Schleswig-Holstein ganz herzlich zu einem Landeslehrgang nach Eutin eingeladen. Lehrer auf diesem Lehrgang war der Trainer der Kieler Aikidoka Markus Hansen, der wie immer auch einige seiner Schüler mitbrachte. Gut 30 Aikidoka waren der Einladung gefolgt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ralf ging es los mit dem Aufwärmen. Dazu spielten wir Kettenticker. Dabei bilden die getickten Personen eine Kette, welche mit jeder weiteren getickten Person wächst und wächst, bis schließlich nur noch einer übrig ist. Mit sehr viel Spaß war zu beobachten, wie versucht wurde, durch die Kette zu kommen, um auf die Rückseite zu gelangen, doch schlussendlich hat die Kette gewonnen. Da sehr viele neue Aikidoka dabei waren, wurde das ganze „Tüddelüt“ um die Technik weggelassen und wir konzentrierten uns auf das Wesentliche, die Technik.

Den Kielern ist die bildliche Beschreibung der Techniken von Markus wohlbekannt, für den Großteil der Teilnehmer war dies aber neu. Von Pömpel bis Getränkeflaschen war alles dabei. Doch alle waren sehr offen und übten mit Begeisterung die Techniken aus diesem neuen Blickwinkel. Zum Ende durften wir üben, den Kote-mawashi-Hebel mit so wenig Bewegung wie möglich auszuführen. Hierfür ist es wichtig, eine bewusste und kontrollierte Verbindung zu Ukes Zentrum aufzubauen.

Durch das Weglassen der ganzen Bewegungen drumherum war es aber auch für die neueren Aikidoka möglich, diese Technik zu üben, so dass einige strahlende Gesichter zu sehen waren, als es funktionierte. Jeder hatte wohl seine Highlights auf diesem Lehrgang und konnte mit neuen tollen Erfahrungen die Matte verlassen. Die Eutiner bedankten sich ganz herzlich bei Markus mit einem sehr liebevoll zusammengestellten Präsentkörbchen. Außerdem hatten sie Kuchen und Getränke vorbereitet, so dass man hinterher noch ein bisschen schnacken konnte.

Vielen Dank Ralf und sein Team für die Organisation, an Bente für den Bericht sowie an Martin für die Fotos.

Kein Aikido-Lehrgang zur Kieler Woche 2016


Lange stand der Termin für den Kieler-Woche-Lehrgang schon in unseren und auch in den Kalendern von auswärtigen Aikidoka. Leider war es in diesem Jahr organisatorisch schwierig bis unmöglich, die Hallenplanung in einem Zeitraum zu klären, der Organisation, Lehrerfindung und rechtzeitige Ausschreibung des Lehrgangs ermöglicht hätte. Nachdem wir die Zusage für die Hallennutzung erst am vergangenen Dienstag bekommen hatten und gleichzeitig erfuhren, dass wir unser normales Vereinstraining am Freitag nicht durchführen konnten, haben wir letzteres kurzfristig in die gebuchte Halle verlegt.

Aber obwohl alles so kurzfristig kam und parallel andere Veranstaltungen stattgefunden haben, war die Kerngruppe der Kieler Aikidoka zum Training unter dem Motto „Kieler-Woche-Nicht-Lehrgang“ erschienen und hatte ihre Waffe(l)n mitgebracht – wer lesen kann, ist klar im Vorteil. ;-)

Unsere Aikidoka hatten so richtig schön viel Mattenfläche, um auch mal ungestörter Techniken ausführen zu können. Nach einigen Einfühl-Übungen, in denen es darum ging, präzise und koordiniert erst Kontakt zu und später Kontrolle über Ukes Zentrum aufzubauen, haben wir eine Fülle von Techniken mit dem Stab geübt. Spannend hierbei war gerade die Koordination, aber auch die geänderte Distanz. Dies stellte uns vor eine Herausforderung, die wir Aikidoka jedoch gerne annahmen. – Trotz sehr unterschiedlicher Erfahrung im Umgang mit Waffen sah man lauter begeisterte, strahlende Gesichter. Ein Stabtraining mit so viel Platz und Zeit gibt es schließlich nicht alle Tage.

Abgerundet wurde das Training von einer entspannenden, passiven Gymnastik in der lichtdurchfluteten Halle. Traditionell ging es dann mit dem Kreis der Aikidoka abends noch auf die Kieler Woche. Dabei stießen einige weitere bekannte Gesichter zu uns, die wir vermisst hatten. So hatten wir zur Kieler Woche 2016 wie jedes Jahr ein Aikido-Training mit interessanten Techniken, aber auch genügend Raum für Zwischenmenschliches.

Vielen Dank an Sven für die Fotos!

Am Feuerkorb


Mist, es ist kein Training! – So betitelt kam vor kurzem eine Einladung von unserem Lehrer Markus über soziale und nicht-soziale Netzwerke bei unserer Gruppe an. Warum nicht die trainingsfreie Zeit nutzen, um mal wieder ein bisschen Zeit neben der Matte miteinander zu verbringen?

Ein quasi fester Bestandteil dieser Aikido-Gemeinschaft, den nicht nur ich sehr zu schätzen weiß. Wir trainieren regelmäßig miteinander auf der Matte und fahren zu Lehrgängen, unternehmen aber auch neben der Matte gemeinsam in wechselnder Konstellation verschiedene Dinge. Es gab schon Tierparkbesuche (mit Ponyreiten für alle!), Konzertbesuche, unzählige Parties, Budo-Kino-Abende, Pizza-, Burger-, Chinesen-Besuche … Kurzum: Diese bunt gemischte Aikido-Gruppe lebt von dem Miteinander auf und neben der Matte und nimmt dabei jeden netten Menschen herzlich auf.

Gestern nun haben wir einen gemütlichen, trainingsfreien Abend am Feuer verbracht mit allem, was man zum Wärmen braucht: Stockbrot, aufgespießte Würstchen und selbstgebrautes Bier. Leider hatten wir ferienbedingt einige Absagen, saßen dann aber doch mit immerhin 14 Aikidoka um die Glut im Feuerkorb in Markus Garten. Das Stockbrot schmeckte so lecker, dass wir schon nach kurzer Zeit neuen Teig anrühren mussten und schnell auch noch Bacon und Käse aus einem nahegelegenen Supermarkt dazu holten. Beim Rösten am Stock konnte man schön einen ausschnacken, so dass auch kurze Regenschauer uns nicht störten. Am Montag geht zum Glück das Training wieder los - dann können wir Brot, Bier, Bacon, Käse und Würstchen wieder abtrainieren.

Waterkant 2015


Seit Monaten freute ich mich auf diesen Lehrgang und nun war es endlich soweit – der Aikido-Lehrgang an der Waterkant mit Markus Hansen aus Kiel. Und so kam es, dass sich Ende November 32 Aikidoka aus sieben Bundesländern zu einem gemeinsamen Lehrgang in Scharbeutz an der Ostsee trafen, um miteinander einige Stunden auf und neben der Matte zu verbringen.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde bei der man sich freute, alte aber auch neue Gesichter zu sehen, und die organisatorischen Dinge geklärt wurden, ging es dann endlich auf die Matte. Nun war Markus an der Reihe und heizte uns mit einem Aufwärmspiel, bei dem wir uns gegenseitig kennenlernen sollten, so richtig ein.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der Hilfe der Kieler (die das Aufwärmspiel kannten) hatte irgendwann auch der letzte das Spiel verstanden und wir rannten abwechselnd über die Matten, nannten uns beim Abknien gegenseitig unsere Namen und hatten sichtlich unseren Spaß bei diesem Spiel. Anschließend legte Markus bei seinem Training viel Wert darauf, dass wir unsere Uke durch die richtige Positionierung, Führung und Zentrumseinsatz aus dem Gleichgewicht bringen. Auf seine angenehme Art und Weise demonstrierte er uns immer wieder, nicht an unseren Uke herumzuziehen oder zu drücken. So reicht es beim Kaiten-nage-soto in der Endposition aus, sich auf einen Barhocker zu setzen (Zentrum senken) und dem Uke sanft über den Kopf zu streicheln, um ihn ins Kippen zu bringen.

Am Samstagmorgen stand das Training in der Stille auf dem Programm. Durch seine Mimik und Gestik zeigte uns Markus, wie wir die Techniken ausführen sollten, und lies uns während des Trainings auch immer wieder selber „spüren“, wie er sich die Ausführung der einzelnen Techniken vorstellte. Durch die Stille fand ein sehr konzentriertes, meditatives Üben statt. In der anschließenden langen Mittagspause konnte man sich dann in der Ostsee-Therme, bei einem Strandspaziergang oder einem Nickerchen entspannen, bis es wieder Zeit für das nächste Training war.

Bei dieser Einheit legte uns Markus nahe, bei einer neuen Technik dem Nage nicht sofort Verbesserungsvorschläge zum Ausführen der Technik zu geben, sondern sich auf die Technik einzulassen und als Uke so viel Zentrum zu geben das der Nage spüren kann, in welche Richtung es gehen sollte, um das Gleichgewicht des Uke zu brechen. Am Ende dieser Trainingseinheit demonstrierte er uns noch, dass es auch möglich ist, das Zentrum mehrerer Uke gleichzeitig zu führen, in dem man hintereinander stehende Uke einzeln andockt und durch eine minimale Zentrumsbewegung zum Schwanken bringt.

Das absolute Highlight an diesem Wochenende war das Training im Dunkeln. Gespannt, was uns wohl erwarten würde, empfing uns Sandra vor der Halle. Sie gab uns Knicklichter, die wir an den Handgelenken und beliebig am Körper befestigen sollten, damit wir auf der Matte erkennbar wären. In der dunklen Halle waren die Mattenränder zur Orientierung mit roten Knicklichtern ausgelegt und Markus (ganz in schwarz mit vielen Knicklichtern versehen) wartete bereits, um das Training zu beginnen.

Durch seine bildliche Darstellung, welche uns an diesem Wochenende oft zum Lachen brachte, schaffte er es auch hier, dass wir die Techniken (auch nichts sehend) verstanden und ausführen konnten. Wer allerdings glaubte, auf der sicheren Seite zu sein, irrte sich. Auch im Dunklen erkannte Markus, wenn wir unsere Techniken nicht nach seinen Vorstellungen ausführten. Da bei diesem Training alle besonders aufeinander acht gaben, verlief auch dieses Training verletzungsfrei ab.

Bei unserem letzten Training an diesem Wochenende zeigte uns Markus mit seiner beispielhaften Darstellungsweise, den Irimi-nage zu führen indem man das Ohr des Uke als Pömpel an die Schulter ansaugt, oder wie kraftlos Aikido funktionieren kann wenn man sich beim Aiki-otoshi nicht mit dem Gewicht des Uke auseinandersetzen muss. Am Ende dieses Trainings hatten wir durch den Finger-an-die-Nase-Wurf und besonders durch den spontanen Nase-Nase-Wurf nochmals kräftig was zu lachen.

Am Lehrgangsende waren sich alle einig, dass wir uns über eine Fortführung des Lehrgangs in 201X freuen und gerne wieder „freiwillig“ am Waterkant-Lehrgang teilnehmen. Ein herzliches Dankeschön an Sandra für die Organisation dieses Lehrgangs und an Markus für das inspirierende Training an diesem Wochenende.

Vielen Dank an Marina aus Böblingen für den Lehrgangsbericht, sowie an alle, die Fotos beigesteuert haben.

07. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Werner Conradi


In diesem Jahr hatte unsere Kieler Aikido-Gruppe zum Schietwetterlehrgang Werner Conradi aus Hamburg eingeladen. Werner kam mit einigen seiner Schüler angereist, insgesamt konnten wir knapp 30 Aikidoka aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen auf der Matte begrüßen. Der Lehrgang fand statt in der Gymnastikhalle im Sportforum der Universität Kiel, damit genau in der Halle, in der Werner und ich uns vor 23 Jahren bei einem Lehrgang kennengelernt hatten.

Nachdem Werner sich der Gruppe vorgestellt hatte, ging es nach einer kurzen Gymnastik auch gleich los. Mit klarem Bewegungsvorbild leitete Werner die Gruppe an, zeigte deutlich, welche Aspekte der Aikido-Techniken ihm besonders am Herzen lagen. In immer wieder wechselnden Paarungen eiferten wir ihm nach, um nachzuvollziehen, was er uns präsentierte.

Wie eigentlich immer bei unseren Kieler Lehrgängen waren auch Aikidoka aus anderen Aikido-Richtungen anwesend, was das Training um eine zusätzliche, spannende Komponente bereicherte. Wie bewegst Du Dich? Wie kennst Du das? Wie fasst Du an, wie stehst Du beim Abwurf? Warum will ich mich eigentlich lieber so drehen und Du andersherum? Unermüdlich kam Werner zu den Aikidoka, um nochmal nachzukorrigieren oder weitere Hinweise zu geben.

Trotz einer Trinkpause sah man am Ende des Nachmittages so manche Schweißperle auf so mancher Stirn. Und immer wieder angenehm erschöpfte Gesichter, zumeist mit einem zufriedenen Lächeln. Werners Unterricht war sichtlich gut angekommen. Mit einem (honigsüßen) Geschenk bedankten wir uns gern bei ihm. Nach dem gemeinsamen Mattenabbau gab es dann bei einem von den Kieler Aikidoka liebevoll zusammengestellten Kuchenbuffet noch so manchen netten Klönschnack.

Vielen Dank an Sven für die Bilder sowie an alle für Kuchenspenden und fürs Mitanpacken.