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4. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


Am vergangenen Samstag dem 10. November 2012 war es mal wieder soweit, „Schietwetterlehrgang“ in Kiel bei Markus Hansen. Nun ja - das sprichwörtliche Schietwetter mit Regenschauern kam dann doch erst gegen Abend in Kiel an, was aber dem Treiben auf der Aikido-Matte nicht wirklich schadete.

Die von Markus erwarteten unter 20 Teilnehmer musste man dann doch gut mit Faktor 2,5 nehmen, denn der Gürtelregenbogen ging auch dieses Jahr wieder über die komplette Mattenlänge. Nach kurzem Aufwärmen kam Markus dann auch gleich zur Sache. Bei einer Verkettung aus Shiho-nage und Irimi-nage kamen die ersten fragenden Blicke einiger Aikidoka in Richtung Markus auf, welcher einfach immer unterwegs war, um allen, die nicht weiter wussten, zur Seite zu stehen.

Die Erklärungen und Techniken hatten alle den persönlichen Markus-Stil, vom Knie-Kratz-Kokyu-Nage bis zum Elefantenrüssel-Juji-Garami war alles dabei. Und da auf Lehrgängen in Kiel immer nach jeder Übung Partnerwechsel angesagt ist, konnte sich auch jede mit jedem austauschen.

Am Anfang hat Markus noch darum gebeten, besonders vorsichtig und umsichtig miteinander umzugehen da der Hausmeister keine Lust mehr hätte, den Krankenwagen zu rufen (Sport ist für manche halt Mord). Mit nur einem Pflaster auf der Nase (kleiner Kratzer eines Fingernagels) wurde auch diese Bitte von fast allen umgesetzt. Den Abschluss bildeten die Markus-typischen In-den-Partner-reinfühl-Übungen, bei denen man kaum sehen konnte, warum Uke denn nun eigentlich fällt.

Alles im allem war dies ein gelungener Aikido-Lehrgang, bei dem ich persönlich lange verschollene Freunde, alte Freunde und auch neue Freunde auf der Matte traf. Für diesen tollen Samstag meinen aufrichtigen Dank an Markus und alle helfenden Hände.

Vielen Dank an Chris für den Lehrgangsbericht sowie an Kerstin und Sven für die Fotos!

3. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


Irgendjemand hat Ironie bestellt und nicht abgeholt. Die Kieler Aikido-Gruppe hatte zum 3. Schietwetter-Lehrgang eingeladen - nur das Wetter spielte mit klarem Himmel nicht so ganz mit. Dennoch kamen 40 Aikidoka aus dem ganzen Norden vieler verschiedener Grade zu uns nach Kiel, um unseren Aikido-Trainer Markus Hansen in Aktion zu erleben. Und natürlich auch, um einige alte Bekannte wiederzusehen.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es ans Aufwärmen, was Markus uns auch gemeinschaftlich erleben ließ, frei nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“, auch wenn wegen der Herbstsonne die Luft in der Halle nicht grade kalt war. Danach ging es denn ans eigentliche Training, bei dem Markus uns zeigte, worauf es im Aikido sehr häufig ankommt: Koordination mit der Hüfte, am besten auch noch mit dem Partner.

Damit sich niemand am Anfang überfordert fühlt, ließ Markus uns Techniken machen, bei denen die Bewegungen der Arme nicht allzu groß waren. Denn man hat öfters auch schon Probleme, wenn es „nur“ um Füße geht, von der Hüfte mal ganz zu schweigen. Deswegen eiferten wir Markus nach, sein „da sind keine Hände“ nachzuvollziehen. Sei es bei einem Wurf zum Einrollen oder Aiki-otoshi, es gab genügend Möglichkeiten zum Üben.

Eine weitere Bewegungsform, auf die Wert gelegt wurde, war das für die Küste typische „Wellen-schwappen“. Ähnlich wie bei einer Welle ging es darum, dem Partner das Gefühl zu geben, dass ihm langsam der Boden unter den Füßen entschwindet und er in die (Ki-)Fluten hineingezogen wird. Dies ging in verschiedenen Intensitäten, mit Armen oder nur aus dem Zentrum, exemplarisch sei der Kote-mawashi tenkan genannt, aber auch bei Aiki-otoshi oder sogar bei einem Tenchi-nage kommt man damit zum Ziel.

Zum Schluss betrat noch ein alter Bekannter die Matte: Horst-Rüdiger (eine Waschlappen-Handpuppe). Er und Markus demonstrierten, dass man das Schwappen beim Aikido auch sehr gefühlvoll machen kann, was zu einigem Schmunzeln führte. Abschließend gab es nach dem gemeinsamen Mattenabbau noch ein paar Speisen, welche von den Kieler Aikidoka bereitgestellt wurden, sodass man sich noch bei einem gemütlichen Klönschnack austauschen und die weggeschwitzten Kalorien wieder einverleiben konnte. Markus, danke Dir für die ganze Organisation und für das angenehme Training.

Vielen Dank an Kerstin für die Fotos!

2. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


Unser zweiter Schietwetter-Lehrgang verdiente am Anfang seinen Namen wahrlich nicht – strahlender Sonnenschein begrüßte uns am 23. Oktober 2010, als wir uns am Sportforum der Universität Kiel trafen. Während des ganzen Lehrganges strahlte die Sonne durch die Fenster, erst als wir die Halle nach einem schönen Aikido-Lehrgang mit vielen alten und neuen Bekannten verließen, platterten Regentropfen auf uns nieder.

Knapp 30 motivierte Aikidoka von jung bis erfahren aus ganz Schleswig-Holstein von Leck bis Lübeck waren angereist. Auch aus Hamburg konnten wir einige Gäste begrüßen. Der Lehrgang begann zunächst mit einer schlechten Nachricht: Es gab keine Heizung und vor allem kein warmes Wasser. Sollte die Dusche nach dem Aikido-Training entfallen? Doch das alles hat uns nicht abgehalten, fleißig zu trainieren und den Ausführungen von Markus Hansen nachzueifern. Das war leider meist leichter gesagt als getan.

Zuerst begann das Training mit einer Runde Kettenticker. Es ist immer wieder erstaunlich, dass auch langjährige Aikidoka Kinderspiele mit ganz viel Spaß und Elan spielen. Danach folgten kurze Aufwärm-Übungen mit einem Partner oder einer Partnerin, bevor es mit den ersten Aikido-Techniken losging. Markus legten den Schwerpunkt des Trainings darauf, eine Verbindung zwischen dem eigenen Zentrum und dem Zentrum des Partners oder der Partnerin herzustellen. Über diese Verbindung kann sich die Bewegung von Nage auf den Uke übertragen.

Dabei durfte man die gezeigten Techniken nicht einfach „herunterreißen“, sondern musste sich auf die Schlüsselstellen konzentrieren. Dabei half es sehr, wenn der Uke Rückmeldungen zur Bewegung des Nages gegeben hat. Besonders Markus lebendige und bildhafte Ausdrucksweise illustrierte gut, was es bei den Techniken jeweils genau zu beachten galt. Die Vorstellung einer Murmelbahn bei kote-mawashi tenkan haben sicher viele Aikidoka aus Kiel mit nach Hause genommen.

„Habt Ihr alle Euer Handtuch dabei?“, hatte Markus zu Beginn des Trainings gefragt. Wer sich immer noch wunderte, was Handtücher wohl beim Aikido auf der Matte zu suchen haben, bekam bei diesem Lehrgang die Antwort. Es ging nicht darum, Schweiß von der Stirn zu wischen, auch wenn dies sicher ein netter Nebeneffekt war. Nein, Markus Hansen nutzte das Handtuch, um Angriffe abzuwehren und Uke damit zu führen. Auch als methodisches Hilfsmittel kam es zum Einsatz. Mit einem Handtuch auf dem Kopf wurden die Techniken noch mal im Aikido-Blindflug geübt. Und siehe da: Kaum war die optische Orientierung weg, arbeiteten alle gleich viel zentrierter.

Dadurch vergingen die drei Stunden Training wie im Flug, vor allem, wenn man immer wieder mit anderen Aikidoka (mit anderen Handgelenken, Zentren und Körperproportionen) trainierte. Nach einer kleinen Einlage von Horst-Rüdiger und einem schnellen Mattenabbau wartete auf uns ein leckeres Büffet, das die Kieler Aikidoka toll zubereitet hatten. Bei vielen netten Gesprächen wurden nicht nur die Leckereien dezimiert, sondern auch schon wieder die nächsten Lehrgangsbesuche geplant.

Vielen Dank, lieber Markus, für den schönen Lehrgang!

 

1. Kieler-Schietwetter-Lehrgang mit Markus Hansen


An diesem Samstag veranstalteten wir den 1. Kieler-Schietwetter-Lehrgang, zu dem 32 Aikidoka aus vielen verschiedenen Vereinen und Verbänden anreisten. Dadurch sahen sich viele wieder, die sich seit längerer Zeit nicht mehr auf der Matte gesehen hatten, sodass man vereinzelt "Hey, du auch hier?" mit strahlenden Gesichtern sehen und hören konnte. Lehrer war Markus Hansen, der auch in unserem Verein das Aikido-Training leitet. Nach einer kurzen Einleitung von Markus und einem knackigen Aufwärmen von Pay begann dann auch der eigentliche Lehrgang im Sportforum der Kieler Universität. Die erste Technik war irimi nage in zwei Formen, mit dem die Aikidoka vom 5. Kyu bis 3. Dan sich schonmal einfühlen und einrollen konnten.
Es folgte danach ein weiterer Wurf, eine Variation von kote mawashi, der für Nage recht unkompliziert war - Hüfte etwas drehen, Handgelenk umdrehen und tief gehen - jedoch trotzdem (oder grade deshalb?) für Uke zwingend war.
Als Markus danach an den Rand der Matte ging und sich von einem kleinen Haufen einen Regenschirm holte, veränderten sich teilweise die Gesichtsausdrücke dahingehend, dass einige Leute sich scheinbar fragten, was der damit eigentlich will. Zum Einen, weil Regenschirme im Aikido normalerweise sehr selten benutzt werden, zum Anderen, weil trotz Schietwetterlehrgangs die strahlende Sonne zu sehen war und das Herbstlaub vor der Glaswand der Halle sehr schön ausleuchtete.
Aufbauend auf die vorherige Technik zeigte Markus, das man Aikido auch machen kann, wenn jemand versucht, einem den (kostbaren) Regenschirm wegzunehmen - vorzugsweise ohne die Spitze in den Partner zu rammen.
Danach war kote gaeshi an der Reihe, ein weiterer Handgelenkhebel, den man wie einen Wurf oder wie einen Bodenhebel ausführen kann; zuerst ohne Schirm, wodurch man sich an die Bewegung gewöhnen konnte.
Nachdem wir das (leidlich) geschafft hatten, holte Markus sich wieder einen Schirm, und demonstrierte damit, das man selbst mit aufgeklappten Regenschirm noch was tun kann, wenn jemand einen hauen will, wobei der Schirm in der Technik zum Führen des Uke zur Anwendung kam.
Um die Führung des Partners ging es auch in der nachfolgenden Übung, jedoch ohne Angriff, Technik und Regenschirm. Vielmehr ging es darum, dass Uke Nage eine ins Zentrum gerichtete Kraft gibt und Nage diese mit möglichst wenig eigenen Aufwand umlenkt (bzw. führt). Dabei kam es aber nicht nur auf die Führung von Nage an, sondern auch darauf, dass Uke daran denkt, Nage eine Kraft zu geben (selbst wenn er dabei auf den Knien rumrutscht), sodass beide gleichermaßen mit ihren jeweiligen Aufgaben zu tun hatten.
Es folgte danach eine Technik, die dem zu Anfang gezeigte Irimi-Nage ähnlich war, jedoch mit dem Unterschied, dass man die eigentlich falsche Schulter verwendet. Eine Möglichkeit wäre, zu fluchen ("Mist") und Uke in der Gegend stehen zu lassen, was aber bei bösen Angreifern nicht ganz Sinn einer Technik ist, oder elegant eine Technik machen und sich nix anmerken zu lassen. Wir haben dann die zweite Möglichkeit gewählt.
Dies übten wir aus zwei Angriffen, einmal ein Griff beider Handgelenke (ryote tori) zur Eingewöhnung, danach aus einem Schlag (yokomen uchi), durch den man sah, das man diese Technik auch direkter machen kann.
Für die letzte Technik begab sich Nage denn auf die Knie, um mit shiho nage weiterhin zu zeigen, das man Aikido fast immer machen kann, selbst wenn man sitzt. Ziel dieser Übung war wieder mal, mit möglichst wenig eigener Bewegung Uke die ganze Arbeit machen zu lassen. Auf den Knien kann man sich ja nicht so großartig im Raum bewegen wie im Stand, also kam es umso mehr auf Koordination des eigenen Zentrums an, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Nach kurzem Abgrüßen und einem Schlusswort von Markus wurde noch ein Gruppenfoto gemacht, danach folgte das gemeinsame Mattenabbauen, bevor es gemütlicher wurde. Nach kurzem Frischmachen trafen wir uns noch außerhalb der Halle zu einem kleinen Buffet, das die Kieler Aikidoka vorbereitet hatten. Nicht wenige kosteten noch davon, bevor sie sich entweder auf den Heimweg machten oder noch zum Schnacken in eine nah gelegene Gaststätte gingen. Abschließend noch vielen Dank an Kerstin, die trotz kugeligem Bauch bei uns vorbeischaute, um Fotos zu schießen, ohne die dieser Bericht langweiliger wäre, und auch an Markus für die Organisation (trotz Hindernissen bei der Hallenplanung) und für das nette Aikido-Training.