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Aikido und Jiu Jitsu beim Lehrgang in Nortorf


Am vergangenen Samstag hatte die DDK-Landesgruppe Jiu Jitsu zum Landeslehrgang in Nortorf eingeladen. Die hochkarätige Lehrerkombination aus Erwin Pervölz und Markus Hansen lockte 45 Budoka auf die Matte. Nach kurzem aber effektivem Aufwärmen teilte sich die Gruppe: Alles bis 3. Kyu machte Jiu Jitsu mit Erwin, ab 2. Kyu ging es zum Aikido bei Markus.

Da die Leute alle aus dem Jiu Jitsu kamen, verzichtete Markus auf spektakuläre Pirouetten und zeigte, worauf es im Aikido wirklich ankommt. Statt dem im Jiu Jitsu üblichen „ZackBumm – da ist das Ding“ ging es darum, sich in Ukes Gleichgewicht einzufühlen und eine für die meisten eher ungewohnte Zentrumsverbindung aufzubauen.

Dabei waren Markus' anschauliche Erklärungen sehr hilfreich. Auch wenn das „Fallen lassen des Schwertes“ für viele noch recht abstrakt war, so konnte sich so mancher in das lässige „Durch-die-Haare-streichen“ hineinversetzen und spätestens als Markus demonstrierte, wie er die Kühlschranktür öffnet und sich entspannt ein kühles Getränk gönnt, breitete sich verstehendes Lächeln aus.

Nach einer kurzen Pause tauschten dann die Gruppen. Markus übernahm die Jüngeren, während die Größeren zu Erwin wechselten. Erwin, der als Ausbilder für Selbstverteidigung bei der Polizei tätig ist, konzentrierte sich auf einige wenige Techniken, die in oft wiederholten Drills so gut eingeschliffen wurden, wie es in der kurzen Zeit nur möglich war. Schritt für Schritt wurden knappe, aber wirkungsvolle Reaktionen auf Ohrfeigen und gerade Fauststöße eingeübt. Einige Transportgriffe rundeten das ganze ab. Als besonders wertvoll empfand ich die individuellen Tipps, die Erwin hier und da verteilte: „Du guckst immer nach unten.“ - Danke, ich arbeite dran.

Die gelungene Mischung aus Jiu Jitsu und Aikido, aus vergleichsweise hart und sehr weich, gab dem Lehrgang eine besondere Würze. Ich – und viele andere auch, wie ich dem Applaus am Ende entnehme - habe einiges gelernt und möchte beiden Lehrern dafür herzlich danken.

Vielen Dank an Ina für den Lehrgangsbericht sowie an Svea, der ich die Kamera in die Hand drücken durfte. :)