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Drei Tage Aikido in Werdau


Inzwischen ist es schon eine Tradition; am ersten Maiwochenende fand ein Lehrgang mit Markus Hansen aus Kiel beim Sportverein FS Rossendorf e.V. statt. Dank des (freien) Tages der Arbeit konnten wir drei herrliche Tage in der Landessportschule in Werdau mit Pool, Vollverpflegung und luxuriöser Unterkunft genießen. Anreise war am frühen Freitagnachmittag. Alle Teilnehmer trudelten nach und nach ein und konnten ihre Zimmer beziehen.

Nach kurzem Mattenaufbau begann auch schon das Aikido-Training. Alle Aikidoka aus Nord-Süd-Ost freuten sich, mal wieder miteinander zu trainieren, so dass sofort eine fröhliche Stimmung auf der Matte aufkam, die, und das muss man hier einmal wieder festhalten, das gesamte Wochenende nicht abriss. Die Freude und der Spaß des Trainings übertrug sich natürlich auch auf die Zeit abseits der Matte beim Saunieren, (Kurz-)Planschen im Pool, und beim samstagabendlichen Grillen.

Markus gestaltete das Training - wie immer - mit seiner unnachahmlichen Art lehrreich, interessant, ungewöhnlich und voller Freude. Wir alle aus Kiel, Dresden und dem Rest der Republik freuen uns schon aufs nächste Jahr! Vielen Dank an Markus, und auch an Stefan, für das wie immer rundum gelungene Wochenende.

Vielen Dank an Lisa für den Bericht sowie an Sven für die Fotos.

06. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


Am 01. November - mit den Nachwehen Halloweens - versammelten sich zum sechsten Mal zahlreiche Aikidoka in Kiel, um bei traditionell gutem Wetter gemeinsam unter Leitung von Markus Hansen Aikido zu üben. Mit 45 Teilnehmenden aus verschiedensten Stilrichtungen war die Matte gut gefüllt und somit die Grundlage für die nächsten drei Stunden bestens bereitet.

Nach einer kurzen und unterhaltsamen Erwärmungs- und Einrollphase sorgte Markus für zahlreiche verwirrte Gesichter bei Anfängern wie auch Fortgeschrittenen, als er wieder einmal anschaulich demonstrierte, wie wenig Bewegung reichen konnte, damit Uke einem manchmal schneller als gedacht zu Füßen liegt.

Was bei Markus jedoch nach der leichtesten aller Übungen ausschaut, erwies sich als äußerst knifflig umzusetzen, und so manch Übende schauten hin und wieder verwirrt oder auch verzweifelt drein. Mehr als einmal konnte man die Anmerkung vernehmen: „So hab ich aber nicht geguckt.“ Denn das wichtigste an jeder Aikido-Technik bei Markus ist und bleibt natürlich: unschuldig gucken. Umgefallen ist Uke ja schließlich doch irgendwie von allein. (Auch wenn man nicht immer so recht wusste, warum eigentlich.)

So konnte man sich durch die verschiedenen oder vielleicht doch nur eine Technik(en) probieren und war am Ende ein wenig überrascht, als die drei Stunden schneller als gedacht vorüber gegangen waren und sich der Lehrgang dem Ende zuneigte.

Somit blieb nur noch die Mattenfläche wieder abzubauen und sich danach über das von den Kieler Aikidoka vorbereitete Buffet herzumachen, um sich für den Heimweg zu stärken. Vielen Dank an Markus für einen tollen Lehrgang mit vielen interessanten Anregungen und Einblicken, die den einen oder anderen Knoten zumindest ein bisschen gelockert haben. (Einen weiteren Bericht vom gleichen Lehrgang gibt es beim AVHH.)

Vielen Dank an Floschi für den Bericht, an Sven für die Fotos, an Isi, die sich wieder ganz toll um das Buffet gekümmert hat, und überhaupt an alle, die ganz wunderbar mitgeholfen haben.

Aikido-Lehrgang in Hausbruch-Neugraben


Die Aikidoka der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft hatten für Sonnabend den 06. September zu einem Aikidolehrgang mit Markus Hansen nach Hamburg eingeladen. Statt der geplanten 25 tummelten sich knapp 40 Aikidoka auf der Matte, die aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg angereist waren. Insofern wurde es nicht nur aufgrund besonders weicher Technikausführung kuschelig.

Los ging es mit einer Kombination von Aikido-Techniken, die Markus Schritt für Schritt erweiterte und aufeinander aufbaute. Dabei klebten Uke und Nage die ganze Zeit lang aneinander. Ist ja auch logisch: Wenn Uke nach Shiho-Nage dreist einfach wieder aufstehen will, kann man das als Nage viel besser mit Kote-Gaeshi unterbinden, wenn man sowieso noch (Zentrums-)Kontakt hat. Blöd ist nur, wenn Uke mit einem anderen Hebel kontert – aber auch dafür gibt es Lösungen!

Zwar wusste man am Ende kaum mehr, wer Uke und wer Nage ist, aber durch die vielen Ergänzungen und die dadurch bedingten Wiederholungen des Vorhergegangenen wurden alle Techniken gründlich eingeschliffen.

Unsere freundlichen Hamburger Gastgeber hatten ein Buffet organisiert, an dem sich alle nach knapp zwei Stunden Training mit leckeren Kuchen und Getränken versorgen konnten, bevor es nach dem ein oder anderen Klönschnack mit einer zweiten Einheit Aikido weiterging. Nach weiteren eineinhalb Stunden, in denen Uke mit viel Gefühl und Zentrumsarbeit und möglichst wenig eigenem Krafteinsatz über die Matte dirigiert wurde, ging ein sehr interessanter Lehrgang zu Ende.

Nachdem die Matten gemeinsam abgebaut waren, spazierte noch ein Teil der Aikidoka zu einem Restaurant, wo der Tag bei einem leckeren Abendessen gemütlich ausklang. Vielen Dank an Werner Conradi und sein Team für den hervorragend organisierten und ausgerichteten Aikido-Lehrgang mit Markus Hansen.

Vielen Dank an Ina für den Lehrgangsbericht sowie an Werner für die Fotos.

15. Kieler-Woche-Lehrgang mit Thomas Walter


Bereits zum 15. Mal konnten wir beim diesjährigen Kieler-Woche-Lehrgang Aikido-Begeisterte von nah und fern bei uns begrüßen, um gemeinsam Aikido zu üben. Als Lehrer hatte in diesem Jahr Thomas Walter, 4. Dan Aikido, zugesagt.

Thomas stammt aus Baden-Württemberg und lebt inzwischen mit seiner Familie in Nürnberg. Damit er sich bei uns im Norden besser verstanden fühlt, hatte Markus Dolmetscherin Isi zur Begrüßung mit nach vorn geholt, die von Deutsch nach Schwäbisch übersetzte. Neben Aikido lernt Thomas seit einer Weile auch Modern Arnis - und dies baute er auch umgehend in seinen Aikido-Unterricht mit ein. Ein kurze Verkettung eines Schlagabtausches hatte er sich eigentlich nur zum Aufwärmen überlegt, aber sie beschäftigte die Aikidoka dann doch eine ganze Weile.

Das lag zum einen an der ungewohnten Koordinationsfolge, zum anderen daran, dass Thomas aus der Kette nahtlos in bekannte Aikido-Techniken überging, bevor er uns schließlich anregte, das ganze in freie Formen weiterzuführen. Das sah dann mitunter etwas wuselig auf der Matte aus, tat dem Spaß am Erforschen der Bewegungen aber offensichtlich keinen Abbruch.

Immer wieder gab Thomas Feedback zu den Bewegungsabläufen, ging fleißig herum, korrigierte oder gab Tipps. Ab und zu sah man ihn auch selbst etwas ausprobieren, was er bei ein paar Aikidoka gesehen hatte. Auch Messertechniken hatte er an diesem Nachmittag im Programm. Die Lehrgangszeit verging wie im Flug - wie, schon vorbei?

Aber bevor sich alle auf die Getränke und das reichhaltige Buffet, das die Kieler Aikidoka erstellt hatten, stürzen konnten, bedankte sich Markus noch mit ein paar Geschenken bei Thomas, der, obwohl er keine drei Wochen vorher Vater geworden war, den weiten Anreiseweg auf sich genommen hatte, um bei uns in Kiel seinen Aikido-Ansatz zu unterrichten. Nach dem Lehrgang trafen wir uns dann abends noch auf der Kieler Woche, um gemeinsam vom internationalen Markt zur Kiellinie hoch zu tingeln.

Vielen Dank auch an dieser Stelle an Thomas für seinen Einsatz, an Sabine, die ihm das erlaubt hat, sowie an alle helfenden Hände, die es Jahr um Jahr wieder ermöglichen, dass wir diese Aikido-Lehrgänge bei uns durchführen können.

Aikido-Geschichtsstunde


Gestern trafen sich die Kieler Aikidoka zu einem Theorie-Lehrgang, um von dem aufgrund der Anzahl sichtlich erstaunten Markus Hansen und seinem breiten Wissen über die Geschichte des Aikido und im speziellen den Werdegang des Aikido-Begründers Morihei Ueshiba zu lernen. Vor einigen Wochen gab es das Angebot von ihm, bei Interesse einen Vortrag über die Geschichte des Aikido zu halten, den er für die Aikido-Trainerlizenz-Ausbildung ausgearbeitet hatte. Gerechnet hat er mit einigen wenigen Teilnehmern, gekommen waren 16. Dank Christoph Daniel hatten wir einen Raum zur Verfügung, in den wir auch alle bequem reinpassten.

Einen Großteil des Vortrags referierte Markus über das Leben von Morihei Ueshiba. Es war spannend dabei die klar herausgearbeiteten Einflüsse aus Religion/Spiritualität (Shingon-Buddhismus und Shinto am Anfang, später starker Einfluss von Onisaburo Deguchi), unterschiedlichen Kampfkünsten sowie den Rahmenbedingungen seines Lebens, das immer wieder durch familiäre Verluste sowie kriegsbedingte Verluste seiner Schüler geprägt wurde, zu erkennen.

Klar nachvollziehbar war dabei auch der Weg Morihei Ueshibas von einer zunächst martialischen Kampfkunst zu einer harmonischeren, friedfertigeren Form, die es dem Besiegten nach ausgetragenem Konflikt erlaubt, wieder aufzustehen. Gerade der zweite Weltkrieg und der traurige Höhepunkt des Abwurfs der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki haben ihn darin bestärkt, die Spirale der Gewalt nicht weiter zu drehen und diese Erkenntnis in seine Form der Kampfkunst zu integrieren.

Später zeigte Markus uns noch den Weg des Aikido aus Japan nach Europa auf und verwies auf die wenigen deutschen Schüler, die direkt bei Morihei Ueshiba lernten sowie den Stammbaum der Lehrer/Schüler bis heute. Besonders unterhaltsam waren dabei die Videos, die Markus als putzigen Gelburt, coolen Blaugurt und später als blondierten Shodan zeigten.

Nach ziemlich genau zwei Stunden endete dann der leider leicht verkürzte Vortrag mit Applaus und einem Dank an Markus, der sich wie immer viel Mühe gegeben hat und uns mit einem kurzweiligen, um viele spannende Anekdoten und Bilder ergänzten Vortrag wieder ein Stück seines Aikido näher gebracht hat. Vielen lieben Dank, Markus.

Vielen Dank an CDS für die Organisation des Raumes.