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Aikido-Lehrgang mit Martin Glutsch in Flensburg


Gestern und heute fand in Flensburg ein Aikido-Lehrgang bei der dortigen Uni-Gruppe statt. In der Flensburger Campus-Halle konnten die Aikidoka um Ines Heindl mehr als genug Teilnehmer auf der Matte begrüßen. Kein Wunder, denn mit Martin Glutsch aus Baden-Württemberg hatte ein Lehrer den weiten Weg auf sich genommen, der zweifelsfrei zum (nicht nur) technischen Kapital der deutschen Aikido-Szene gehört. Einige unserer Kieler Aikidoka hatten Martin im letzten Jahr bereits in Kaltenkirchen erlebt und waren entsprechend begeistert, dass es ihn wieder in den Norden verschlagen hatte. Fast wäre der Lehrgang noch abgesagt worden, begrüßte Martin uns. Vor einigen Wochen hatte er sich den Fuß gebrochen. Trotzdem ging er auf die Matte - und wer nichts wusste und nicht genau hinschaute, konnte den Gips unterm Hakama auch nicht erkennen. Die Bewegungen, die Martin zeigte, waren ruhig, schnörkellos und auf den Punkt wie immer. Auch als Uke hatte man überhaupt nicht den Eindruck, dass da irgendwie weniger Kontrolle gewesen wäre. Zuschauer hätten wahrscheinlich bei unseren Versuchen, das Gezeigte nachzuvollziehen, eher auf das ein oder andere Gipsbein bei uns getippt. :-) Am Samstag gab es zunächst einige wunderbar nach nichts aussehende Übungen, um Kontakt zum Zentrum des Partners aufbauen und wahrnehmen zu können, aus denen sich nach einem Atemi noch ganz nebenbei ein Kaiten Nage entwickelte. Darauf baute Martin dann Techniken zur Abwehr von Jo Tsuki auf. Sein Auge fürs Detail offenbarten die kleinen Korrekturen, die man nur noch umsetzen musste, um etwa den gleichen Effekt mit viel weniger Kraftaufwand zu erreichen - sehr spannend und nebenbei auch angenehm schweißtreibend. Nach dem Training hatten Ines und ihre fleißigen Helferinnen noch leckere Sachen in ihrem Institut vorbereitet. Da wir zwischenfuhren, haben wir vom Abendprogramm aber leider nichts mitbekommen. Vom Candlelight-Dinner mit lauter gesunden Sachen und Stromausfall wurde uns von den anderen Aikidoka aber sehr positiv berichtet. Am Sonntag hatten wir dann alle einen Stab in der Hand. Martin übte mit uns zum Warmwerden einige Grundformen des Aikijo. Danach zeigte er die erste Sequenz der 31-Jo-Kata, die wir Schritt für Schritt nachvollzogen, um anschließend ebenso häppchenweise die Anwendung im Kumijo zu erarbeiten. Und das war so spannend, dass ich am Sonntag keine Bilder mehr gemacht habe. Nach Gruppenbild, gemeinsamen Mattenabbau und erfrischender Dusche gab es noch Kaffee und Kuchen - ein inhaltlich wie organisatorisch ausgesprochen angenehmer Lehrgang. Allen, die daran mitgewirkt haben, daher nochmal ein herzliches Dankeschön vom Aikido in Kiel! Noch eine gute Nachricht zum Schluß: Die Vorbereitungen laufen, um Martin auch im nächsten Jahr zu einem Lehrgang ins schöne Schleswig-Holstein zu bekommen. Nachtrag: Einen weiteren Bericht mit weiteren Bildern gibt es auf den Seiten des AVSH: Flensburger Dunkel.

10. Kieler-Woche-Lehrgang mit Ernst Schmidt


Am Samstag, 21. Juni 2008, war nicht nur Sommeranfang - zum zehnten Mal in Folge hat unsere Aikido-Gruppe einen Aikido-Lehrgang zur Kieler Woche ausgerichtet. Freundlicherweise hatten uns die Preetzer Aikidoka mit Matten ausgeholfen (Danke!), denn 54 Aikidoka aus 11 Vereinen hatten sich angemeldet und bis zu 600km Weg auf sich genommen, um einen Nachmittag unter Leitung von Ernst Schmidt gemeinsam Aikido zu üben. Einige waren dann zwar aufgrund von Krankheit oder Verkehrshindernissen leider doch nicht gekommen, aber auch so war es nicht leer auf der Matte.
Der große Andrang mag zum einen daran liegen, dass wir den Lehrgang im Laufe der Jahre etabliert haben und sich die Kieler Aikidoka bei der Ausrichtung besonders viel Mühe geben (insbesondere das kleine Buffet danach wurde mehrfach lobend erwähnt). Zum anderen ist Ernst aber ein Geheimtipp für wunderschönes Aikido, dem man die nun vierzig Jahre Erfahrung auf der Matte sowohl in der eleganten Ausführung der Techniken als auch in seinem Unterrichtsstil deutlich anmerkt. Ob Jung, ob alt, Anfänger oder Fortgeschrittene - Ernst fand zu allen den richtigen Zugang und konnte ihnen noch die eine oder andere Anregung mit auf den Weg geben.
Durch eine Aikido-Vorführung von Ernst bin ich selbst 1986 zum Aikido gekommen und habe dann ca. 10 Jahre in Preetz bei ihm als meinem Lehrer trainiert. Meine Begeisterung für Aikido geht darauf zurück und meine Herangehensweise an das Ganze wurde deutlich von ihm geprägt. Zumindest letzteres wurde dann auch mit einem leichten Grinsen von der einen oder dem anderen aus unserer Gruppe bemerkt.
Leider waren die Lichtverhältnisse in der Holsteinhalle nicht so toll, weswegen viele der Fotos, die während des Lehrgangs gemacht wurden, leider nichts geworden sind (auf die nachbearbeiteten Bilder in diesem Artikel kann man für eine Großansicht übrigens draufklicken). Trotzdem werden wir versuchen, auch im nächsten Jahr wieder die gleiche Halle zu bekommen. Denn obwohl sie ebenfalls den rustikalen Charme hat, den wir schon aus der nun wegen Baufälligkeit geschlossenen Polizeihalle im Mühlenweg kennen, ist sie verkehrstechnisch hervorragend zu erreichen, was nicht nur für unsere Gäste sondern auch für die Mattentransporte wichtig ist.
Spätestens am Ende des Trainings waren dann alle gut in Schweiß. Angenehm entspannt versammelte man sich zum Abgrüßen am Mattenrand und lauschte den letzten Ausführungen, die Ernst noch mit auf den Weg gab. Mir blieb nur noch, mich bei ihm für nicht nur dieses schöne Training zu bedanken und ihm ein kleines Geschenk zu überreichen. Aufgrund des sehr langen Applauses haben wir dann zwei Minuten länger gebraucht, als zu Beginn des Trainings geplant. ;-)
Dass es ab und an mal Stress zwischen verschiedenen Organisation gibt, konnte man auf der Matte nicht bemerken. Im Gegenteil: Alle trainierten gern miteinander, die Stimmung war ausgesprochen gut. Jeder hatte irgendwen endlich mal wieder getroffen, so dass man auch nach dem Training noch lange zum Klönschnack beisammen stand. Vorher kam man noch kurz zu einem Foto zusammen. Ernst hatte seinen Hakama übrigens am Schnellsten ausgezogen und verstaut, wie man auf dem Gruppenbild oben sieht - er wollte zügig beim Mattenabbauen helfen. Die Matten wurden dann wieder in die Anhänger verstaut, mit denen sie auch geholt wurden, und am Sonntag vormittag bzw. am Mittwoch zurück in ihre Hallen gefahren. - So einen Lehrgang stellt man nicht allein auf die Beine, daher möchte ich an dieser Stelle noch mal allen herzlich danken, die durch ihren Einsatz dazu beigetragen haben, dass wir so viel Lob für die Ausrichtung bekommen haben: Danke, Leute! :-) Wie üblich ging es am Samstag Abend noch zusammen über die Kieler Woche, wobei sich in diesem Jahr ein Taxi-Unternehmen allerdings nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert hat, was in locker anderthalb Stunden Verzögerung resultierte. Zum Glück tat dies der guten Laune keinen Abbruch und wir freuen uns auf's nächste Jahr. Wenn alle, die in diesem Jahr begeistert waren, noch jemanden mitbringen, brauchen wir dann wohl noch mehr Matten ... Bei Interesse gibt es auch noch den Bericht vom 9. Kieler-Woche-Lehrgang mit Thorsten Illiger nachzulesen. Außerdem freuen wir uns über Kommentare. :-)