Skip to content

Dreimal Trainerlizenz Aikido


Am ersten Dezember-Wochenende legten drei fleißige Kieler Aikidoka in Bad Blankenburg, Thüringen, erfolgreich die Prüfung zum/zur Trainer/in C Breitensport Aikido des DOSB ab:
Sandra, Chris und Bente vom PSV Kiel bzw. Budo-Klub Akamon.

Um die Prüfung ablegen zu können, hatten alle drei viel Zeit investiert: Neben 120 Stunden Ausbildung mussten auch ein Erste-Hilfe-Kurs sowie diverse Pflichtlehrgänge besucht werden. Dazu leisteten sie auch in ihrem Heim-Dojo zusätzliche Lehrproben ab. Am Ende der Ausbildung musste nun eine Klausur über fünf Themengebiete sowie eine Lehrprobe absolviert werden. 

Gleich nach Lehrprobe und Verkündung des Ergebnisses flitzten sie einmal raus an die frische Luft, wo der Stress wie Schneeflöckchen von ihnen abfiel.

Herzlichen Glückwunsch!

Aikido-Geschichtsstunde


Gestern trafen sich die Kieler Aikidoka zu einem Theorie-Lehrgang, um von dem aufgrund der Anzahl sichtlich erstaunten Markus Hansen und seinem breiten Wissen über die Geschichte des Aikido und im speziellen den Werdegang des Aikido-Begründers Morihei Ueshiba zu lernen. Vor einigen Wochen gab es das Angebot von ihm, bei Interesse einen Vortrag über die Geschichte des Aikido zu halten, den er für die Aikido-Trainerlizenz-Ausbildung ausgearbeitet hatte. Gerechnet hat er mit einigen wenigen Teilnehmern, gekommen waren 16. Dank Christoph Daniel hatten wir einen Raum zur Verfügung, in den wir auch alle bequem reinpassten.

Einen Großteil des Vortrags referierte Markus über das Leben von Morihei Ueshiba. Es war spannend dabei die klar herausgearbeiteten Einflüsse aus Religion/Spiritualität (Shingon-Buddhismus und Shinto am Anfang, später starker Einfluss von Onisaburo Deguchi), unterschiedlichen Kampfkünsten sowie den Rahmenbedingungen seines Lebens, das immer wieder durch familiäre Verluste sowie kriegsbedingte Verluste seiner Schüler geprägt wurde, zu erkennen.

Klar nachvollziehbar war dabei auch der Weg Morihei Ueshibas von einer zunächst martialischen Kampfkunst zu einer harmonischeren, friedfertigeren Form, die es dem Besiegten nach ausgetragenem Konflikt erlaubt, wieder aufzustehen. Gerade der zweite Weltkrieg und der traurige Höhepunkt des Abwurfs der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki haben ihn darin bestärkt, die Spirale der Gewalt nicht weiter zu drehen und diese Erkenntnis in seine Form der Kampfkunst zu integrieren.

Später zeigte Markus uns noch den Weg des Aikido aus Japan nach Europa auf und verwies auf die wenigen deutschen Schüler, die direkt bei Morihei Ueshiba lernten sowie den Stammbaum der Lehrer/Schüler bis heute. Besonders unterhaltsam waren dabei die Videos, die Markus als putzigen Gelburt, coolen Blaugurt und später als blondierten Shodan zeigten.

Nach ziemlich genau zwei Stunden endete dann der leider leicht verkürzte Vortrag mit Applaus und einem Dank an Markus, der sich wie immer viel Mühe gegeben hat und uns mit einem kurzweiligen, um viele spannende Anekdoten und Bilder ergänzten Vortrag wieder ein Stück seines Aikido näher gebracht hat. Vielen lieben Dank, Markus.

Vielen Dank an CDS für die Organisation des Raumes.