Skip to content

Aikido-Lehrgang in Hamburg mit Markus Hansen


Am Samstag, 13. November 2010, fand ein Aikido-Lehrgang in Hamburg mit unserem Kieler Aikido-Lehrer Markus Hansen statt. Trotz Unwetterwarnung trauten sich aber 30 unerschrockene Leute aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen vor die Tür, um zusammen etwas Aikido zu machen. Zum Lehrgang eingeladen und diesen organisiert hatte die Aikido-Gruppe in der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft in Hamburg-Harburg, die von Werner Conradi geleitet wird.

Schönerweise waren die Matten schon aufgebaut, daher konnte man sich vor dem Training noch etwas unterhalten. Leider hatte sich der Lehrgangsleiter Werner Conradi beim Herbeischaffen zusätzlicher Matten verletzt und konnte den Lehrgang daher nicht so genießen, wie es ihm zu gönnen wäre.

Das Training eröffnete Markus mit Übungen zum Aufwärmen. Nach etwas Warmlaufen machten wir uns in Partnerübungen warm, nicht nur, weil geteiltes Leid halbes Leid ist, sondern weil man zu zweit einfach mehr Spaß hat (und sich manchmal auch ordentlicher bewegt).

"Ordenlicher bewegen" kam auch in den Aikido-Bewegungen vor, die Markus zeigte und uns üben lies. Zuerst ging es darum, den Angriff des Partners einfach passieren zu lassen. Dieses Element kam auch in den Techniken zum Tragen, zum Beispiel bei sumi otoshi, da sollte man aus Prinzip ja eher um den Partner als mitten durch ihn durch.

Einige Partner haben aber auch ihren eigenen Kopf, deswegen zeigte Markus auch, was man aus einer Technik machen kann, wenn der Partner weghoppeln will. Wie gewohnt verwendete Markus viele Bilder, und für den Fall, das sich jemand den Ellbogen, der wie eine Fackel geführt werden sollte, nicht als solche vorstellen konnte, hatte er eine Fackel gebastelt. Um die Gleichgewichtsbrechung beim tenchi nage zu verdeutlichen, steckte er seinem Uke kurzerhand einen Gürtel in den Mund, der als Lot diente.

Nach einer Pause, in der wir gut mit warmen Kaffee und leckerem Kuchen versorgt waren (Danke an Werner und die Aikidoka der HNT an dieser Stelle!), ging es mit der zweiten Trainingseinheit wieder weiter.

Der Fokus lag dann auf sauberer Zentrumsarbeit, ob bei tenchi nage oder einem gekuscheltem (verdichteten) irimi nage. Immer wiederkehrend wies Markus auf das tragbare Loch hin, in das der Partner geführt werden soll.

Leider war der Lehrgang aber irgendwann vorbei. Abschließend bedankten sich nicht nur Markus und Werner beieinander, sondern auch alle, die miteitander trainiert hatten. Lernen kann man schließlich am besten voneinander und miteinander. Wenn man schonmal so viele nette Leute um einen hat, könnte man ja auch was mit denen machen. Zu diesem Zweck hatten die Hamburger noch ein paar Plätze in einem nahen Restaurant reserviert, in dem der Abend sehr nett ausklang.

2. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


Unser zweiter Schietwetter-Lehrgang verdiente am Anfang seinen Namen wahrlich nicht – strahlender Sonnenschein begrüßte uns am 23. Oktober 2010, als wir uns am Sportforum der Universität Kiel trafen. Während des ganzen Lehrganges strahlte die Sonne durch die Fenster, erst als wir die Halle nach einem schönen Aikido-Lehrgang mit vielen alten und neuen Bekannten verließen, platterten Regentropfen auf uns nieder.

Knapp 30 motivierte Aikidoka von jung bis erfahren aus ganz Schleswig-Holstein von Leck bis Lübeck waren angereist. Auch aus Hamburg konnten wir einige Gäste begrüßen. Der Lehrgang begann zunächst mit einer schlechten Nachricht: Es gab keine Heizung und vor allem kein warmes Wasser. Sollte die Dusche nach dem Aikido-Training entfallen? Doch das alles hat uns nicht abgehalten, fleißig zu trainieren und den Ausführungen von Markus Hansen nachzueifern. Das war leider meist leichter gesagt als getan.

Zuerst begann das Training mit einer Runde Kettenticker. Es ist immer wieder erstaunlich, dass auch langjährige Aikidoka Kinderspiele mit ganz viel Spaß und Elan spielen. Danach folgten kurze Aufwärm-Übungen mit einem Partner oder einer Partnerin, bevor es mit den ersten Aikido-Techniken losging. Markus legten den Schwerpunkt des Trainings darauf, eine Verbindung zwischen dem eigenen Zentrum und dem Zentrum des Partners oder der Partnerin herzustellen. Über diese Verbindung kann sich die Bewegung von Nage auf den Uke übertragen.

Dabei durfte man die gezeigten Techniken nicht einfach „herunterreißen“, sondern musste sich auf die Schlüsselstellen konzentrieren. Dabei half es sehr, wenn der Uke Rückmeldungen zur Bewegung des Nages gegeben hat. Besonders Markus lebendige und bildhafte Ausdrucksweise illustrierte gut, was es bei den Techniken jeweils genau zu beachten galt. Die Vorstellung einer Murmelbahn bei kote-mawashi tenkan haben sicher viele Aikidoka aus Kiel mit nach Hause genommen.

„Habt Ihr alle Euer Handtuch dabei?“, hatte Markus zu Beginn des Trainings gefragt. Wer sich immer noch wunderte, was Handtücher wohl beim Aikido auf der Matte zu suchen haben, bekam bei diesem Lehrgang die Antwort. Es ging nicht darum, Schweiß von der Stirn zu wischen, auch wenn dies sicher ein netter Nebeneffekt war. Nein, Markus Hansen nutzte das Handtuch, um Angriffe abzuwehren und Uke damit zu führen. Auch als methodisches Hilfsmittel kam es zum Einsatz. Mit einem Handtuch auf dem Kopf wurden die Techniken noch mal im Aikido-Blindflug geübt. Und siehe da: Kaum war die optische Orientierung weg, arbeiteten alle gleich viel zentrierter.

Dadurch vergingen die drei Stunden Training wie im Flug, vor allem, wenn man immer wieder mit anderen Aikidoka (mit anderen Handgelenken, Zentren und Körperproportionen) trainierte. Nach einer kleinen Einlage von Horst-Rüdiger und einem schnellen Mattenabbau wartete auf uns ein leckeres Büffet, das die Kieler Aikidoka toll zubereitet hatten. Bei vielen netten Gesprächen wurden nicht nur die Leckereien dezimiert, sondern auch schon wieder die nächsten Lehrgangsbesuche geplant.

Vielen Dank, lieber Markus, für den schönen Lehrgang!

 

Bokuto-Workshop bei Markus Hansen am 14./15. August 2010


Sommerferien - da macht man doch kein Aikido, da die Hallen geschlossen sind? Fast richtig. Dafür trifft man sich in Markus Garten, um ein Bokuto (den meisten wohl als Bokken bekannt) anzufertigen. Aber alles der Reihe nach.

Nachdem Markus Hansen darüber in seinem Blog berichtet und schon auf dem einen oder anderen Lehrgang im Frühling von mehreren Leuten wegen seines selbst gefertigten Schwertes angesprochen wurde, konnte er nach einiger Zeit zu einem Workshop überredet werden. So war die Idee geboren und sollte nun auch ausgeführt werden. Also spendierte Markus seine Zeit, sein Wissen und seinen Garten und wir, dreizehn Aikidoka aus verschiedenen Teilen Deutschlands, unsere Geduld und Aufmerksamkeit.

Wir trafen uns am Samstag Nachmittag und bekamen Werkzeug, Holz, gute Ratschläge und Zeitvorgaben („in zwei Stunden hat Musashi aus einem Ruder ein Bokuto geschnitzt, viel Spaß“) in die Hand gedrückt. Wir machten uns an die Arbeit. Zwei Stunden? Nach zwei Stunden konnte man so langsam erkennen, dass es kein Baseball-Schläger werden sollte, doch so richtig zufrieden schaute noch keiner aus.

Und deshalb arbeiteten wir gewissenhaft, in aller Stille weiter. Nichts außer dem Abschneiden und Fallen der Holzspäne sowie dem prasselnden Regen auf dem Pavillondach war zu hören, eine fast meditative Ruhe. Doch irgendwann lockte der Grillgeruch die Ersten aus dem Pavillon und verschaffte dem ein oder anderen Handgelenk und Arm eine kleine Verschnaufpause.

Zwischen den leckeren Würstchen, Fleischstücken, Salaten und Broten wurde immer weiter gearbeitet, doch irgendwann brachen die ersten Aikidoka auf, um die harte Bank gegen ein schön weiches Sofa oder Bett zu tauschen. Ich habe mir erzählen lassen, dass einige erst um Mitternacht von ihrem Bokuto abgelassen haben und von Markus ins Bett geschickt wurden – so etwas kennt man doch eigentlich nur von Kinder- und Jugend-Lehrgängen ...

Am nächsten Morgen war auch keine Zeit zum Ausschlafen, denn wir trafen uns um 8:30 Uhr am Falckensteiner Strand zum Aikido-Training mit dem Schwert. Leider hatte bis dahin nur einer ein Exemplar zustande gebracht, das jetzt hätte eingesetzt werden können. Die anderen nahmen ihre alten Schwerter und es wurden verschiedene Angriffs- und die entsprechenden Abwehrbewegungen geübt. Training am Strand ist immer wieder schön (wahrscheinlich besonders für unsere Besucherinnen und Besucher aus der Nähe von Trier und Dresden) – mit Kreuzfahrtschiffen als Hintergrund, viel Platz und schwergängigem Sand, der bei jeder Bewegung mitgeschoben werden wollte.

Nach dieser schön(en) anstrengenden Trainingseinheit ging es wieder zurück in Markus Garten – während die meisten noch an ihren Schwertern arbeiteten, wurde nebenbei wieder der Grill angeworfen und das Fleisch und die Würstchen flambiert. Die meisten waren auch dann noch nicht mit ihren Arbeiten zufrieden, aber die Motivation, das Bokuto zu Hause fertig zu stellen, war deutlich zu hören. So langsam klang dann auch dieser Workshop aus und wir machten uns auf den Heimweg.

Hier habe ich nicht nur gelernt, wie viel Arbeit in so einem eigenen Bokuto steckt, sondern neue nette Menschen kennengelernt und alte wiedergetroffen. Ich hoffe, wir sehen uns auf Aikido-Lehrgängen mal wieder. Im Aikidojournal Ausgabe 64DE erschien eine Reportage zum Workshop. Außerdem gab es anläßlich des Workshops auch ein Audio-Interview mit Markus Hansen.

12. Kieler-Woche-Lehrgang mit Martin Glutsch


Insgesamt 417 Quadratmeter Mattenfläche hatten wir schließlich in der Kieler Bresthalle ausgelegt - und atmeten einmal tief durch. Über 80 Aikidoka hatten sich für unseren diesjährigen Aikido-Lehrgang zur Kieler Woche angemeldet. Nun konnten Sie kommen. Nachdem wir es in der letzten Woche noch geschafft hatten, alle Teilnehmer davon zu informieren, dass die Holsteinhalle doch nicht zur Verfügung stand und wir ausweichen mussten, stellten wir knapp zwei Stunden vor Trainingsbeginn fest, dass wir nicht so viele Matten aus Preetz dazu bekommen hatten, wie geplant. Nun hieß es schnell improvisieren - vielen Dank an die Aikidoka aus Segeberg und Nahe für die superschnelle und unkomplizierte Hilfe!
Als Lehrer konnten wir in diesem Jahr Martin Glutsch aus Böblingen gewinnen. Mit ihm hatten wir schon länger versucht, einen passenden Termin zu finden, was nun endlich von Erfolg gekrönt war. Nachdem er bereits einige Tage vor dem Lehrgang mit seiner Frau Gaby angereist war und am Freitag unser Aikido-Training in Kiel geleitet hatte, waren wir PSV-Aikidoka schon sehr gespannt auf den Lehrgang.
Ebenso gespannt waren offensichtlich auch viele andere, wie die hohe Anmeldezahl von Aikidoka, die immerhin acht verschiedenen Aikido-Verbänden angehörten, andeutete. Aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern hatten sie den Weg nach Kiel gefunden, was sicher am sehr guten Ruf von Martin Glutsch lag, dessen Aikido beeindruckend schnörkellos auf den Punkt kommt, dabei dennoch geschmeidig ist und ohne großen Einsatz von Körperkraft auskommt. "Du musst es absichtsloser machen," war dann auch ein häufiger gehörter Hinweis von ihm. Für konstruktives Feedback nahm er sich bei den Kyu-Graden ebenso die Zeit wie bei den schon etwas fortgeschritteneren Dan-Trägern, so dass alle auf ihrem Niveau etwas dazulernen konnten.
Am Samstag gab es zwei Trainingseinheiten. Die Kieler Aikidoka hatten nach jedem Training ein kleines Buffet und eine Bar mit Apfelsaft und Mineralwasser zum Flüssigkeitsausgleich vorbereitet. Beim traditionellen Gang über die Kieler Woche am Samstag Abend wurde dann mit anderen Flüssigkeiten und diversen Spezialitäten vom internationalen Markt das Ernährungsprogramm abgerundet. Diejenigen Teilnehmer, die nicht zwischenfuhren, konnten dann in der Halle übernachten.
Auch bei der letzten Trainingseinheit am Sonntag Morgen konnte Martin Glutsch mit (seines Erachtens) ganz einfachen Aikido-Techniken uns und unsere Gäste faszinieren. Viele Aikidoka, die ihn noch nicht kannten, sprachen mich nach dem Training darauf an, wie beeindruckend sie seinen technischen Ansatz fanden. "Es sieht wirklich so aus, als ob er nichts macht, er steht einfach immer nur an der richtigen Stelle."
Zum Trainingsende bedankten wir uns mit einem Geschenk bei Martin, der uns nicht nur sehr spannende Techniken sondern insbesondere einen sehr guten Unterricht präsentiert hatte. Dann wurden die Reste des Buffets verspeist und die Matten in die Transporter verladen. Nicht nur von Martin fiel der Abschied schwer und entsprechend herzlich aus, daher hoffen wir auch im nächsten Jahr wieder auf zahlreiche Teilnehmer. Der 13. Kieler-Woche-Lehrgang wird am 18./19. Juni 2011 mit Roger Zieger aus Berlin als Lehrer stattfinden. Vielen Dank allen, die mit angepackt haben, sowie an Rolf und Tina für die Fotos. - Tina hat ebenfalls einen Bericht im Rosa Hakama veröffentlicht. Über weitere Kommentare von anderen Teilnehmern würden wir uns freuen!

Jubiläumslehrgang mit Martin Glutsch in Kaltenkirchen


Während sich anscheinend die halbe Welt von Tief "Daisy" in Schnee eindecken ließ, machten einige Kieler Aikidoka sich am Wochenende auf, um das Aikido-Jahr 2010 mit einem Lehrgang zu beginnen. Die Aikido-Gruppe in Kaltenkirchen wurde vor fünf Jahren von Rolf Steenbock und Elke Kölln-Möckelmann gegründet und hat sich unter ihrer Leitung seitdem ganz anständig entwickelt. Zum fünfjährigen Jubiläum haben die Kaltenkirchener einen Lehrgang auf die Beine gestellt, der weit über Schleswig-Holstein hinaus für Andrang sorgte. Neben der bekannt guten Organisation von Elke und Rolf dürfte vor allem Martin Glutsch daran Anteil gehabt haben, der als Lehrer aus Baden-Württemberg anreiste und die ca. 100 Lehrgangsteilnehmer begeisterte.
Für uns Kieler war der Lehrgang in mehrfacher Hinsicht ein Vorgeschmack auf unseren nächsten Kieler-Woche-Lehrgang, den wir am 26./27. Juni 2010 zum zwölften Mal ausrichten werden. Auch bei uns in Kiel wird Martin Glutsch als Lehrer auf der Matte stehen, so dass wir (mindestens diejenigen, die ihn noch nicht kannten) von ihm an diesem Wochenende einen technischen Vorgeschmack präsentiert bekamen. Aber auch der Zuspruch des Publikums gab uns einen ersten Eindruck davon, was organisatorisch in diesem Jahr wohl auf uns zukommt.
In den letzten Jahren durften wir Martin Glutsch bereits auf Lehrgängen in (ebenfalls) Kaltenkirchen und Flensburg erleben. An Martins Technik gab es auch an diesem Wochenende wie gewohnt nichts auszusetzen, im Gegenteil wusste er erneut durch winzige Details und kleine aber feine Bewegungen zu faszinieren. Waren wir am ersten Tag des Lehrganges vorrangig damit beschäftigt, durch kurze Zentrumsbewegungen Führung über die Uke zu erlangen, ging es am zweiten Tag allein um Aikijo und Jo-Dori, d.h. Übungsformen mit Stäben. Viel zu schnell war auch das Training am Sonntag wieder zu Ende. Nachdem wir uns bei den Veranstaltern für die Organisation und bei Martin für das schöne Training bedankt hatten, machten wir uns auf den Heimweg durch das winterliche Schleswig-Holstein. Im Juni, wenn Martin zu uns nach Kiel kommt, liegt dann hoffentlich kein Schnee mehr. Aber so genau weiß man das hier in Kiel ja nie. Nachtrag: Es gibt vom gleichen Lehrgang auch Berichte von Tina und Andreas aus Hamburg.