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Mini-Lehrgang mit Markus Hansen in Rendsburg


Donnerstag, 30. Juni 2011, die Sommerferien stehen kurz bevor. Da einige Vereine (wie wir auch) in den Ferien kein Training anbieten, wird das letzte Training gern besonders angegangen. Die Rendsburger Aikidoka um Roland Nemitz hatten Markus Hansen als Lehrer zu ihrem Halbjahresabschlusstraining eingeladen, einem Mini-Lehrgang, den sie in jedem Jahr vor der Sommerpause abhalten. Nun waren nicht nur wir als Nicht-Rendsburger da, sondern es waren auch noch weitere Aikidoka (insgesamt zwanzig) insbesondere aus den Rendsburger Ableger-Vereinen in Hohenwestedt und Leck anwesend, was zusätzlich zu den Graduierungen vom Anfänger bis zum 6. Dan ein sehr buntes Gemisch ergab.

Das Aikido-Training begann zunächst mit einem gemeinsamen Aufwärmen der Aikidoka, so dass man sich dort schonmal mit neuen Leuten bekannt machen konnte. Danach ging es denn auch schon zur ersten Technik, einem sehr gefühlvollen Wurf, der verdeutlichen sollte, wie man den Kontakt zum Partner aufnimmt, eine Verbindung zwischen den Zentren herstellt, und ihn dann möglichst geschickt (und elegant) zum Umfallen bringt.

Damit war auch die Zielsetzung für den Rest des Trainings klar: Mit viel Körpergefühl für den Partner ihn in einer Technik - möglichst ohne Kanten, damit rund und elegant - zu verarbeiten, dabei immer die Verbindung zu ihm zu behalten, bis er weg ist. Sei es bei einem aiki otoshi, einem kaiten nage, bei einem kaiten nage mit Rollenwechsel oder Techniken auf den Knien, die Elemente kamen bei jeder Aikido-Technik zum Einsatz. Besonders die Techniken auf den Knien zeigten dabei, dass man selbst sich nicht großartig bewegen muss, wenn man den Kontakt zum Uke richtig aufgebaut hat.

Als netter Ausklang fand die andere Hälfte des Trainings im Vereinsheim der Rendsburger Aikidoka statt. Dort saßen wir alle gemütlich zusammen, konnten uns nett unterhalten und den neuesten Aikido-Tratsch austauschen und ganz nebenbei leckere Kleinigkeiten vom Grill verzehren. Aus Kiel sagen wir herzlich "Danke" an Roland für die Organisation sowie an alle, die an dem Training beteiligt waren und sich um die leckere Verpflegung kümmerten! Und natürlich danke für die Einladung - es war nett mit und bei Euch, wir kommen gerne mal wieder.

13. Kieler-Woche-Lehrgang mit Roger Zieger


Werbung für den Kieler-Woche-Lehrgang gab es in diesem Jahr nur im Netz. Keine einzige Ausschreibung hatten wir vorher gedruckt verteilt und dennoch bummelig 60 Anmeldungen erhalten. Das Zugpferd, das die ganzen Leute für einen Nachmittag von München bis Flensburg, von Stade bis Berlin nach Kiel reisen ließ, war Roger Zieger, der eigentlich in Berlin Aikido unterrichtet. Vom Anfänger ohne Grad bis zum 6. Dan hatten wir alle bei uns auf der Matte. Und Roger bot allen etwas an, an dem sie sich weiterentwickeln konnten.

Schon seit ein paar Jahren hat sich der Kieler-Woche-Lehrgang als Come together in freundlicher Atmosphäre etabliert, bei dem Aikidoka der verschiedenen Aikido-Geschmacksrichtungen sich austauschen und mit- und voneinander lernen können. Aus sechs verschiedenen Aikido-Richtungen und -Organisationen kamen die Leute in diesem Jahr zu uns. Roger hatte sich recht "einfache" Grundtechniken für den Lehrgang herausgesucht. Eindringlich bat er die Teilnehmer, langsam zu üben, um nicht in bereits verinnerlichte Grundmuster zurückzufallen und sich besser den von ihm angebotenen Formen widmen zu können.

Die Zeit verging wie im Flug. Nach den ersten Vorübungen führte Roger uns von shiho nage aus über koshi nage durch diverse Hebeltechniken. Bald war es nicht nur draußen durch so manchen Kieler-Woche-Schauer etwas nass geworden, auch in der Halle kamen die Aikidoka gehörig ins Schwitzen. Zum Glück hatten die Kieler Aikidoka nicht nur Saft und Wasser zum Flüssigkeitsausgleich herbeigeschafft. Mit viel Liebe und anderen Zutaten war so manche Leckerei gezaubert worden und stand zum Verzehr in der kurzen Trainingspause oder beim Klönschnack nach dem Mattenabbau zur Verfügung. Vielen Dank allen, die mit vorbereitet und mit angepackt haben!

Nun ist so ein Lehrgang naturgemäß irgendwann auch wieder vorbei. Bevor allerdings alle aus der Halle stürmten (und sich zum Teil auf der Kieler Woche wiederfanden), gab es noch ein Geschenk für Roger. Roger und ich hatten uns ein wenig darüber amüsiert, als wir hörten, dass es nun auch im Aikido Leute gäbe, die ihren Dan-Grad in Form von Balken auf den Gürtel gestickt hatten. Da man den Gürtel unterm Hakama nicht sieht und sich bei uns sowieso alle untereinander kennen, erschloss sich uns der Sinn nicht recht. Roger hatte sich damals dazu hinreißen lassen, sich "fünf rosa Herzchen" für seinen Gurt zu wünschen.

Da man als Ausrichter eines Aikido-Lehrganges immer um ein geeeignetes Geschenk für den Lehrer verlegen ist, nahmen wir seinen eigenen Vorschlag freudig auf. Und nun ist es amtlich: Roger Zieger, 5. Dan, ist Deutschlands Aikido-Meister der Herzen. :o)

 

Führen mit Gefühl


Am 28. Mai 2011 war es doch tatsächlich so weit: mein erster Lehrgang in Braunschweig beim Aikido-Verband Niedersachsen. Ach ja, Markus Hansen war auch da. Der hat nämlich unterrichtet. Und da ich den Weg in die Braunschweiger Gegend ziemlich gut kenne, durfte ich ihn fahren – und am Lehrgang teilnehmen.

Dieser hatte das Thema „Führen mit Gefühl“. Wie gefühlvoll wir alle am Samstag und Sonntag miteinander umgegangen sind, kann man hoffentlich auf den Fotos sehen.

Von te kagami mit dem Spiegelbild über aiki otoshi mit den Ostseewellen bis kote mawashi mit der Murmelbahn war alles dabei, sodass alle knapp 30 Aikidoka vom 5. Kyu bis 4. Dan „auf ihre Kosten kamen“. Markus hat uns eine große Spannbreite an Möglichkeiten gezeigt, mit „Gefühl zu führen“, in den Uke hineinzulauschen und verschiedene Techniken zu kombinieren. Und ich glaube, ich spreche für alle, wenn ich sage, alle Führungspersönlichkeiten hatten viel Spaß. :-)

An dieser Stelle noch einmal danke an Markus für das feinfühlige Training und an CD für die gute Organisation! Das macht ihr noch mal, oder?

Vielen Dank an Caroline, die diesen netten Bericht verfasst hat. Oh, und fürs Fahren natürlich. ;o) Außerdem Dank an André, der die Bilder gemacht hat.

Lehrgang in Ascheberg bei Ernst Schmidt


Eine Vorführung von Ernst Schmidt und seiner Aikido-Gruppe in Preetz war 1986 der Anlass für mich, mit Aikido anzufangen. Ich sah staunend zu und war unglaublich fasziniert von der Leichtigkeit und Eleganz der Bewegungen. So kam es, dass ich kurz darauf in Preetz auf der Matte stand. Ernst ist einer der wenigen Aikidoka, auf die ich gern das Wort "Meister" anwende, gerade auch, weil er dies weit von sich weisen würde. Er hat mich allen nicht nur damals pubertär bedingten Besonderheiten meiner Persönlichkeit zum Trotz einfach so genommen, wie ich bin, und mit viel Geduld und Liebesmüh den Grundstein für alles gelegt, was ich heute auf der Matte so mache. Die erste Faszination - sie hat mich bis heute nicht losgelassen. Trotzdem wir uns in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt haben - wann immer ich einen Lehrgang mit Ernst ausgeschrieben finde, sehe ich zu, dass ich da hin kann. Heute nun fand in Ascheberg, wo Ralf Appel eine Aikido-Gruppe leitet, ein solcher Lehrgang statt.

Mit fünf Leuten aus unserer Gruppe düsten wir nach Ascheberg. Nach einigem Hin und Her hatten wir die Halle schließlich gefunden, und nach und nach trudelten auch die anderen Aikidoka ein. So manche Begrüßung fiel besonders herzlich aus, denn neben Ernst hatte ich auch Thorsten und Didi schon eine Weile nicht mehr getroffen. Schließlich kam auch Ralf, so dass wir in die Halle rein und mit den Lehrgang beginnen konnten.

Nach dem üblichen Aufwärmprogramm ging es los mit den ersten Übungen zur Gleichgewichtsbrechung und zum Einrollen. Ausweichen, den Uke mitnehmen, aus der Balance führen, freundlich lächeln, wenn er plötzlich rollen muss. Insbesondere sein freundlicher und unaufdringlicher Unterrichtsstil zeichnet Ernst aus. Er bietet Möglichkeiten an, erwartet nicht, die alleinige Weisheit gepachtet zu haben. Immer wieder kommt er mit kleinen Korrekturen und Hilfestellungen daher, so dass schließlich alle Teilnehmer die Technikausführung nachvollziehen konnten, die er gerade gezeigt hat.

Durch die allgemein gute Stimmung in der Halle verging die Zeit wie im Flug. Angenehm erschöpft und gut durchgeschwitzt setzten wir uns zum Abgrüßen an den Mattenrand. Ralf bedankte sich beim Lehrer für den Lehrgang, und auch ich durfte mich mit ein paar Worten und einem nachträglichen Geschenk zum 60. Geburtstag bei Ernst bedanken. Beim Mattenabbau und beim Umziehen wurde dann noch ausgiebig miteinander geplauscht, bevor wir uns an die Rücktour machten.

Aikido-Lehrgang mit Fredy Jahr in Lütjenburg


Spätestens seit dem Tag des Sports 2009 haben wir zu den Aikidoka aus Lütjenburg und Elmshorn einen guten Draht. Unser erster Lehrgangsbesuch in diesem Jahr führte uns nun nach Lütjenburg, wo wir uns unter Leitung von Fredy Jahr aus Elmshorn auf der Matte schön austoben konnten. Heike und Sven Hansen, die den dortigen Verein Musubi leiten, hatten nicht nur uns eingeladen. Neben den Aikidoka aus ihrem und Fredys Verein waren auch ein paar Leute aus Flensburg angereist.

Fredy lies uns nach ein wenig Gymnastik zunächst etwas Sabaki und dann ausgiebig Fallschule üben. Immer noch eine Variation kannte er, die wir dann nachmachen sollten. Das meiste hiervon war uns vertraut, einiges aber zunächst auch eine kleine Herausforderung.

Die größere Herausforderung kam dann mit den Techniken auf uns zu. Da Fredy als Schüler von Katsuaki Asai in einem anderen Aikido-System aufgewachsen ist als wir, macht er naturgemäß einige Dinge ein wenig anders. Tatsächlich waren die Unterschiede minimal, aber das Überwinden der eigenen eingeschliffenen Bewegungsmuster, um etwas dazuzulernen, ist auch bei gutem Willen gar nicht so einfach. Hier ein Schritt weniger, dort einer mehr, hier weniger Hüftdrehung ... - anstrengend, aber hochgradig spannend für uns.

Fredy erklärte geduldig und auch unsere Trainingspartner waren sehr hilfsbereit, so dass einige unserer Formen wohl schließlich halbwegs akzeptabel waren. Nach einigen Wurftechniken ging Fredy zu Armhebeln über. Mit der Abwehr von Messerangriffen beendete er schließlich das schweißtreibende und hochspannende Training. Sven und Heike bedankten sich mit kurzen Ansprachen bei ihm, bevor wir zusammen die Matten abbauten und der wohlverdienten Dusche entgegeneilten. Während in Lütjenburg dann noch die Musubi-Hauptversammlung stattfand, düsten wir durch die Nacht wieder zurück nach Kiel, um nach einem echt schönen Lehrgang gemütlich ins Bett zu purzeln.