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08. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


Endlich hat es geklappt! Der Schietwetter-Lehrgang in Kiel fand in diesem Jahr bei regnerisch-kühlem und von tief hängenden Wolken verdunkeltem Novemberwetter statt. Alle früheren „Schietwetter“-Lehrgänge mussten mit strahlendem Sonnenschein auskommen. Jetzt war es richtig schön diesig.

Nach den ersten, freudigen Wiedersehensgesprächen wärmte Markus Hansen die bummelig 35 Aikidoka mit der von uns auf „Seerose“ getauften Bodenübung auf. Hierbei setzte sich jeder mit gestreckten und weit gespreizten Beinen auf die Matte und rollte sich seitlich über Arme und Rücken kreisförmig ab, so dass er hinterher wieder zum Sitzen kam – soweit, so einfach. Interessanter wird die Seerose als Partnerübung, wobei sich die Aikidoka Rücken an Rücken auf den Boden setzen und sich gleichzeitig in die gleiche Richtung abrollen. Hat das geklappt, sitzen die beiden am Ende wieder Rücken an Rücken und können gleich weitermachen. „Zwei links, zwei rechts“, war hierbei häufiger zu hören. Richtig lustig wurde die Übung mit drei, fünf und zehn Aikidoka, da die vielen durcheinander wirbelnden Gliedmaßen einiges an Koordination und auch Humor erforderten. Hier konnte man deutlich erkennen, warum die Übung ihren Namen „Seerose“ bekommen hat. Sogar mit allen anwesenden Aikidoka ist eine sehr große Seerose gelungen – ein Riesenspaß!

Nachdem alle Aikidoka durch dynamische Uke-Nage-Wechseltechniken vollends aufgewärmt waren, startete Markus Hansen mit den eigentlichen Aikido-Techniken. Hierbei wurde besonders viel Augenmerk auf das feine und möglichst entspannte Spiel mit dem Zentrum des Übungspartners gelegt. Die Techniken übten insbesondere das wirkungsvolle Absenken des eigenen Zentrums (auch liebevoll „Barhocker des Todes“ genannt) verbunden mit der leicht veränderten Neu-Ausrichtung auf den Uke. Besonders deutlich wurde dies bei einem Tekubi-osae: „Es kann leicht überprüft werden, ob diese Technik richtig angewandt wird: Wenn sich Nage langsam bis zum Boden absenkt und Uke folgen muss, dann ist es richtig“ – so Markus Hansen. Ein weiterer, wichtiger Aspekt waren entspannte Schultern, Arme und Bauch („Stöpsel ziehen“). Sind diese angespannt, hilft dies dem Angreifer, da er auf die Kraft mit einer ebenso großen oder größeren Gegenkraft reagiert. Damit ist ein harmonisches Führen des Angreifer-Zentrums nicht mehr möglich.

Es waren Aikidoka aller Graduierungen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und sogar aus Brandenburg gekommen. Insgesamt waren so fünf Aikido-Richtungen vertreten, was die Ausführung der Techniken in den unterschiedlichen Paarungen besonders interessant machte. Hierbei konnten wir häufig wertvolle Erkenntnisse über alternative Bewegungsformen und Arten der Ausführung gewinnen.

Wie immer führte Markus Hansen die Techniken, mit großer Expertise, deutlichen Details und seinem typischen Humor vor. Ein Beispiel hierfür war die Abschlussfixierung beim Kote-hineri, bei der Markus das Eindrehen des Beckens durch das „Hochlaufen“ seiner Finger auf dem Rücken des bereits liegenden Ukes verdeutlichte: „Geht ein Mann die Treppe hinauf ...“ – das (An-)Klopfen hat dann der Uke an diesem Punkt "freiwillig" erledigt.

Markus Unterricht hat allen sichtlich Spaß gemacht. Wir bedankten uns bei ihm mit einem leckeren Geschenk, was Markus überraschte und deutlich erfreute: ein ganzer Schinken zum wegnaschen.

Zum Abschluss gab es ein von den Kieler Aikidoka mitgebrachtes, reichhaltiges Büffet und noch so manch netten Klönschnack.

Vielen Dank an Martin für den Bericht, an André und Chris für die Bilder sowie an alle für die Büffetspenden und fürs Mitanpacken.

Aikido-Lehrgang in Eutin mit Markus Hansen


Für den 16. Juli hatte uns Ralf Appel von der Aikido-Union Schleswig-Holstein ganz herzlich zu einem Landeslehrgang nach Eutin eingeladen. Lehrer auf diesem Lehrgang war der Trainer der Kieler Aikidoka Markus Hansen, der wie immer auch einige seiner Schüler mitbrachte. Gut 30 Aikidoka waren der Einladung gefolgt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ralf ging es los mit dem Aufwärmen. Dazu spielten wir Kettenticker. Dabei bilden die getickten Personen eine Kette, welche mit jeder weiteren getickten Person wächst und wächst, bis schließlich nur noch einer übrig ist. Mit sehr viel Spaß war zu beobachten, wie versucht wurde, durch die Kette zu kommen, um auf die Rückseite zu gelangen, doch schlussendlich hat die Kette gewonnen.

Da sehr viele neue Aikidoka dabei waren, wurde das ganze „Tüddelüt“ um die Technik weggelassen und wir konzentrierten uns auf das Wesentliche, die Technik. Den Kielern ist die bildliche Beschreibung der Techniken von Markus wohlbekannt, für den Großteil der Teilnehmer war dies aber neu. Von Pömpel bis Getränkeflaschen war alles dabei. Doch alle waren sehr offen und übten mit Begeisterung die Techniken aus diesem neuen Blickwinkel.

Zum Ende durften wir üben, den Kote-mawashi-Hebel mit so wenig Bewegung wie möglich auszuführen. Hierfür ist es wichtig eine bewusste und kontrollierte Verbindung zu Ukes Zentrum aufzubauen. Durch das Weglassen der ganzen Bewegungen drumherum war es aber auch für die neueren Aikidoka möglich, diese Technik zu üben, so dass einige strahlende Gesichter zu sehen waren, als es funktionierte.

Jeder hatte wohl seine Highlights auf diesem Lehrgang und konnte mit neuen tollen Erfahrungen die Matte verlassen. Die Eutiner bedankten sich ganz herzlich bei Markus mit einem sehr liebevoll zusammengestellten Präsentkörbchen. Außerdem hatten sie Kuchen und Getränke vorbereitet, so dass man hinterher noch ein bisschen schnacken konnte.


Vielen Dank Ralf und sein Team für die Organisation, an Bente für den Bericht sowie an Martin für die Fotos.

Waterkant 2015


Seit Monaten freute ich mich auf diesen Lehrgang und nun war es endlich soweit – der Aikido-Lehrgang an der Waterkant mit Markus Hansen aus Kiel. Und so kam es, dass sich Ende November 32 Aikidoka aus sieben Bundesländern zu einem gemeinsamen Lehrgang in Scharbeutz an der Ostsee trafen, um miteinander einige Stunden auf und neben der Matte zu verbringen.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde bei der man sich freute, alte aber auch neue Gesichter zu sehen, und die organisatorischen Dinge geklärt wurden, ging es dann endlich auf die Matte. Nun war Markus an der Reihe und heizte uns mit einem Aufwärmspiel, bei dem wir uns gegenseitig kennenlernen sollten, so richtig ein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der Hilfe der Kieler (die das Aufwärmspiel kannten) hatte irgendwann auch der letzte das Spiel verstanden und wir rannten abwechselnd über die Matten, nannten uns beim Abknien gegenseitig unsere Namen und hatten sichtlich unseren Spaß bei diesem Spiel.

Anschließend legte Markus bei seinem Training viel Wert darauf, dass wir unsere Uke durch die richtige Positionierung, Führung und Zentrumseinsatz aus dem Gleichgewicht bringen. Auf seine angenehme Art und Weise demonstrierte er uns immer wieder, nicht an unseren Uke herumzuziehen oder zu drücken. So reicht es beim Kaiten-nage-soto in der Endposition aus, sich auf einen Barhocker zu setzen (Zentrum senken) und dem Uke sanft über den Kopf zu streicheln, um ihn ins Kippen zu bringen.


Am Samstagmorgen stand das Training in der Stille auf dem Programm. Durch seine Mimik und Gestik zeigte uns Markus, wie wir die Techniken ausführen sollten, und lies uns während des Trainings auch immer wieder selber „spüren“, wie er sich die Ausführung der einzelnen Techniken vorstellte. Durch die Stille fand ein sehr konzentriertes, meditatives Üben statt. In der anschließenden langen Mittagspause konnte man sich dann in der Ostsee-Therme, bei einem Strandspaziergang oder einem Nickerchen entspannen, bis es wieder Zeit für das nächste Training war.


Bei dieser Einheit legte uns Markus nahe, bei einer neuen Technik dem Nage nicht sofort Verbesserungsvorschläge zum Ausführen der Technik zu geben, sondern sich auf die Technik einzulassen und als Uke so viel Zentrum zu geben das der Nage spüren kann, in welche Richtung es gehen sollte, um das Gleichgewicht des Uke zu brechen. Am Ende dieser Trainingseinheit demonstrierte er uns noch, dass es auch möglich ist, das Zentrum mehrerer Uke gleichzeitig zu führen, in dem man hintereinander stehende Uke einzeln andockt und durch eine minimale Zentrumsbewegung zum Schwanken bringt.


Das absolute Highlight an diesem Wochenende war das Training im Dunkeln. Gespannt, was uns wohl erwarten würde, empfing uns Sandra vor der Halle. Sie gab uns Knicklichter, die wir an den Handgelenken und beliebig am Körper befestigen sollten, damit wir auf der Matte erkennbar wären. In der dunklen Halle waren die Mattenränder zur Orientierung mit roten Knicklichtern ausgelegt und Markus (ganz in schwarz mit vielen Knicklichtern versehen) wartete bereits, um das Training zu beginnen. Durch seine bildliche Darstellung, welche uns an diesem Wochenende oft zum Lachen brachte, schaffte er es auch hier, dass wir die Techniken (auch nichts sehend) verstanden und ausführen konnten. Wer allerdings glaubte, auf der sicheren Seite zu sein, irrte sich. Auch im Dunklen erkannte Markus, wenn wir unsere Techniken nicht nach seinen Vorstellungen ausführten. Da bei diesem Training alle besonders aufeinander acht gaben, verlief auch dieses Training verletzungsfrei ab.


Bei unserem letzten Training an diesem Wochenende zeigte uns Markus mit seiner beispielhaften Darstellungsweise, den Irimi-nage zu führen indem man das Ohr des Uke als Pömpel an die Schulter ansaugt, oder wie kraftlos Aikido funktionieren kann wenn man sich beim Aiki-otoshi nicht mit dem Gewicht des Uke auseinandersetzen muss. Am Ende dieses Trainings hatten wir durch den Finger-an-die-Nase-Wurf und besonders durch den spontanen Nase-Nase-Wurf nochmals kräftig was zu lachen.

Am Lehrgangsende waren sich alle einig, dass wir uns über eine Fortführung des Lehrgangs in 201X freuen und gerne wieder „freiwillig“ am Waterkant-Lehrgang teilnehmen. Ein herzliches Dankeschön an Sandra für die Organisation dieses Lehrgangs und an Markus für das inspirierende Training an diesem Wochenende.

Vielen Dank an Marina aus Böblingen für den Lehrgangsbericht, sowie an alle, die Fotos beigesteuert haben.

07. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Werner Conradi


In diesem Jahr hatte unsere Kieler Aikido-Gruppe zum Schietwetterlehrgang Werner Conradi aus Hamburg eingeladen. Werner kam mit einigen seiner Schüler angereist, insgesamt konnten wir knapp 30 Aikidoka aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen auf der Matte begrüßen. Der Lehrgang fand statt in der Gymnastikhalle im Sportforum der Universität Kiel, damit genau in der Halle, in der Werner und ich uns vor 23 Jahren bei einem Lehrgang kennengelernt hatten.

Nachdem Werner sich der Gruppe vorgestellt hatte, ging es nach einer kurzen Gymnastik auch gleich los. Mit klarem Bewegungsvorbild leitete Werner die Gruppe an, zeigte deutlich, welche Aspekte der Aikido-Techniken ihm besonders am Herzen lagen. In immer wieder wechselnden Paarungen eiferten wir ihm nach, um nachzuvollziehen, was er uns präsentierte.

Wie eigentlich immer bei unseren Kieler Lehrgängen waren auch Aikidoka aus anderen Aikido-Richtungen anwesend, was das Training um eine zusätzliche, spannende Komponente bereicherte. Wie bewegst Du Dich? Wie kennst Du das? Wie fasst Du an, wie stehst Du beim Abwurf? Warum will ich mich eigentlich lieber so drehen und Du andersherum? Unermüdlich kam Werner zu den Aikidoka, um nochmal nachzukorrigieren oder weitere Hinweise zu geben.

Trotz einer Trinkpause sah man am Ende des Nachmittages so manche Schweißperle auf so mancher Stirn. Und immer wieder angenehm erschöpfte Gesichter, zumeist mit einem zufriedenen Lächeln. Werners Unterricht war sichtlich gut angekommen. Mit einem (honigsüßen) Geschenk bedankten wir uns gern bei ihm. Nach dem gemeinsamen Mattenabbau gab es dann bei einem von den Kieler Aikidoka liebevoll zusammengestellten Kuchenbuffet noch so manchen netten Klönschnack.



Vielen Dank an Sven für die Bilder sowie an alle für Kuchenspenden und fürs Mitanpacken.

16. Kieler-Woche-Lehrgang mit Markus Hansen


Die Kieler Woche ist nicht nur etwas für Segelbegeisterte - das wurde am vergangenen Wochenende wieder einmal unter Beweis gestellt. Motiviert und gut gelaunt versammelten sich am Samstagnachmittag bereits zum 16. Mal Aikidoka aus ganz Deutschland in den Sportstätten der Uni Kiel, um am diesjährigen Kieler-Woche-Lehrgang teilzunehmen. Da der ursprünglich geplante Lehrer leider nicht kommen konnte, hatte Markus Hansen die Leitung des Lehrgangs übernommen.

Nach einer kurzen Aufwärmphase, bei der sich alle schon einmal näher „kennenlernen“ konnten, ging es dann auch gleich los mit Kokyu-Nage zum „Einrollen“. Durch wechselnde Wurf- und Führungstechniken und wie immer anschauliche Erklärungen und Feedback sorgte Markus für viel Abwechslung und Spaß auf der Matte. Nach 3 Stunden intensiven Trainings wurde so manchem bei den, für die Kieler Woche untypisch hohen Temperaturen, ordentlich warm. Trotzdem gab es am Ende des Tages viele lachende Gesichter und leuchtende Augen, vor allem nachdem Markus wieder einmal demonstriert hatte, wie wenig Bewegung und Kraft nötig ist, um Uke zu Fall zu bringen.

Doch, wie man so sagt: „Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören.“ - Ehe wir’s uns versahen, war die Zeit auch schon wieder verflogen und alle freuten sich im Anschluss über ein leckeres, von den Kieler Aikidoka organisiertes, Buffet. Bevor sich jedoch alle auf das Essen und die Getränke stürzten, überreichte Sven Markus noch ein Geschenk als Dankeschön für seinen Einsatz und ein Gruppenfoto durfte natürlich auch nicht fehlen.

Nachdem sich alle schon einmal „vorgestärkt“ hatten, ging es später am Abend noch auf die Kieler Woche, wo wir in gemütlicher Runde vom Rathaus bis zur Kiellinie schlenderten und den erfolgreichen Tag entspannt ausklingen ließen.

Vielen Dank an Markus für den spannenden Lehrgang und die tollen, neuen Erfahrungen.


Herzlichen Dank an Lara für den Bericht, an Sven für die Fotos, an Isabelle und Sandra für die Unterstützung bei der Organisation sowie an alle, die mal wieder vorbildlich zum Gelingen des Lehrganges beigetragen haben.