Skip to content

Neue Grade bei Groß und Klein


Einigen kam es am Mittwoch schon ein wenig spanisch vor, als das Aufwärmtraining nicht die übliche schweißtreibende Anstrengung und Länge besaß und Markus zunächst "nur" Grundtechniken üben ließ. Dann kam er bei einigen auch noch an und wollte immer neue Kombinationen aus Angriffen und Abwehrtechniken sehen. In diesem Training standen Caroline und Felix unter besonderer Beobachtung und zeigten, wie gut sie schon die Techniken shiho-nage und ude-osae beherrschen. Dann am Ende, als wir uns zum Abgrüßen bereit machten, gratulierte Markus den beiden völlig Erstaunten: Sie hatten gerade ihre allererste Aikido-Prüfung bestanden und sind nun 5. Kyu Aikido. Herzlichen Glückwünsch, Caroline und Felix, macht weiter so! Doch nicht nur vom Erwachsenentraining gibt es Erfreuliches zu berichten, sondern auch vom Kinder- und Jugendtraining. Denn ebenfalls am letzten Mittwoch kam noch jemand mit auf die Matte, der zumindest vom Alter her nicht mehr zu den Kids gehört. Was macht Markus denn hier, das Erwachsenentraining fängt doch erst in einer Stunde an? Aber bevor jemand Zeit hatte, darüber genauer nachzudenken, verkrümelte Markus sich mit Henning und Sven in eine Ecke der Matten und sagte allerhand "japanisches Zeug". Wie Henning nachher berichtete, war das eine für ihn bestimmt und bezeichnete die Technik und das andere waren die Namen der Angriffe, die für Sven gedacht waren, mit dem Henning sich auseinandersetzen sollte. Henning hatte in den letzten Monaten sehr fleißig trainiert. Dass dieser Fleiß nicht vergeblich war, zeigte sich, als Markus das Ergebnis verkündete: Henning hat die Prüfung bestanden und ist nun 4. Kyu Aikido. Daher: Herzlichen Glückwunsch auch Dir, Henning!

1. Kyu Aikido für Kieler Jugendtrainer


Heute sah das Training etwas anders aus als sonst. Nach einer kurzen Gymnastik und anschließender Fallschule übernahm Pay die Gruppe, während ich mir Kerstin und Sven schnappte. Wir gingen an die Seite, ich schnappte mir ein Prüfungsprogramm und sagte den beiden, welche Techniken sie zeigen sollten. Kerstin griff Sven an, der eine From nach der anderen ausführte. Sven, der bei uns mit Steffi zusammen das Aikido-Training für die Kinder und Jugendlichen leitet, begriff ziemlich fix, dass es sich heute um seine Prüfung handelte. Nachdem wir durch sämtliche Techniken für die vorherigen Grade durch waren, waren er und Kerstin schon gut durchblutet. Nach der Überprüfung standen mit nage-waza Wurftechniken auf dem Programm. Hier hätte ich fast welche vergessen, aber Sven war so ehrlich, darauf hinzuweisen, und so durfte er auch hier sein Können unter Beweis stellen. Dies galt übrigens auch für Kerstin, die auch bei den Techniken nicht zurücksteckte, die sie in den freien Fall führten. Nachdem Sven auch katame-waza (Hebeltechniken) gemeistert hatte, beendete Pay das Training der Gruppe, damit Sven die ganze Matte für sich haben konnte. Als letztes Prüfungsfach kam randori, die freie Abwehr von Angriffen, an die Reihe. Diesmal war Pay der Angreifer - mit ganz offensichtlich noch frischer Energie. Sven lies sich von den dynamischen Angriffen jedoch nicht beirren. In sicherer Ausführung zeigte er sowohl Reaktionsvermögen als auch Formenvielfalt und wirkte durchgängig souverän, genauso, wie es sein soll. Meine Kamera hatte ich zwar mit, habe dann aber vergessen, sie jemandem in die Hand zu drücken, so dass wir keine Bilder von der Prüfung haben. Oben in der Ecke daher nur ein etwas älteres Bild von Sven beim Stab-Training unter freiem Himmel. Aber auch wenn wir keine Fotos haben: Herzlichen Glückwunsch, Sven!

Erfolgreiche Aikido-Kyu-Prüfungen im PSV Kiel


Beim letzten Training vor den Ferien heute lockte wohl die Frühlingsonne, so dass nur wenige Aikidoka im Dojo waren. Dennoch wurde es nicht langweilig, denn nach einem kurzen Aufwärmen ging es non-stop quer durch das Ausbildungsprogramm für den 5. und 4. Kyu Aikido. Mirko und Kerstin waren danach zunächst zwar etwas irritiert, weil ihre Partner nur noch angreifen und nicht mehr selbst die Techniken ausführen wollten. Viel Zeit zum drüber Nachdenken blieb ihnen aber nicht, denn Bente und Sven griffen immer wieder beharrlich an. So langsam dämmerte es beiden wohl, dass irgendetwas heute anders war. Immer wieder schaute ich auf's Prüfungsprogramm, denn es waren die ersten Prüfungen, die ich nach der neuen Prüfungsordnung abnahm. Immerhin - beide zeigten sich gut vorbereitet. Wenn es einmal kurz hakte, dann waren es eher die einfachen Formen, auf die die beiden nicht sofort kamen, dafür aber alle exotischen Variationen parat hatten. Endlich kam auch der Kaiten-nage soto - offensichtlich Mirkos Lieblingstechnik - dann waren wir mit den Würfen durch und kamen zu den etwas ruhigeren Hebeln, bei denen die Uke sich wenigstens kurz auf der Matte verschnaufen konnten. Die zwei Stunden waren noch nicht ganz rum, als sich nach einer kurzen Fallschule alle zum Abgrüßen setzten und ich Kerstin und Mirko, die doch beide etwas verdutzt waren, zur bestandenen Prüfung zum 3. Kyu Aikido gratulieren konnte. Also: Herzlichen Glückwunsch! Vielen Dank auch an Sven und Bente, die sich als ausdauernde Uke zur Verfügung stellten - am Schluss saht ihr echt alle gut durchblutet aus! :-)

Aikido-Prüfungsprogramme sind da!


Wie auf der Abteilungsversammlung angekündigt, haben wir das aktuelle Aikido-Prüfungsprogramm für Kyu-Grade grafisch umgesetzt und in größerer Stückzahl in Druck gegeben. Auf den Karten im Format A5 sind neben allen Anforderungen und Bewertungskriterien für Kyu-Prüfungen auch noch die für die Shodan-Prüfung geforderten Wurftechniken gelistet. Gedruckt wurde auf 300g-Karton. Beide Seiten sind mit einem Schutzlack überzogen, damit man sie auch mit schwitzenden Fingern zur Hand nehmen kann. Der Lack ist matt, damit es beim schnellen Blick auf die Tabelle möglichst wenig störende Reflexionen der Deckenbeleuchtung gibt. Da die Ecken immer das Erste sind, was in der Trainingstasche zerfleddert, haben wir sie abrunden lassen. Und bei Bedarf kann man die Karten auch noch laminieren. Auf der einen Seite findet man eine tabellarische Übersicht der in den Prüfungsfächern Nage-waza (Würfe) und Katame-waza (Festlegehebel) geforderten Kombinationen aus Angriff und Abwehr. Die japanischen Namen der Angriffe sind als Lernhilfe mit einer deutschsprachigen Übersetzung ergänzt. Für einen schnellen Überblick sorgt dabei ein Farbcode, der die jeweilige Aikido-Technik dem angestrebten Grad zuordnet. Da auch die für den 1. Dan Aikido geforderten Wurftechniken verzeichnet sind, ist die Karte eine gute Orientierungshilfe bis zum Abschluss der Grundschule im Aikido. Dreht man die Karte um, findet man eine Aufstellung der Prüfungsfächer, also eine Übersicht darüber, was eigentlich für welchen Kyu-Grad gefordert ist. Auch die Bewertungskriterien - worauf wird wie doll Wert gelegt - für die jeweiligen Grade sind aufgeführt. Auch hier erlaubt ein Farbcode eine schnelle Übersicht. Neben dieser Tabelle gibt es auch eine kurze Erläuterung, wie so eine Prüfung in der Regel eigentlich abläuft. Die Karten könnt Ihr bei Interesse im Training von unseren Aikido-Lehrern bekommen. In unserem Verein können Prüfungen bis einschließlich 1. Kyu Aikido ohne größeren Planungsaufwand abgenommen werden. Wir haben auch schon Dan-Prüfungen bei uns ausgerichtet, die jedoch auf Bundesebene organisiert werden. Bitte beachtet, dass die Karten zwar helfen, Inhalte und Struktur des Ausbildungsprogramms zu erfassen - das allein reicht aber nicht, man muss schon auch trainieren. ;-) Aikido ist regelmäßiges und konzentriertes Üben, eine Prüfung ist nur einer von vielen Schritten auf diesem Weg. Ich will jetzt endlich Prüfung machen gibt es bei uns nicht, denn darum geht es im Aikido einfach nicht, es behindert einen eher selbst. Wenn der persönliche Lernfortschritt stimmt und man "soweit" ist, wird man von den Lehrern entsprechend angesprochen. Prüfungen stehen nicht im Vordergrund, sie sind einfach ein Teil des Aikido, der helfen soll, zwischendurch bestimmte Aspekte zu fokussieren und besonders herauszuarbeiten. Es ist daher auch nicht ausgeschlossen, dass mal eine ganze Weile keine Prüfungen stattfinden und trotzdem alle etwas lernen und - ganz wichtig - Spaß an der Sache und dem Üben miteinander haben.