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Shodan für Bente


Am 14. Oktober legte Bente Albert in Hannover erfolgreich die Prüfung zum 1. Dan Aikido ab. Bei strahlender Herbstsonne sollte sie in der schönen Halle der SG Misburg zeigen, dass sich die monatelange Vorbereitung in ihrem Können niedergeschlagen hatte.

Vor der Prüfung gab es noch einen kleinen Wiedersehensmoment: Bentes Eltern waren auch angereist und konnten nun ihren früheren Aikido-Lehrer Roland Nemitz, in dessen Dojo sie sich einst kennengelernt hatten, als Vorsitzenden der Prüfungskommission begrüßen.


Endlich ging es los, als erstes in die Überprüfung: Alle Techniken für alle Prüfungen, die Bente in den letzten Jahren bereits abgelegt hatte, wurden erneut abgerufen. Ihre beiden Uke Sandra und Markus flogen abwechselnd nach links und rechts durch den Raum. Als nächstes ging es in den schriftlichen Teil der Theorie-Prüfung. Nachdem Bente von dort zurück gekehrt war, hieß es warten, warten, warten, denn die Prüfungskommission - Roland Nemitz, Roger Zieger und Dirk Bender - prüfte erstmal die anderen Kandidaten in der Prüfungsgruppe. Endlich wurde Bente wieder aufgerufen. In einem mündlichen Vortrag musste sie das Prinzip Irimi erläutern.


Da die anderen Prüflinge schon mit allen Prüfungsfächern durch waren, ging es nun non-stop weiter. Bente führte mit Sandra die Kata Shodan vor, eine festgelegte Abfolge von zwanzig Formen, die nur geringe Freiheitsgrade in der Ausführung zulässt, so dass sehr genau gearbeitet werden muss. Kurz durchatmen, dann ging es auch schon weiter: Mit Sandra und Markus zeigte sie das Programm der Wurf- und Hebeltechniken. Wieder flogen die Uke über die Matte.


Eine kleine Atempause später kam schließlich das letzte Prüfungsfach an die Reihe: Bente musste sich den freien Angriffen von Markus stellen und diese durch Wurftechniken abwehren, bis die Prüfer schließlich das Stopsignal gaben und sie die Situation beendete und Markus mit einem Hebel am Boden fixierte.


Bei der Prüfung waren viele hochrangige Zuschauer anwesend, und deshalb sei noch freudig angemerkt, dass nach der Prüfung viel Lob an uns herangetragen wurde. Bente wurde für ihre schöne und dynamische Technikausführung gelobt. Und auch für das sehr gute Ukemi von Sandra, die die gleiche Prüfung erst Anfang des Jahres absolviert hatte, gab es immer wieder lobende Worte. Dem Vernehmen nach ist Lehrer Markus Hansen ein büschen stolz auf die beiden. ;o)

Vielen Dank an Sven, Chris und den Albert-Clan für das Bildmaterial.

Shodan für Sandra


Am 25. März legte Sandra Mittelstedt in Hannover erfolgreich die Prüfung zum 1. Dan Aikido ab. Die monatelange, intensive Vorbereitung mit über zehn Stunden Training jede Woche wurde deutlich sichtbar, als sie ihre Angreifer Bente und Markus über die Matte wirbelte.

Nach der intensiven Überprüfung aller Techniken des Kyu-Programm, bei denen Bente die Rolle der Uke übernahm, waren zunächst zwei theoretische Prüfungsfächer zu erledigen. Im Anschluß ging es mit der praktischen Prüfung weiter. Nun war Markus ihr Uke. Zunächst musste Sandra mit Markus die Kata Shodan zeigen. Hierbei handelt es sich um eine festgelegte Form, bei der es keinen Spielraum für Ausgleich gibt, sondern alle Bewegungen genau zusammen passen müssen. Das nächste Prüfungsfach bestand aus Würfen und Hebeltechniken, die aus verschiedenen Angriffen und in unterschiedlichen Ausführungen zu zeigen waren. Abschließend musste sie zeigen, dass sie auch bei freien Angriffen ihrem (deutlich schwereren) Angreifer Paroli bieten konnte.


Nachdem die Prüfer - Ulrich Schümann, Claus-Dieter Sonnenberg und Werner Lättig - ihre Bewertungen verglichen und ausgewertet hatten, verkündeten sie das Ergebnis: Sandra hatte bestanden. Nachdem die Prüfungssituation langsam von ihr abfiel, strahlte sie schließlich ebenso wie die zahlreichen Zuschauer, die sich über ihre tolle Leistung freuten.

Am nächsten Tag fand eine weitere Prüfung in Hannover statt, bei der unter anderem Karsten Frerichs aus Hamburg-Neugraben, der auch eine Weile bei uns in Kiel trainiert hatte, die Prüfung auf den 2. Dan Aikido ebenfalls bestand.

Die Kieler Aikidoka gratulieren sehr herzlich Sandra zum 1. Dan Aikido sowie Karsten zum 2. Dan Aikido. Weiter so!

Vielen Dank an André für das Bildmaterial.

Sonne im Gesicht und Sand im Ohr


Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen – eine Seltenheit für einen Freitag-Nachmittag in Kiel. Beflügelt von diesem Naturschauspiel schnappte ich mir meine Aikido-Tasche und machte mich mit den anderen auf den Weg zum Training. Doch diesmal war das Ziel nicht die altbekannte Halle.

Erwartet wurden wir von einem Markus in Keikogi und Sonnenbrille, der uns in Fluglotsenmanier die weitere Route zeigte: ab zum Strand! Denn heute war es wieder Zeit für ein Strandtraining an der Ostsee. Wie letztes Jahr suchten wir uns einen schönen Platz am Falckensteiner Strand und grüßten auf ungewohntem Terrain an.

Den Anfang läuteten Ausweichbewegungen aus Yokomen-Uchi ein, wo sich sofort die Eigenheiten des neuen Bodens bemerkbar machten und so manchen Nage zum Straucheln brachten. Spätestens bei der breiten Palette an Techniken und Angriffen, die uns Markus zum Üben überließ, wurde der gemeine Aikidoka zu kreativen Formen angeregt – sei es in Form von Sandstaub-Atemis oder bei Bodenhebeln mit dem Gesicht des Ukes in eine Sandburg hinein.

Nach zwei Stunden fleißigen Trainierens, währenddessen ebenfalls vorbeilaufende Passanten anfingen, die gezeigten Techniken mit sichtbarem Spaß auszuprobieren, beendete Markus das Training. Dabei schuf er noch eine Konkurrenz zum Sonnenschein, indem er eine bestandene Prüfung zum 5.Kyu verlauten ließ und somit Lara und Viktoria ein strahlendes Gesicht zauberte. Nun können sie auch den heutigen Sonnenschein um die Hüften tragen.

Mit sandigen Ohren trotteten wir los, um die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen. Der Weg führte uns zu einem Schrebergarten, den Sandra und ihre Eltern freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Drei für die tolle Organisation. Bei Grill, Lagerfeuer und in gemeinsamer Runde fand dieses besondere Training letztlich seinen Abschluss. Hoffentlich auch im nächsten Jahr.



Vielen Dank an Suza für den Bericht sowie an Marit und Markus für die Fotos.

Wenn Angriffe im Sande verlaufen ...


Am Freitag war ein Ferientag und die Halle war geschlossen, so dass wir unser Aikido-Training kurzerhand an die Kieler Förde verlegten. Die Sonne schien warm auf unsere weißen Keikogi, als wir uns am Falckensteiner Strand trafen, um miteinander Aikido zu üben. Nach einer kurzen Gymnastik ging es mit den ersten Partnerübungen los, bei der schließlich auch die letzten noch den Weg zu uns fanden.

Immer wieder wurden von Markus leicht andere Bewegungsabläufe gezeigt und von uns mit wechselnden Partnerinnen und Partnern geübt, so dass es nie langweilig wurde. Und wenn Nage an einem Bodenhebel doch mal etwas länger herumprobierte, konnte Uke die Zeit ja nutzen und mit der freien Hand eine kleine Sandburg errichten. Ungewohnt war der Sand als Untergrund schon. Bei den Drehbewegungen schraubte man sich gern ein wenig in den Boden - aber das Zentrum soll ja schön tief sein, oder? Und auch beim Abrollen merkte man, dass eine Mattenfläche mitunter ihre Vorzüge hat. Aber egal: Sand lässt sich von Jacke und Hose wieder abklopfen und auch aus den Ohren bekommt man ihn wieder heraus.

Nachdem wir nicht ganz zwei Stunden die Sonne, eine leichte Brise, das Rauschen der Wellen und Schreie der Möven genossen hatten, war das Training vorbei und wir setzten uns zum Abgrüßen. Nun zeigte sich, dass nicht nur die Sonne Farbe verleiht: Markus erklärte, dass er bei Sandra und Ina heute sehr genau hingeschaut hatte, und gratulierte den beiden zur bestandenen Prüfung zum 5. Kyu Aikido. - So eine Prüfung am Strand ist hoffentlich unvergesslich.

Vom Strand marschierten die Kieler Aikidoka dann zu einem nahegelegenen Schrebergarten, den wir freundlicherweise nutzen durften. Der Grill wurde angeworfen und bei leckerem Essen und sehr netten Gesprächen klang der Abend gemütlich aus, bis er fast schon wieder ein Morgen war.









Vielen Dank an Christoph Daniel und Rudi, die Fotos machten, sowie ganz besonders an Sandra, Rudi und Geli für die Super-Organisation und den wunderschönen Garten, den wir nutzen durften.

Aikido Godan für Markus Hansen


An diesem Wochenende, 12.10./13.10.2013, fanden einige Aikido-Dan-Prüfungen in Hannover statt. Auch unser Kieler Aikido-Lehrer Markus Hansen stellte sich am Samstag der Prüfungskommission, die mit Alfred Heymann (7. Dan Aikido), Roland Nemitz (6. Dan Aikido) und Edith Heymann (5. Dan Aikido) besetzt war. Markus wollte die Prüfung zum 5. Dan Aikido ablegen, dem letzten Grad, der bei uns durch Prüfung erworben werden kann. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer von nah und fern (z. B. aus Hamburg, Nürnberg und Kiel) machten sich auf, um Markus mental zu unterstützen und um sich sein schönes Aikido anzuschauen. Um es vorweg zu nehmen, es hat sich wirklich gelohnt!


Markus konnte mit seiner schriftlichen Ausarbeitung mit dem Thema „Aikido aus Fehlern lernen“ die Prüfungskommission im Theorieteil überzeugen, so dass es positiv in die technische Prüfung ging. Da er der einzige Prüfling in der Runde war, kamen er und seine drei Uke Sven, Chris und Thomas ganz schön ins Schwitzen.


Schon in der Überprüfung wurde die ganze Bandbreite von Aikido-Techniken, Ausführungsformen und Dynamik deutlich. Damit die Prüfungskommission sich entspannt zurücklehnen und genießen konnte (dazu hatten sie meiner Ansicht nach auch allen Grund), durfte sich Markus Hanmi-hantachi (vor allem gegen Schlagangriffe) und Techniken mit/gegen Stab, Messer und Schwert selbst aussuchen. Und dank der Wünsche der Prüfungskommission bekamen wir zudem einen guten Einblick in die neue dritte Kata.


Nach gelungener Überprüfung wurde die Prüfung fortgesetzt mit freien Verkettungen, Techniken zur Führung einer Waffe mit einer anderen Waffe und vor allem einer eigenen Form, die Markus selbst entwickelt hatte. Diese Kata trug eindeutig Markus Handschrift, da verschiedene Techniken unterschiedlich dargestellt wurden – von sehr forsch (mit einer Menge Atemi) über „normal“ bis kuschelig. Dabei bedeutet „kuschelig“, dass die Gleichgewichtsbrechung überdeutlich wurde und damit der Kern der inneren Aikido-Techniken dargestellt wurde. Besonders dieses Detailverständnis ist bei Markus Ausführungen zu bewundern.


Weiter ging es mit Morote-waza – Verteidigung gegen zwei Angreifer, wobei man zwischendurch nicht mehr zwischen den beiden Ukes Chris und Sven beim Fallen unterscheiden konnte. Zum abschließenden Teil, dem Jiyu-waza gegen drei Angreifer, waren sie zusammen mit Thomas wieder fit, wobei sie auch hier von Markus oft übereinander geworfen wurden. Da blieb mir persönlich zwischendurch der Atem stocken.

Schnell wurde klar, dass Markus die Prüfung bestanden hat, mit lobenden Worten sprachen die Prüfer die Graduierung auf den 5. Dan Aikido aus. Nach einem netten Plausch verstreute sich die Gruppe wieder. Und wir waren uns alle einig: Die Fahrt hat sich gelohnt und es war eine schöne Prüfung. Herzlichen Glückwunsch, lieber Markus!

Vielen Dank an Agnes und Sabine für die Fotos.