Skip to content

13. Kieler-Woche-Lehrgang mit Roger Zieger


Werbung für den Kieler-Woche-Lehrgang gab es in diesem Jahr nur im Netz. Keine einzige Ausschreibung hatten wir vorher gedruckt verteilt und dennoch bummelig 60 Anmeldungen erhalten. Das Zugpferd, das die ganzen Leute für einen Nachmittag von München bis Flensburg, von Stade bis Berlin nach Kiel reisen ließ, war Roger Zieger, der eigentlich in Berlin Aikido unterrichtet. Vom Anfänger ohne Grad bis zum 6. Dan hatten wir alle bei uns auf der Matte. Und Roger bot allen etwas an, an dem sie sich weiterentwickeln konnten.

Schon seit ein paar Jahren hat sich der Kieler-Woche-Lehrgang als Come together in freundlicher Atmosphäre etabliert, bei dem Aikidoka der verschiedenen Aikido-Geschmacksrichtungen sich austauschen und mit- und voneinander lernen können. Aus sechs verschiedenen Aikido-Richtungen und -Organisationen kamen die Leute in diesem Jahr zu uns. Roger hatte sich recht "einfache" Grundtechniken für den Lehrgang herausgesucht. Eindringlich bat er die Teilnehmer, langsam zu üben, um nicht in bereits verinnerlichte Grundmuster zurückzufallen und sich besser den von ihm angebotenen Formen widmen zu können.

Die Zeit verging wie im Flug. Nach den ersten Vorübungen führte Roger uns von shiho nage aus über koshi nage durch diverse Hebeltechniken. Bald war es nicht nur draußen durch so manchen Kieler-Woche-Schauer etwas nass geworden, auch in der Halle kamen die Aikidoka gehörig ins Schwitzen. Zum Glück hatten die Kieler Aikidoka nicht nur Saft und Wasser zum Flüssigkeitsausgleich herbeigeschafft. Mit viel Liebe und anderen Zutaten war so manche Leckerei gezaubert worden und stand zum Verzehr in der kurzen Trainingspause oder beim Klönschnack nach dem Mattenabbau zur Verfügung. Vielen Dank allen, die mit vorbereitet und mit angepackt haben!

Nun ist so ein Lehrgang naturgemäß irgendwann auch wieder vorbei. Bevor allerdings alle aus der Halle stürmten (und sich zum Teil auf der Kieler Woche wiederfanden), gab es noch ein Geschenk für Roger. Roger und ich hatten uns ein wenig darüber amüsiert, als wir hörten, dass es nun auch im Aikido Leute gäbe, die ihren Dan-Grad in Form von Balken auf den Gürtel gestickt hatten. Da man den Gürtel unterm Hakama nicht sieht und sich bei uns sowieso alle untereinander kennen, erschloss sich uns der Sinn nicht recht. Roger hatte sich damals dazu hinreißen lassen, sich "fünf rosa Herzchen" für seinen Gurt zu wünschen.

Da man als Ausrichter eines Aikido-Lehrganges immer um ein geeeignetes Geschenk für den Lehrer verlegen ist, nahmen wir seinen eigenen Vorschlag freudig auf. Und nun ist es amtlich: Roger Zieger, 5. Dan, ist Deutschlands Aikido-Meister der Herzen. :o)

 

Führen mit Gefühl


Am 28. Mai 2011 war es doch tatsächlich so weit: mein erster Lehrgang in Braunschweig beim Aikido-Verband Niedersachsen. Ach ja, Markus Hansen war auch da. Der hat nämlich unterrichtet. Und da ich den Weg in die Braunschweiger Gegend ziemlich gut kenne, durfte ich ihn fahren – und am Lehrgang teilnehmen.

Dieser hatte das Thema „Führen mit Gefühl“. Wie gefühlvoll wir alle am Samstag und Sonntag miteinander umgegangen sind, kann man hoffentlich auf den Fotos sehen.

Von te kagami mit dem Spiegelbild über aiki otoshi mit den Ostseewellen bis kote mawashi mit der Murmelbahn war alles dabei, sodass alle knapp 30 Aikidoka vom 5. Kyu bis 4. Dan „auf ihre Kosten kamen“. Markus hat uns eine große Spannbreite an Möglichkeiten gezeigt, mit „Gefühl zu führen“, in den Uke hineinzulauschen und verschiedene Techniken zu kombinieren. Und ich glaube, ich spreche für alle, wenn ich sage, alle Führungspersönlichkeiten hatten viel Spaß. :-)

An dieser Stelle noch einmal danke an Markus für das feinfühlige Training und an CD für die gute Organisation! Das macht ihr noch mal, oder?

Vielen Dank an Caroline, die diesen netten Bericht verfasst hat. Oh, und fürs Fahren natürlich. ;o) Außerdem Dank an André, der die Bilder gemacht hat.

Lehrgang in Ascheberg bei Ernst Schmidt


Eine Vorführung von Ernst Schmidt und seiner Aikido-Gruppe in Preetz war 1986 der Anlass für mich, mit Aikido anzufangen. Ich sah staunend zu und war unglaublich fasziniert von der Leichtigkeit und Eleganz der Bewegungen. So kam es, dass ich kurz darauf in Preetz auf der Matte stand. Ernst ist einer der wenigen Aikidoka, auf die ich gern das Wort "Meister" anwende, gerade auch, weil er dies weit von sich weisen würde. Er hat mich allen nicht nur damals pubertär bedingten Besonderheiten meiner Persönlichkeit zum Trotz einfach so genommen, wie ich bin, und mit viel Geduld und Liebesmüh den Grundstein für alles gelegt, was ich heute auf der Matte so mache. Die erste Faszination - sie hat mich bis heute nicht losgelassen. Trotzdem wir uns in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt haben - wann immer ich einen Lehrgang mit Ernst ausgeschrieben finde, sehe ich zu, dass ich da hin kann. Heute nun fand in Ascheberg, wo Ralf Appel eine Aikido-Gruppe leitet, ein solcher Lehrgang statt.

Mit fünf Leuten aus unserer Gruppe düsten wir nach Ascheberg. Nach einigem Hin und Her hatten wir die Halle schließlich gefunden, und nach und nach trudelten auch die anderen Aikidoka ein. So manche Begrüßung fiel besonders herzlich aus, denn neben Ernst hatte ich auch Thorsten und Didi schon eine Weile nicht mehr getroffen. Schließlich kam auch Ralf, so dass wir in die Halle rein und mit den Lehrgang beginnen konnten.

Nach dem üblichen Aufwärmprogramm ging es los mit den ersten Übungen zur Gleichgewichtsbrechung und zum Einrollen. Ausweichen, den Uke mitnehmen, aus der Balance führen, freundlich lächeln, wenn er plötzlich rollen muss. Insbesondere sein freundlicher und unaufdringlicher Unterrichtsstil zeichnet Ernst aus. Er bietet Möglichkeiten an, erwartet nicht, die alleinige Weisheit gepachtet zu haben. Immer wieder kommt er mit kleinen Korrekturen und Hilfestellungen daher, so dass schließlich alle Teilnehmer die Technikausführung nachvollziehen konnten, die er gerade gezeigt hat.

Durch die allgemein gute Stimmung in der Halle verging die Zeit wie im Flug. Angenehm erschöpft und gut durchgeschwitzt setzten wir uns zum Abgrüßen an den Mattenrand. Ralf bedankte sich beim Lehrer für den Lehrgang, und auch ich durfte mich mit ein paar Worten und einem nachträglichen Geschenk zum 60. Geburtstag bei Ernst bedanken. Beim Mattenabbau und beim Umziehen wurde dann noch ausgiebig miteinander geplauscht, bevor wir uns an die Rücktour machten.

Aikido-Lehrgang mit Fredy Jahr in Lütjenburg


Spätestens seit dem Tag des Sports 2009 haben wir zu den Aikidoka aus Lütjenburg und Elmshorn einen guten Draht. Unser erster Lehrgangsbesuch in diesem Jahr führte uns nun nach Lütjenburg, wo wir uns unter Leitung von Fredy Jahr aus Elmshorn auf der Matte schön austoben konnten. Heike und Sven Hansen, die den dortigen Verein Musubi leiten, hatten nicht nur uns eingeladen. Neben den Aikidoka aus ihrem und Fredys Verein waren auch ein paar Leute aus Flensburg angereist.

Fredy lies uns nach ein wenig Gymnastik zunächst etwas Sabaki und dann ausgiebig Fallschule üben. Immer noch eine Variation kannte er, die wir dann nachmachen sollten. Das meiste hiervon war uns vertraut, einiges aber zunächst auch eine kleine Herausforderung.

Die größere Herausforderung kam dann mit den Techniken auf uns zu. Da Fredy als Schüler von Katsuaki Asai in einem anderen Aikido-System aufgewachsen ist als wir, macht er naturgemäß einige Dinge ein wenig anders. Tatsächlich waren die Unterschiede minimal, aber das Überwinden der eigenen eingeschliffenen Bewegungsmuster, um etwas dazuzulernen, ist auch bei gutem Willen gar nicht so einfach. Hier ein Schritt weniger, dort einer mehr, hier weniger Hüftdrehung ... - anstrengend, aber hochgradig spannend für uns.

Fredy erklärte geduldig und auch unsere Trainingspartner waren sehr hilfsbereit, so dass einige unserer Formen wohl schließlich halbwegs akzeptabel waren. Nach einigen Wurftechniken ging Fredy zu Armhebeln über. Mit der Abwehr von Messerangriffen beendete er schließlich das schweißtreibende und hochspannende Training. Sven und Heike bedankten sich mit kurzen Ansprachen bei ihm, bevor wir zusammen die Matten abbauten und der wohlverdienten Dusche entgegeneilten. Während in Lütjenburg dann noch die Musubi-Hauptversammlung stattfand, düsten wir durch die Nacht wieder zurück nach Kiel, um nach einem echt schönen Lehrgang gemütlich ins Bett zu purzeln.

Aikido-Lehrgang in Hamburg mit Markus Hansen


Am Samstag, 13. November 2010, fand ein Aikido-Lehrgang in Hamburg mit unserem Kieler Aikido-Lehrer Markus Hansen statt. Trotz Unwetterwarnung trauten sich aber 30 unerschrockene Leute aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vor die Tür, um zusammen etwas Aikido zu machen. Zum Lehrgang eingeladen und diesen organisiert hatte die Aikido-Gruppe in der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft in Hamburg-Harburg, die von Werner Conradi geleitet wird.

Schönerweise waren die Matten schon aufgebaut, daher konnte man sich vor dem Training noch etwas unterhalten. Leider hatte sich der Lehrgangsleiter Werner Conradi beim Herbeischaffen zusätzlicher Matten verletzt und konnte den Lehrgang daher nicht so genießen, wie es ihm zu gönnen wäre.

Das Training eröffnete Markus mit Übungen zum Aufwärmen. Nach etwas Warmlaufen machten wir uns in Partnerübungen warm, nicht nur, weil geteiltes Leid halbes Leid ist, sondern weil man zu zweit einfach mehr Spaß hat (und sich manchmal auch ordentlicher bewegt).

"Ordenlicher bewegen" kam auch in den Aikido-Bewegungen vor, die Markus zeigte und uns üben lies. Zuerst ging es darum, den Angriff des Partners einfach passieren zu lassen. Dieses Element kam auch in den Techniken zum Tragen, zum Beispiel bei sumi otoshi, da sollte man aus Prinzip ja eher um den Partner als mitten durch ihn durch.

Einige Partner haben aber auch ihren eigenen Kopf, deswegen zeigte Markus auch, was man aus einer Technik machen kann, wenn der Partner weghoppeln will. Wie gewohnt verwendete Markus viele Bilder, und für den Fall, das sich jemand den Ellbogen, der wie eine Fackel geführt werden sollte, nicht als solche vorstellen konnte, hatte er eine Fackel gebastelt. Um die Gleichgewichtsbrechung beim tenchi nage zu verdeutlichen, steckte er seinem Uke kurzerhand einen Gürtel in den Mund, der als Lot diente.

Nach einer Pause, in der wir gut mit warmen Kaffee und leckerem Kuchen versorgt waren (Danke an Werner und die Aikidoka der HNT an dieser Stelle!), ging es mit der zweiten Trainingseinheit wieder weiter.

Der Fokus lag dann auf sauberer Zentrumsarbeit, ob bei tenchi nage oder einem gekuscheltem (verdichteten) irimi nage. Immer wiederkehrend wies Markus auf das tragbare Loch hin, in das der Partner geführt werden soll.

Leider war der Lehrgang aber irgendwann vorbei. Abschließend bedankten sich nicht nur Markus und Werner beieinander, sondern auch alle, die miteitander trainiert hatten. Lernen kann man schließlich am besten voneinander und miteinander. Wenn man schonmal so viele nette Leute um einen hat, könnte man ja auch was mit denen machen. Zu diesem Zweck hatten die Hamburger noch ein paar Plätze in einem nahen Restaurant reserviert, in dem der Abend sehr nett ausklang.